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Grenzüberschreitender Workshop gestaltet Museum der Zukunft in Bärnau

Bärnau. Mit einem grenzüberschreitenden Workshop am 15. Oktober 2026 startet das Projekt „Knopf verbindet“. Es soll dem Deutschen Knopfmuseum neue Impulse geben und Geschichte mit Kreativität und Regionalleben verknüpfen.

Bärnau. Mit einem grenzüberschreitenden Workshop am 15. Oktober 2026 startet das Projekt „Knopf verbindet“. Es soll dem Deutschen Knopfmuseum neue Impulse geben und Geschichte mit Kreativität und Regionalleben verknüpfen.
Foto: Elisabeth Stadler

Grenzüberschreitender Workshop gestaltet Museum der Zukunft in Bärnau

Wie kann das Museum der Zukunft aussehen? Für wen soll es da sein und was soll es seinen Besucherinnen und Besuchern bieten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden des ersten grenzüberschreitenden Workshops im Rahmen des Projekts „Knopf verbindet / Knoflík spojuje“, der am 15. Oktober 2026 in Bärnau stattfand. Das durch das Programm INTERREG Bayern–Tschechien 2021–2027 geförderte Projekt hat zum Ziel, eine neue langfristige Konzeption für das Deutsche Knopfmuseum Bärnau zu entwickeln und dessen reiche Geschichte mit zeitgenössischer Kultur, Kreativität und dem Leben in der Region zu verbinden.

Grenzüberschreitender Workshop in Bärnau

An einem Tisch kamen Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrats, örtlicher Bildungs- und Jugendeinrichtungen, Museumsfachleute sowie Kulturschaffende und Akteure der Kreativwirtschaft von beiden Seiten der bayerisch-tschechischen Grenze zusammen. Gemeinsam wollten sie das Museum mit neuen Augen betrachten und erste Perspektiven für seine zukünftige Entwicklung erarbeiten.

Design Thinking als Methode für neue Angebote

Im Mittelpunkt des Workshops standen Methoden des Design Thinking, bei denen die Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher den Ausgangspunkt für neue Ideen und Lösungsansätze bilden. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit unterschiedlichen Zielgruppen, ihren Erwartungen an das Museum sowie möglichen neuen Angeboten, Aktivitäten und Erlebnisformaten. Dabei entstand eine Vielzahl von Anregungen und Ideen, die eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit an der neuen Museumskonzeption bilden.

Inspiration aus dem Luftmuseum Amberg

Besondere Inspiration bot der Blick auf das Luftmuseum in Amberg. Dessen Leiter Wilhelm Koch stellte das außergewöhnliche Konzept seines Museums vor und zeigte, wie sich auch aus einem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Thema ein kreativer, interaktiver und für Besucherinnen und Besucher attraktiver Museumsort entwickeln lässt.

Partnerschaft und Beteiligung als Prinzip

Das Projekt wird von der Stadt Bärnau gemeinsam mit dem tschechischen Projektpartner PROTEBE live, z. s., aus Karlsbad umgesetzt. Die Organisation bringt ihre Erfahrungen mit kreativen und partizipativen Prozessen, der Beteiligung der Öffentlichkeit und gemeinschaftlichen Gestaltungsmethoden ein. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie die Einbindung unterschiedlicher Berufsgruppen und lokaler Gemeinschaften gehören zu den zentralen Prinzipien des Projekts.

Foto: Elisabeth Stadler

Zitat der Museumsleitung

„Wir möchten das Museum nicht einfach nur modernisieren. Wir wollen gemeinsam nach seiner zukünftigen Rolle suchen – als Ort, der Geschichte bewahrt und gleichzeitig Raum für Kreativität, Begegnungen und neue Erlebnisse schafft. Der erste Workshop hat gezeigt, wie viele spannende Perspektiven und Ideen entstehen können, wenn Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und von beiden Seiten der Grenze zusammenkommen“, erklärt Markéta Monsportová, Leiterin des Deutschen Knopfmuseums Bärnau.

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Ausblick: Zweiter Workshop im Februar 2027

Der nächste gemeinsame Workshop ist für Februar 2027 geplant. Während beim ersten Treffen vor allem Visionen und neue Entwicklungsmöglichkeiten im Mittelpunkt standen, soll es beim zweiten Workshop bereits um konkrete Inhalte, Programmangebote und Ideen gehen, die künftig im Museum umgesetzt werden könnten.

Nächste Schritte und digitale Angebote

Das Projekt „Knopf verbindet / Knoflík spojuje“ läuft bis Juni 2028. Neben der Entwicklung einer neuen Museumskonzeption sind unter anderem die Beteiligung der Öffentlichkeit, die Erprobung neuer Programmangebote, eine mobile Ausstellung, ein interaktives Stadtspiel sowie der Ausbau der digitalen Museumspräsentation vorgesehen.

Über das Projekt

Das Projekt „Knopf verbindet / Knoflík spojuje“ (BYCZ-SPF00618) wird im Rahmen des Programms INTERREG Bayern–Tschechien 2021–2027 (Kleinprojektefonds) umgesetzt.

Leadpartner: Stadt Bärnau

Projektpartner: PROTEBE live, z. s., Karlsbad (Karlovy Vary)

Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms INTERREG Bayern–Tschechien 2021–2027 kofinanziert.

Foto: Elisabeth Stadler
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