Feuerwehr Lennesrieth stellt zukunftsweisendes Einsatzfahrzeug in Dienst
Feuerwehr Lennesrieth stellt zukunftsweisendes Einsatzfahrzeug in Dienst
Nicht nur die Freude über das neue Einsatzfahrzeug, sondern auch das drumherum mit Festzug, feierlicher Segnung und anschließende Feier in der der Riedlhalle und das alles bei geradezu idealen Wetterbedingungen trieb der gesamt Feuerwehr Lennesrieth ein Strahlen ins Gesicht.
Mit einem festlichen Akt mitten im Albersriether Dorfzentrum und großer Beteiligung der Bevölkerung ist am Samstag das neue Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik (TSF-L) der Feuerwehr Lennesrieth offiziell gesegnet und in den Dienst gestellt worden. Zahlreiche Ehrengäste, Vereins- und Feuerwehrabordnungen aus der Region und auch aus Hostau (Tschechien), Kreisbrandrat Marco Saller sowie viele Bürgerinnen und Bürger wohnten der feierlichen Zeremonie bei, die den Abschluss eines langen Beschaffungsprozesses markierte.
Festzug zum Feuerwehrhaus
Am späten Nachmittag setzte sich der Festzug an der Dorfkirche St. Michael in Albersrieth in Bewegung und zog unter musikalischer Begleitung der Trachtenkapelle Waldthurn zum Feuerwehrgeräte Albersrieth. Dort nahm der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz die Segnung des neuen Einsatzfahrzeugs vor und stellte es unter den Schutz Gottes. Die Lesung sprach stellvertretenden Vorsitzender Florian Stahl, die jungen Feuerlöwen Michael Riedl sowie Lorenz und Hannes Weig sprachen die Fürbitten. Imposant, das von Angela Wittmann und Veronika Janda festlich geschmückte neue Fahrzeug umrahmt von den vielen Menschen und Fahnenabordnungen.
Technik allein reicht nicht
Vorsitzender Christian Weig sprach von einem „besonderen Tag“ für die Feuerwehr Lennesrieth. Mit dem neuen TSF-L werde nicht nur ein Fahrzeug mit neuer Pumpe eingeweiht, sondern ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Heimat aber auch für die Einsatzkräfte geleistet. Das neue Einsatzfahrzeug ersetze das 34 Jahre alte Vorgängermodell, das den Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr gerecht werde. „Technik allein reicht nicht – entscheidend sind die Menschen, die sie bedienen“, betonte Weig und stellte den Einsatz und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrdienstleistenden in den Mittelpunkt. „Nicht ein Auto löscht das Feuer und rettet Menschen – sondern ihr! Ihr opfert Freizeit um anderen in Notsituationen zu helfen – das verdient höchsten Respekt“. Sein Dank galt insbesondere der Marktgemeinde Waldthurn für die Finanzierung sowie dem Fahrzeugausschuss und den Kommandanten Michael Stahl und Stefan Riedl für deren unermüdlichen Einsatz während der Planungs- und Beschaffungsphase. Durch das flexible Konzept eines TSF – Logistik sei man auf die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig.
Langer und manchmal nicht einfacher Weg
Kommandant Michael Stahl blickte auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zurück. Als das alte Fahrzeug 1992 in Dienst gestellt wurde, seien die Anforderungen noch ganz andere gewesen. Heute dominierten zunehmend technische Hilfeleistungen und komplexe Einsatzlagen. Mit dem neuen TSF-L sei die Wehr nun „bestens gerüstet für die kommenden Einsätze“. Besonders hob er die moderne Ausstattung hervor, darunter die umfangreiche Verkehrsabsicherung, den pneumatischen Lichtmast sowie das flexible Logistiksystem mit Rollcontainern für unterschiedliche Einsatzszenarien. Der Weg zur Beschaffung des Fahrzeugs war lang und nicht immer einfach. Bereits 2021 fiel der Grundsatzbeschluss im Marktrat, gefolgt von intensiven Planungen, Besichtigungen vergleichbarer Fahrzeuge und mehreren Terminen beim Hersteller. Zahlreiche Abstimmungen und Anpassungen waren notwendig, bis schließlich im März 2026 das Fahrzeug in Görlitz abgeholt werden konnte. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro.
Wunschfahrzeug
Bürgermeister Josef Beimler würdigte die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Feuerwehr. „Feuerschutz ist eine kommunale Pflichtaufgabe der Gemeinde“. Trotz anfänglicher Diskussionen über Größe und Notwendigkeit habe sich gezeigt, dass die Entscheidung für das TSF-L richtig gewesen sei. Das Fahrzeug sei ein „Wunschfahrzeug“, das optimal auf die Anforderungen im Einsatzgebiet zugeschnitten sei. Sämtliche Beschlüsse hinsichtlich des neuen Einsatzfahrzeugs der Lennesriether Feuerwehr seien im Marktrat einstimmig gewesen. Beimler übergab dann den Fahrzeugschlüssel offiziell an den Kommandanten Michael Stahl.
Feier in der Riedlhalle
Im Anschluss an den offiziellen Teil marschierte ein langer Festzug, angeführt vom neuen Fahrzeug zur beheizten Halle des Lohnunternehmens Riedl, wo die Feier stattfand. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Trachtenkapelle Waldthurn sowie am Abend die „Oberpfälzer Buam Express“.



















