HSB laden zum Geburtstag – Zehn Jahre Musik, Freundschaft und oberpfälzisch / böhmische Musik
HSB laden zum Geburtstag – Zehn Jahre Musik, Freundschaft und oberpfälzisch / böhmische Musik
Der Kühnhauser wird beben – eine zünftige Marke feiert am kommenden Samstag, 24. Januar – ab 20 Uhr!
Es handelt sich hierbei um fünf gestandene Burschen im besten Alter zwischen 20 und 32 Jahren, die den 10. Geburtstag ihrer Musikformation, den Hulzstoussboum, ausgiebig mit vielen Freunden feiern wollen. Die Waldthurner Hulzstoussboum sind mittlerweile eine echte musikalisch – zünftige Marke in der Region. Die Birthday – Feier steigt am kommenden Samstag, 24. Januar, ab 20 Uhr in der Gänsbürger-Metropole Waldthurn, eine der musikalischsten Marktgemeinden in der Oberpfalz. Hier haben die originellen Fünf den kultigen Kühnhauser – Saal und auch die im Erdgeschoss liegende „Verräterklause“ samt Gänge gebucht, sodass der Geburtstag das gesamte Gebäude erschüttern und erbeben lässt.
Musikalische Gratulanten
„Musikalisch legen wir unseren Fokus auf bayerisch/ böhmische Blasmusik, Wirtshaus-Gesänge sowie alte Schlager, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen“, erklärt einer der „Bandmitglieder“ Julian Bauer, im Vorfeld. Aufmarschieren und gratulieren werden als Gäste die „Mittelberg Musikanten“ (Klaus Süß, Christian Müller und Bernhard Planner) aus Georgenberg, „Die Bockadn“ mit Mathias Hofmeister, Fabian Klotz und Thomas Nirschl aus Tröbes und „Dezent Böhmisch“ – 11 Freunde aus Hemau, die mit ihrer unverbrauchten – jung-dynamischen Blech – Brass – power gehörig aufmischen. Und natürlich das Geburtstagskind selbst, die „Die Hulzstoussboum“.
Zehn Jahre HSB – mehr als nur Musik
Organisator und heimlicher Chef der originellen Fünf ist Jonas Kraus, der in Spielberg lebt, da er derzeit seine „Hittn in der Mittn“ seines Opas „Siffert Sepp“ in Waldthurn umbaut. Joni spielt die Steirische, Trompete und bringt sich mit seiner Stimme ein und hat garantiert keine Ahnung vom Fußball. Julian (Jules) Bauer spielt Flügelhorn und Trompete, singt, spielt alles wie alle Bandmitglieder auswendig und nach Gehör und kümmert sich um die Getränke auf der Bühne. Ein weiterer echter Waldthurner ist Andreas Holfelner, genannt Rais. Laut seinen Kollegen habe er trotz Studium keine Ahnung von Nichts, spielt Tenorhorn und Trompete, singt, ist für den guten Eindruck zuständig und kann „trotz keine Ahnung“ alles. Konstantin Stahl aus Albersrieth ist Komponist und Arrangeur. Konsti, wie sie ihn nennen, spielt das Tenorhorn, Posaune und singt im Holzstoussboum – Chor. Der Fünfte im Bunde ist der in Waldthurn residierende Lennesriether Maximilian Steiner, der für die tiefen Töne zuständig ist. „Stoina“ spielt die Tuba, ist laut seinen Kollegen „die Maschine, die den ganzen Abend durchläuft“. Die Musiker blicken auf ein Jahrzehnt zurück, das geprägt ist von unzähligen Auftritten, gewachsenen Freundschaften und jeder Menge Gaudi. Was einst klein und spontan begann, ist heute eine feste musikalische Größe in der nördlichen Oberpfalz und darüber hinaus.
