Geschichtsverein setzt in Kemnath auf junges Publikum

Geschichtsverein setzt in Kemnath auf junges Publikum
Beim „HAK“ tut sich was: Unter verjüngter Führung nimmt die Vereinsarbeit seit letztem Jahr von neuem Fahrt auf. In ihrem Bericht zur Hauptversammlung im Gasthaus Fantasie streifte Vorsitzende Katrin Pasieka-Zapf eine Vielzahl von Vereinsaktivitäten des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises Kemnath und Umgebung – angefangen mit einer Umfrage unter den Mitgliedern.
Vereinsarbeit des HAK Kemnath nimmt wieder Fahrt auf
Diese habe ergeben, dass die zurzeit 418 Geschichts- und Kulturfreunde vornehmlich traditionelle Angebote wie Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum, Heimatbote, Stadtführungen und Stadtwache mit dem HAK verbänden und schätzten. Doch seien auch Verbesserungswünsche geäußert worden, wie etwa eine intensivierte Arbeit für Kinder und Jugendliche, um deren Interesse für die lokale Geschichte zu wecken. Dies nehme der Verein ernst und biete heuer im Rahmen des städtischen Ferienprogramms einen Kurs „Zeichnen und Malen wie Gottlieb Scharff“ mit Rainer Sollfrank an, der an die aktuelle Sonderausstellung des Museums anknüpfe. Auch solle die Zusammenarbeit mit den Schulen ausgebaut und ein Konzept für eine schülergerechte Präsentation des Museums erarbeitet werden.
Öffentlichkeitsarbeit, digitale Präsenz und Ausstellungen
Als erste Schritte einer von vielen Mitgliedern gewünschten verstärkten Öffentlichkeitsarbeit habe der HAK seine Präsenz in den „sozialen Medien“ erhöht, seinen Netzauftritt ansprechender gestaltet und eine Rubrik „Exponat des Monats“ im KEM-Journal initiiert: „Dort wird im monatlichen Wechsel ein Ausstellungsstück aus der Fronveste und dem Musikeum vorgestellt.“ Den ebenfalls geäußerten Wunsch nach „mehr Kunstausstellungen“ werde man bei der Ausstellungsplanung berücksichtigen. In ihrem Jahresrückblick erwähnte Pasieka-Zapf unter anderem die Sonderausstellungen über das Ritterbundswesen und die Handschuhmanufaktur Richter, zwei gebuchte Stadtführungen und den von rund 100 Gästen besuchten Vortrag von Adrian Rossner über regionale Geschichtsmythen.
Eine traurige Nachricht brachte Monika Fink mit: Zum Jahresende wolle sie die Leitung des Wirtshaussingens niederlegen und hoffe, die traditionsreiche Veranstaltung dann in jüngere Hände übergeben zu können. Für die nächsten Monate kündigte Katrin Pasieka-Zapf die Öffnung des Musikeums am 17. Mai, dem Internationalen Museumstag, von 14 bis 16 Uhr, einen Vortrag „Kemnath – damals, heute, Gottlieb Scharff“ im Bürgerhaus am 9. Juli und ein Referat von Adrian Rossner über „Hexenwahn in Franken“ am 17. November im Musikeum an. Vizebürgermeister Hermann Schraml dankte dem Verein für dessen Arbeit zum Nutzen der Stadt. Einstimmig billigten die Versammlungsteilnehmer schließlich eine Anpassung des seit 2002 unveränderten Preises für das vom HAK herausgegebene regionalgeschichtliche Jahrbuch „Kemnather Heimatbote“ von vier auf fünf Euro.


