Jugendbeauftragte planen 2027 Barfußpfad und Sonnensegel in Pleystein

Jugendbeauftragte planen 2027 Barfußpfad und Sonnensegel in Pleystein
Die Jugendbeauftragten der Stadt engagieren sich mit Leidenschaft für die Anliegen junger Menschen. Dazu wollen sie auch ein Netzwerk aufbauen.
Jugendbeauftragte in Bayern: Aufgaben und Netzwerke
Die Jugendbeauftragten in Bayern sind zentrale Ansprech- und Vermittlungspersonen in der jeweiligen Gemeinde. Sie bauen Netzwerke, nehmen Anliegen junger Menschen auf und nutzen ihr Mandat für Lobbyarbeit. Gemeinsam mit jungen Leuten entwickeln sie Visionen, Projekte und zukunftsfähige Infrastruktur – als politische Ermöglicher und Schnittstelle – in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen haupt- und ehrenamtlichen Strukturen vor Ort.
Die Zusammenarbeit zwischen Jugendbeauftragten und den Jugendämtern ist dabei entscheidend für eine erfolgreiche Planung und Umsetzung der Kinder- und Jugendarbeit in den Städten, Märkten und Gemeinden. Jugendbeauftragte im Stadt-, Markt- und Gemeinderat stärken vor Ort die Beteiligung, Verantwortung und Bleibeperspektiven junger Menschen.
Engagiertes Duo in Pleystein
Die Stadt Pleystein kann sich glücklich schätzen, mit Julia Beugler und Stefanie Weig engagierte Jugendbeauftragte zu haben. Das weiß bereits Werner Rieß zu würdigen. „Julia und Stefanie haben immer wieder Ideen und machen wirklich viel mit Kindern und Jugendlichen“, lobt der Bürgermeister die beiden und hebt die vorzügliche Zusammenarbeit mit der Kommune hervor.
Beugler und Weig sind zwar beruflich sehr eingespannt und haben deshalb jede Menge um die Ohren, dennoch steht das Ehrenamt bei ihnen ganz oben auf der Agenda. Als Stadtratsmitglieder bestimmen Julia, die ihr Architekturstudium mit dem Mastertitel abgeschlossen hat, für die Junge Union (JU) und Steffi für die Freie Wählergemeinschaft (FWG) – sie hat in Weihenstephan ökologische Landwirtschaft studiert – das kommunale Geschehen in der Stadt mit. Und bereits da stimmen sie überein: „Wir arbeiten eng und damit sehr gut zusammen und ergänzen uns gegenseitig.“
Erfolgreiches Ferienprogramm in Pleystein
Das haben die jungen Frauen beim diesjährigen Ferienprogramm nachhaltig unter Beweis gestellt. Sie hatten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. „Die Aktionen sind sehr gut angekommen“, stellen sie übereinstimmend fest.
„Wir können auch auf tatkräftige Mitarbeit zählen“, blicken die Jugendbeauftragten auf den Ferienstart Anfang August zurück. „Da hatten wir zu einer Aktion aufgerufen, gemeinsam die Minigolfanlage wieder auf Vordermann zu bringen und für die Sommerferien einsatzbereit zu machen“, erzählt Julia, und Steffi freut sich: „Freiwillige Helfer haben fleißig mit angepackt und sind mit Pizza belohnt worden.“ Auf große Resonanz gestoßen waren ihren Worten zufolge unter anderem die Aktion „Ein Tag auf dem Bauernhof“ sowie die Märchenwanderung und die „Spiele-Olympiade“.
Austausch mit Eltern als Ausgangspunkt
Angefangen hatte das Engagement der beiden mit einem „offenen Elterngespräch“. „Wir haben ja keine Kinder, und so wollten wir erst einmal die Bedürfnisse ermitteln“, blickt Julia zurück. Und Steffi weiß noch: „Da haben wir viel erfahren, darunter auch Kleinigkeiten, die oft unbemerkt bleiben, aber wichtig sind“.
Deshalb sind sie auch für Ideen und Anregungen dankbar. Dazu gehören für die 29-Jährigen auch Treffen der kommunalen Jugendbeauftragten im Landkreis Neustadt/WN mit Austausch, Impulsvortrag und gemeinsamem Brainstorming über Jugendarbeit und Weiterentwicklung mit Projekten sowie das Aufzeigen von Problemen.
Pläne für 2027: Barfußpfad und Sonnensegel
Auch für 2027 haben Julia und Steffi schon jede Menge im Kopf. So haben sie etwa vor, am Spielplatz beim Freizeitzentrum einen Barfußpfad anzulegen. Außerdem soll zur Beschattung ein Sonnensegel errichtet werden. Für Aktionen können sie sich unter anderem auch das Gelände beim Bikepark vorstellen.
Jugendliche erreichen und Eltern einbinden
Julia und Steffi wissen, „dass Jugendliche nicht immer leicht zu erreichen sind, Kinder wieder eher“. „Wir haben deshalb vor, in Kindergarten und Schule zu gehen, um unsere Vorstellungen zu präsentieren“, kündigt Julia an. „Dabei setzen wir auch auf die Zusammenarbeit mit den Elternbeiräten der jeweiligen Einrichtungen“, ergänzt Steffi. „Auf jeden Fall möchten wir Präsenz zeigen und nicht nur auf dem Papier da sein.“
Treffpunkt für junge Leute
Vorstellen können sich die beiden auch einen Treffpunkt für junge Leute, darunter einen kleinen Grillplatz. „Da könnten die Mädchen und Jungen zum Beispiel ihre Grillsachen und Getränke selbst mitbringen und miteinander ins Gespräch kommen“, beschreiben sie ihre Planung.
Kurze Wege und Finanzierung
Ein „kurzer Dienstweg“ soll bei der Umsetzung auf jeden Fall mithelfen. „Wir können ja alles recht unkompliziert im Stadtrat besprechen“, weisen sie auf ihr kommunalpolitisches Mandat hin. Dass auch die Finanzierung sichergestellt sein muss, wissen sie natürlich. Daher sind sie auch auf der Suche nach Sponsoren, die sie gerne mit einbinden möchten.
„Wir sind für jede Idee dankbar“, regen sie zur Mitarbeit an. „Wir bündeln dann alles und möchten die ins Auge gefassten Projekte unkompliziert peu à peu verwirklichen.“
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