Feuerwehr Kaimling holt in Leuchtenberg Patenschaft fürs 150-jährige Fest

Feuerwehr Kaimling holt in Leuchtenberg Patenschaft fürs 150-jährige Fest
Um Paten zu bekommen, bedarf es besonderer Werbung, und die vollbrachte die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Kaimling in Leuchtenberg. Sie war mit ihren Mitgliedern – allen voran die Festdamen mit Festbraut Johanna – bei der Leuchtenberger Feuerwehr angerückt. Auf Knien baten die Kaimlinger, dass die Leuchtenberger bei ihrem 150-jährigen Fest, das sie vom 5. bis 6. September feiern, die Patenschaft übernehmen. Mit einem ausführlichen Gstanzl, vorgetragen von FFW-Vorstand Josef Hirmer und unterstützt vom Schmucker Kari auf seiner Steirischen, bat er darum.
Gstanzl und Kniefall beim Patenbitten
„Grüß Gott, liebe Leuchtenberger Feierwehrleit, wir hom an eich a große Bitt. Was is denn scho a Fest, wenn nun da Patenverein fehlt? Gai machst doch unseren Patenverein, des dad uns gor gfrein.“ Mit Hirmer hatten sich auch der Kommandant Johannes Eiberweiser sowie die Festbraut geopfert und knieend beim langen Bitt-Gstanzl-Gesang ausgehalten.
Aufgaben für die Patenschaftsanwärter
Die Vorsitzende Nicole Scharff und Kommandant Manuel Tschierschke hörten mit der gesamten Mann- und Frauschaft, Festbraut Laura und den Festdamen aufmerksam dem Bittgesang zu. Vizekommandant Gerd Scharff meinte nach der gesanglichen Bitte: „Es war schon nicht schlecht, aber wir sind noch nicht zufrieden. Ihr müsst schon noch einige Aufgaben erfüllen.“ Die Festbraut der Leuchtenberger hatte einiges vorbereitet, was die Kaimlinger noch zu erfüllen hatten.
So mussten Hirmer, Eiberweiser und ihre Festbraut mit dem Verteiler einen Luftballon aufblasen, bis er platzte. Das sorgte für enorme Puste. Des Weiteren war ein voller Maßkrug hinter einem Bauzaun abgestellt, und der musste durch eine markierte Route voll ans Ziel gereicht werden.
Erfolgreiche Prüfung und besiegelte Patenschaft
Die nächste Hürde war die Schlauchrallye: Mit dem Werfen des Löschschlauchs waren Holzkegel zu treffen – es gelang fast perfekt. Sogar ein Brand war für die Kaimlinger zu löschen; dafür war ein Trinkbecher auf den Helmen der Festdamen befestigt. Liegend in der Schubkarre wurden die Festdamen durch einen Parcours gefahren, um dann rückwärts das Feuer in der Schale zu löschen. Sie schafften alles, und stets war ihnen ein großer Applaus sicher. Nach so vielen Bitten und Aufgabenlösungen wurde das Patenbitten gegenseitig mit Urkunden handschriftlich besiegelt. Anschließend konnte ausgiebig im Feuerwehrhaus gefeiert werden, und die Kaimlinger Bittsteller hatten genügend zum Verspeisen mitgebracht.
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