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Im Eslarner Wildpark kehrt Nachwuchs ein

Eslarn. Im Wildpark an der Staatsstraße lockt neuer Nachwuchs: neun Frischlinge wirbeln durch die Gehege. Rotwild und ein großer Waldspielplatz machen den frei zugänglichen Park auf rund drei Hektar zum Familienziel.

Eslarn. Im Wildpark an der Staatsstraße lockt neuer Nachwuchs: neun Frischlinge wirbeln durch die Gehege. Rotwild und ein großer Waldspielplatz machen den frei zugänglichen Park auf rund drei Hektar zum Familienziel.
Foto: Karl Ziegler

Im Eslarner Wildpark kehrt Nachwuchs ein

Der Naturpark „Nördlicher Oberpfälzer Wald“ zählt zu den reizvollsten Erholungsgebieten in der nördlichen Oberpfalz und wirkt seit Jahren wie ein Magnet auf Besucher aus nah und fern. Eingebettet in eine abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft bietet er eine beeindruckende Vielfalt an Naturerlebnissen. Besonders hervorzuheben ist der idyllisch gelegene und stets frei zugängliche Wildpark in Eslarn, der sich direkt an der Staatsstraße zwischen Eslarn und Schönsee befindet und auf einer Fläche von rund drei Hektar spannende Einblicke in die heimische Tierwelt ermöglicht. Der „Eslarner Wildpark“ wurde bereits vor 1971 gemeinschaftlich vom Markt Eslarn und den Bayerischen Staatsforsten Flossenbürg eingerichtet. Seitdem steht er Besuchern ganzjährig offen und erfreut sich großer Beliebtheit – vor allem bei Familien.

Wildschwein-Nachwuchs im Eslarner Wildpark

Zwei großzügig angelegte Wildgehege bieten ausreichend Raum für heimische Tierarten, die in einer naturnahen Umgebung beobachtet werden können. Ein ganz besonderes Highlight stellt derzeit der Nachwuchs bei den Wildschweinen dar. Gleich neun Frischlinge sorgen für lebhaftes Treiben im Gehege. Mit ihren charakteristischen braun-weiß gestreiften Fellmustern erkunden die Jungtiere neugierig ihre Umgebung und sind selten zusammen zu sehen. Sie flitzen verspielt durch das Gelände, verstecken sich unter Wurzeln oder in dichten Büschen und halten ihre Muttertiere, die sogenannten Bachen, ständig auf Trab. Gemeinsam mit einem Keiler bilden sie eine typische Wildschwein-Familie, die in der Jägersprache als „Rotte“ bezeichnet wird.

Das Verhalten dieser Tiere lässt sich im Wildpark besonders gut beobachten. Während sich die Frischlinge ausgelassen bewegen, zeigen die erwachsenen Tiere ein aufmerksames und schützendes Verhalten. Besonders der Keiler wirkt oft wachsam und hebt sich durch seine markanten Borsten – auffällig wie ein „Irokese“ – deutlich von der Gruppe ab. In den feuchten Bereichen des Geheges suhlt sich die Rotte – ein natürliches Verhalten, das der Körperpflege und Abkühlung dient. Nicht nur Kinder verfolgen dieses Schauspiel mit großer Begeisterung. Auch viele Erwachsene nutzen die Gelegenheit, ihr Wissen über die Tierwelt zu erweitern und an die nächste Generation weiterzugeben. So wird vor Ort oft anschaulich erklärt, dass Wildschweine nicht wie im landwirtschaftlichen Bereich als Eber, Sau und Ferkel bezeichnet werden, sondern in der Fachsprache Keiler, Bache und Frischling heißen.

Rotwild als weiterer Höhepunkt im Tiergehege

Foto: Karl Ziegler

Neben den Wildschweinen beherbergt der Park auch Rotwild, einen stattlichen Hirschen mit mehreren Hirschkühen. Der sogenannte Platzhirsch hat sein imposantes Geweih inzwischen abgeworfen und hält sich derzeit „geschafft“ etwas abseits der Gruppe auf. Das Rotwild beeindruckt durch seine Größe und ruhige Ausstrahlung und stellt für viele Besucher einen weiteren Höhepunkt dar. Bedauerlicherweise mussten die ehemals vorhandenen Mufflons krankheitsbedingt aus dem Bestand genommen werden, was jedoch die Attraktivität des Parks insgesamt kaum schmälert.

Auch rund um das Tiergehege hat der Wildpark einiges zu bieten. Ein abwechslungsreicher Rundweg führt die Besucher vorbei an verschiedenen naturpädagogischen Stationen wie einem Insektenhotel, einem Baumtelefon, einem Barfußpfad sowie einem Lehr- und Erlebnispfad. Zahlreiche Informationstafeln vermitteln anschaulich Wissen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt und machen den Spaziergang zu einem lehrreichen Erlebnis. Für Kinder steht direkt neben den Gehegen kostenlos ein großzügig angelegter Waldspielplatz zur Verfügung. Mit Klettergeräten, Balanciermöglichkeiten, Rutschen und Schaukeln lädt er zum Austoben und Spielen ein. Währenddessen können sich die Eltern auf bereitgestellten Bänken oder in einem Pavillon entspannen und die ruhige Atmosphäre genießen. Auch die Infrastruktur vor Ort ist gut durchdacht: Ein großzügiger und dazu kostenloser Parkplatz sowie ein Toilettenhäuschen sorgen für einen angenehmen Aufenthalt.

Aussichtspunkt Stückberg: Weitblick über den Naturpark

Wer darüber hinaus noch mehr Natur erleben möchte, kann eine Wanderung auf den nahegelegenen, rund 800 Meter hohen Stückberg unternehmen. Von dort aus bietet ein Aussichtsturm einen herrlichen Rundumblick über die waldreiche Landschaft des Naturparks „Nördlicher Oberpfälzer Wald“ und auf den Markt Eslarn. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wildpark Eslarn ein äußerst lohnendes Ausflugsziel für Naturfreunde, Familien und Erholungssuchende ist.

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