Feldschätzung abgeschlossen in Thanstein und Tännesried

Feldschätzung abgeschlossen in Thanstein und Tännesried
Tirschenreuth, 12. Mai 2026 – Ein wichtiger Meilenstein im Flurneuordnungsverfahren Thanstein-Tännesried (Landkreis Schwandorf) ist erreicht: Die Feldschätzung der landwirtschaftlichen Flächen ist abgeschlossen. Sie bildet die Grundlage für die Wertermittlung und stellt sicher, dass die Grundstückseigentümer für ihre eingebrachten Flächen wertgleiche neue Flächen erhalten. Unter der Leitung von Projektleiterin und Sachgebietsleiterin Anna Schwarzmaier vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz sowie ihrem Stellvertreter Lukas Wiesner wurde fünf Wochen lang im März und April intensiv gearbeitet – und das unter teils anspruchsvollen Witterungsbedingungen.
Feldschätzung in Thanstein-Tännesried: 7.000 Bodenstiche auf 280 Hektar
Auf einer Fläche von rund 280 Hektar wurden etwa 7000 Bodenstiche gesetzt, um die Ertragsfähigkeit der Böden genau zu erfassen. Als Grundlage dienten zunächst ausgewählte Mustergründe aus der Reichsbodenschätzung. Insgesamt 14 dieser Vergleichslöcher wurden im Vorfeld ausgewählt, ausgehoben und gemeinsam bewertet. Darauf aufbauend legte der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft den Bewertungsrahmen fest. Für die Bewertung der Ertragsfähigkeit sind insbesondere Faktoren wie Bodenaufbau, Humusgehalt und Wasserverfügbarkeit entscheidend.
Im Anschluss erfolgte die eigentliche Feldschätzung: Mit Bohrstock und Schlegel wurden sämtliche Acker- und Grünflächen im Verfahrensgebiet beprobt und bewertet. Der Abschluss der Feldschätzung bildet lediglich die Grundlage der Wertermittlung. Ein wesentlicher Anteil der weiteren Bearbeitung erfolgt nun im Innendienst: Die erhobenen Daten werden ausgewertet, zu Wertflächen zusammengefasst und um zusätzliche Einflussfaktoren wie Hanglage, Waldschatten, Heckenstrukturen und andere Landschaftselemente ergänzt. Unterstützt wurden die Arbeiten durch moderne Technik: Das gesamte Verfahrensgebiet wurde an mehreren Tagen per Drohne beflogen. Die daraus gewonnenen Daten sollen die weitere Bearbeitung vereinfachen und die Erstellung der Wertermittlungskarte beschleunigen.
Unterstützung vor Ort und nächste Schritte im Verfahren
Ein entscheidender Erfolgsfaktor für den reibungslosen Ablauf war die starke Unterstützung vor Ort: Insgesamt 35 Helferinnen und Helfer packten tatkräftig mit an. Fachlich begleitet wurde die Wertermittlung durch die landwirtschaftlichen Sachverständigen Johann Meier (Niedermurach), Helmut Windmaißer und Max Rohrmüller (beide Schönthal). Die Ergebnisse werden jedoch in der Wertermittlungskarte zusammengefasst und den Beteiligten zu einem späteren Zeitpunkt in einer Teilnehmerversammlung vorgestellt. Mit deren Bekanntgabe haben die Teilnehmer auch die Möglichkeit, Einwände vorzubringen. Parallel dazu laufen die weiteren Planungen, insbesondere für das künftige Wegenetz und dessen Ausbau.
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