Freizeitanlage Neustadt/WN: Arbeiten im Gebäude, Planschbecken bleibt leer

Freizeitanlage Neustadt/WN: Arbeiten im Gebäude, Planschbecken bleibt leer
Wie die Stadt in einer Pressemitteilung vom Dienstag informiert, wurden in den vergangenen Wochen die Innenräume aufgefrischt und verschiedene Arbeiten durchgeführt, sodass Veranstaltungen in der Anlage wieder möglich seien.
Bürgermeister Giering: Innenbereich weitgehend fertig
„Viele Neustädter verbinden mit der Freizeitanlage schöne Erinnerungen. Umso wichtiger war es uns, das Gebäude für den Sommer wieder nutzbar zu machen“, erklärt Bürgermeister Sebastian Giering. Die Arbeiten im Innenbereich sind inzwischen weitgehend erledigt. Damit ist ein erster Schritt getan, um die Anlage zumindest teilweise wiederzubeleben.
Mit den Serenaden kehrt in diesem Sommer Betrieb in die Freizeitanlage zurück. Für die Bewirtung der Gäste sorgt Adrian Kuhlemann vom Restaurant Kuhlemann. „Ich freue mich sehr, dass Adrian hier mit anpackt. Damit wird die Freizeitanlage in diesem Sommer wieder ein Ort für Begegnung und Veranstaltungen“, so Giering.
Serenaden und Bewirtung bringen Leben zurück
Gleichzeitig weist die Stadt darauf hin, dass die Situation der Freizeitanlage nach wie vor komplexer ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Das Gelände liegt auf einer ehemaligen städtischen Deponie und ist als sogenannte Altlastenverdachtsfläche eingestuft. Daher müssen seit Jahren Untersuchungen durchgeführt und Abstimmungen mit den zuständigen Fachstellen erfolgen.
„Die Untersuchung des Wassers beziehungsweise der Wasserströme im Boden musste zuletzt neu angesetzt werden, weshalb sich die weiteren Prüfungen verzögern“, erläutert der Bürgermeister.
Undichtiges Planschbecken und Altlasten als Hürden
Als eine mögliche Ursache gilt die Undichtigkeit des Planschbeckens. Auch das ehemalige Becken kann derzeit nicht genutzt werden. Es ist stark undicht und wurde in der Vergangenheit mehrfach durch das Landratsamt beanstandet. Zudem war das Becken nach aktuellem Kenntnisstand wohl nie an den Kanal angeschlossen. „Das ursprüngliche Becken stammt aus den 1980er Jahren und wurde nur mit Frischwasser gespeist. Pläne liegen uns hierzu leider nicht vor“, so Giering.
„Eine Instandsetzung würde eine umfassende bauliche Sanierung und entsprechende Genehmigungen erfordern. Durch die Einstufung als Altlastenverdachtsfläche ist eine Genehmigung de facto nicht möglich. Erste grobe Schätzungen gehen von einem Investitionsbedarf im Bereich von rund einer halben Million Euro aus – notwendige Kanalanschlussarbeiten sind dabei noch nicht eingerechnet“, betont der Bürgermeister.
Veranstaltungen im Fokus: Schrittweise Wiederbelebung
Für diesen Sommer steht deshalb zunächst die Nutzung der Anlage für Veranstaltungen und Begegnungen im Vordergrund. „Viele Dinge wirken von außen einfacher, als sie tatsächlich sind. Uns ist wichtig, hier Schritt für Schritt vorzugehen und verantwortungsvoll mit den Möglichkeiten der Stadt umzugehen“, betont Giering.