Blick zurück
Die Geschichte der Hulzstoussboum begann 2016. Der Waldthurner Jonas Kraus lernte bei Klaus Süß (heute bei den Mittelberg-Musikanten) das Quetschnspielen. Erste musikalische Gehversuche machte er bei einem Zoiglabend im FSV-Sportheim in Waldthurn. Dort traf er auf die Nachwuchsmusiker Julian Bauer, Andreas Holfelner und Valentin Reil von der Trachtenkapelle Waldthurn, die nach der Probe ihre Instrumente dabeihatten. Gemeinsam musizierte man – zunächst mit wenigen Klassikern wie das „Trompeten-Echo“, „Auf der Autobahn“ und das „Prosit der Gemütlich – alles in Dauerschleife“.
Die spontane Runde im FSV – Fußballer-Sportheim kam so gut an, dass Jonas Kraus für den Hausfasching der Feuerwehr in Spielberg engagiert wurde – mit seinen Bläserfreunden. Am 22. Januar 2016 folgte der erste offizielle Auftritt beim Wirtsheiner in Spielberg. Für diesen Abend entstand kurzfristig der Name Hulzstoussboum, dessen Ursprung bis heute ungeklärt ist – der aber blieb. Was als einmaliger Auftritt geplant war, entwickelte sich rasch weiter- fortan waren die „Hulzstoussboum“ regelmäßig auf Vereinsfesten, Patenbitten, Sitzweile und vielen weiteren Veranstaltungen unterwegs.
Da ein Tenorhorn ideal in die Gruppe passte, sattelte der Trompeter Andreas Holfelner kurzerhand auf Tenorhorn um und war nun auch fest dabei.
Freunde aus Flossenbürg
Eine besondere Rolle in der Geschichte der HSB spielt die Freundschaft mit Flossenbürg. Aus einem Maibaumklau entstand eine bis heute lebendige Verbindung, die sich in gemeinsamen Festen, Kirwa-Auftritten und gegenseitiger Unterstützung widerspiegelt. Zudem wurden sie zur Hausband des Eric-Frenzel-Fanclubs. In dieser Rolle begleiteten sie den Weltmeister und Olympiasieger in der Nordischen Kombination Eric Frenzel stimmungsvoll zu Wettkämpfen nach Seefeld und Klingenthal und entlockten ihm nach eigenen Bekunden die letzten Kraftreserven für seine Wettkämpfe.
Veränderungen und musikalische Weiterentwicklung
Im Oktober 2021 kam Bewegung in die Besetzung: Valentin Reil verabschiedete sich aus der Gruppe, nahezu zeitgleich stieß Konstantin Stahl dazu. Mit seiner Tenorhorn-Bass-Begleitung brachte er „seinen individuellen exakten Ton“ in die Formation. 2022 folgte mit Maximilian Steiner an der Tuba der nächste wichtige Schritt. Schnell war klar: Dieses Instrument und dieser Musiker hatten noch gefehlt. Mit seinem durchgehenden Spiel bildet er seither das stabile Fundament der Gruppe.
In zehn Jahren absolvierten die Hulzstoussboum laut Jonas Kraus 463 Auftritte – von Fasching über Starkbierfeste, Landkultur-Veranstaltungen, Hochzeiten, Brautentführungen, Bierzeltfeste bis hin zu Geburtstagen. Zu den besonderen Höhepunkten zählen Auftritte im Münchner Hofbräuhaus, beim Oktoberfest in London, bei der Brass-Wiesn bei München sowie Fernsehauftritte in der BR-Abendschau und bei den BR-Brettl-Spitzen.
Rettet das Wirtshaus – Blick in die Zukunft
Nach der Corona – Pandemie zogen sie von Wirtshaus zu Wirtshaus, damit wieder neue Stimmung einkehrt und so die Wirtshäuser gerettet werden.
Wohin die musikalische Reise der „Hulzstoussboum“ geht, kann auch Julian Bauer nicht beantworten. „Wir hatten und haben keinen konkreten Plan und lassen alles auf uns zukommen – was kommt, das kommt“ – vorerst die große Geburtstagsfeier beim Kühnhauser!










