Jam-Session beim Taubnschuster begeistert Eschenbach
Jam-Session beim Taubnschuster begeistert Eschenbach

Die Musikerinnen und Musiker reisten aus der Region Auerbach, Amberg, Bärnau, Mantel, Tirschenreuth, Marktredwitz, Pfreimd, Sulzbach-Rosenberg, Weiden und Weidenberg an, einige sogar aus Nürnberg und München. Organisiert wurde die musikalische Session wieder von Martin Dilling and Friends.
Für besondere Vielfalt sorgten an diesem Nachmittag gleich vier Sängerinnen. Monika Eichhammer, Bianca Tischner, Christine Ott und Natalia Świerc standen im Laufe des Nachmittags am Mikrofon. Auch rhythmisch war die Bühne bestens besetzt: Allein sechs Schlagzeuger fanden den Weg nach Eschenbach und sorgten mit unterschiedlichen Spielweisen für abwechslungsreiche Grooves.
Rockformation bringt Energie in den Hof
Dass die Jam-Session längst nicht nur eine Veranstaltung für Jazzfreunde ist, zeigte unter anderem die Rockformation um Sänger und Gitarrist Joe Brandl. Mit Songs von Tom Petty wie „You Wreck Me“, „Mary Jane’s Last Dance“, „Swingin’“ und „I Won’t Back Down“ brachte sie ordentlich Rock in den Taubnschusterhof.
Bianca Tischner aus Weidenberg präsentierte mit ihrer Formation Klassiker wie „Hound Dog“ und „Nutbush City Limits“. Die Jazzmusiker griffen unterdessen tief ins Repertoire bekannter Standards. Zu hören waren unter anderem „Take The A Train“, „Recordame“, „There Is No Greater Love“, „Tune 88“, „Mercy, Mercy, Mercy“, „Dindi“, „Smooth Operator“, „Watermelon Man“, „Sweet Emma“ und „Cantaloupe Island“.
Starke Stimmen mit Premierenmomenten
Eine Premiere auf der Taubnschusterbühne feierte Natalia Świerc. Die Gesangslehrerin an den Musikschulen im Städtedreieck und in Weiden interpretierte mit der kompletten Jazz-Combo im Rücken „Fly Me To The Moon“. Christine Ott wiederum begleitete sich bei Stücken wie „Natural Woman“ und „At Last“ selbst auf der akustischen Gitarre.
Zu den musikalischen Höhepunkten des Nachmittags gehörten eine ins 21. Jahrhundert transportierte Version des Gershwin-Klassikers „Summertime“ sowie „Pick Up The Pieces“ von der Average White Band. Gerade Letzteres zeigte, was den besonderen Reiz einer Jam-Session ausmacht. Gemeinsam geprobt oder gespielt hatten die Musiker das Stück zuvor noch nie. Jeder hatte sich die Nummer lediglich für sich zu Hause angesehen.
Improvisation und Teamgeist prägen das Zusammenspiel
Dass ein Stück unter solchen Voraussetzungen trotzdem vom ersten Moment an groovt, sei das Ergebnis jahrelanger musikalischer Erfahrung, erklärte Martin Dilling. Entscheidend sei, dass sich die Musiker als Teamplayer verstünden und aufeinander hörten. So könne auf der Bühne ein Zahnrad ins andere greifen.
Zum Abschluss durfte schließlich ein Stück nicht fehlen, das sich beim Taubnschuster inzwischen beinahe zum Pflichtprogramm entwickelt hat. Auf ausdrücklichen Wunsch einer Stammzuhörerin endete die Session mit dem fast schon obligatorischen „The Chicken“.
Volles Haus und beste Stimmung bis zum Schluss
Für den Heimatverein Taubnschuster war der Nachmittag auch abseits der Bühne ein voller Erfolg. Der Hof war bis auf den letzten Platz gefüllt, das Wetter spielte mit und bei Musik, Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken herrschte bis zum Schluss beste Stimmung.
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