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Interaktive Ausstellung in Amberg zeigt Frauen im geteilten Deutschland

Amberg. Vom 27. Februar bis 15. März 2026 wird die Innenstadt zum Ausstellungsraum: Clara Marz zeigt „Frauen im geteilten Deutschland“ in vielen Schaufenstern, QR-Codes führen zu Videos und Hintergründen.

Amberg. Vom 27. Februar bis 15. März 2026 wird die Innenstadt zum Ausstellungsraum: Clara Marz zeigt „Frauen im geteilten Deutschland“ in vielen Schaufenstern, QR-Codes führen zu Videos und Hintergründen.
Amberg. Vom 27. Februar bis 15. März 2026 wird die Innenstadt zum Ausstellungsraum: Clara Marz zeigt „Frauen im geteilten Deutschland“ in vielen Schaufenstern, QR-Codes führen zu Videos und Hintergründen.

Interaktive Ausstellung in Amberg zeigt Frauen im geteilten Deutschland

Anlässlich des diesjährigen Weltfrauentags am 8. März 2026 wird nicht nur auf der Bühne des Ringtheaters mit einem Auftritt der Formation „Die Avantgardinen“ am 13. März 2026 ein starkes Zeichen gesetzt. Auch die Amberger Innenstadt wird vom 27. Februar bis 15. März 2026 zum Ausstellungsraum. In zahlreichen teilnehmenden Schaufenstern lädt die interaktive Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ von Clara Marz dazu ein, sich mit der Lebenswirklichkeit von Frauen in Ost- und Westdeutschland auseinanderzusetzen.

Interaktive Ausstellung zum Weltfrauentag in Amberg

Diese spannende Ausstellung wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipiert und beleuchtet eindrucksvoll die Zeit zwischen 1949 und 1990. Sie zeigt, wie Frauen in beiden deutschen Staaten ihren Alltag gestalteten, Familie und Beruf vereinbarten, gesellschaftliche Erwartungen erfüllten oder hinterfragten und welche politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihre individuellen Lebenswege prägten.

Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich – und zugleich vergleichbar – die Erfahrungen in Ost- und Westdeutschland waren. Oft im Verborgenen, aber stets wirksam, leisteten Frauen einen entscheidenden Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung beider Staaten.

Digitale Vertiefung über QR-Codes

Ein besonderer Mehrwert der Ausstellung liegt in ihrer interaktiven Konzeption: Über QR-Codes auf den Plakaten gelangen Besucherinnen und Besucher zu vertiefenden Online-Inhalten. Dazu zählen unter anderem Videointerviews mit Dr. Anna Kaminsky, Autorin des Buches „Frauen in der DDR“ und Direktorin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, sowie weiteres audiovisuelles Begleitmaterial. So wird der Stadtraum selbst zum Lern- und Begegnungsort, der historische Perspektiven mit digitalen Formaten verbindet.

Zu sehen ist die Ausstellung in den Schaufenstern folgender Einrichtungen und Geschäfte: Only, OTH, Buchhandlung Rupprecht, S. Oliver, Salon Fähig, Schuh Wild, Stadtlabor, Stadtmuseum, Energiekompetenzzentrum der Stadtwerke Amberg, Kurfürstenbad, Buchhandlung Thalia, Hans im Glück, Apotheke auf der Wart, Café Cherubini, Die Truhe, Domino Bekleidungsgeschäft, Engelhardt & Walter sowie im Büro der Gleichstellungsstelle.

Roll-Ups und Angebote für Schulen, Einrichtungen und Vereine

Perspektivisch ist geplant, die interaktive Wanderausstellung auch in gedruckter Form auf Roll-Ups bereitzustellen. Diese sollen künftig interessierten Schulen, Einrichtungen und Vereinen aus Stadt und Landkreis kostenfrei über die Gleichstellungsstelle zur Verfügung gestellt werden. Eine erste Präsentation der Roll-Ups ist im Stadtmuseum Amberg vorgesehen.

OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

Der Weltfrauentag ist weit mehr als ein symbolischer Feiertag. Er ist Anlass zur Würdigung der Errungenschaften vergangener Generationen ebenso wie zur kritischen Bestandsaufnahme der Gegenwart. Welche Fortschritte wurden in den letzten Jahrzehnten erzielt? Wo bestehen weiterhin strukturelle Ungleichheiten? Gerade in Zeiten, in denen antifeministische Tendenzen teils wieder an Sichtbarkeit gewinnen, ist es wichtiger denn je, sich klar und solidarisch für Gleichstellung und Chancengerechtigkeit einzusetzen.

Gleichstellung im Alltag nachhaltig verankern

Der Blick in die Geschichte macht deutlich, mit welchem Mut, welcher Beharrlichkeit und welcher Solidarität Frauen für ihre Rechte gekämpft haben. Dieses Erbe verpflichtet: Errungenschaften zu bewahren, neue Impulse zu setzen und weiter daran zu arbeiten, dass Gleichberechtigung nicht nur gesetzlich verankert ist, sondern im Alltag selbstverständlich gelebt wird.

Für weitere Informationen zur Ausstellung sowie zum Konzert im Ringtheater steht das Team der Gleichstellungsstelle der Stadt Amberg unter Tel.: 09621/102128 oder per E-Mail an gleichstellung@amberg.de gerne zur Verfügung.