Kammersieg für Bäckerei-Fachverkäuferin Romina Süß in Georgenberg

Kammersieg für Bäckerei-Fachverkäuferin Romina Süß in Georgenberg
Von nichts kommt nichts. Das bewahrheitet sich immer wieder, auch bei Romina Süß. Die Georgenbergerin hat ihre Berufsausbildung als Bäckerei-Fachverkäuferin nicht nur erfolgreich abgeschlossen, sondern ist in ihrem Ausbildungsberuf aufgrund des herausragenden Ergebnisses mit dem Notendurchschnitt von 1,4 sogar als Kammersiegerin hervorgegangen.
Auszeichnung als Kammersiegerin im Bäckerhandwerk
Als Lohn dafür ist sie vor Kurzem durch die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz im Aurelium in Lappersdorf in feierlichem Rahmen ausgezeichnet worden. Eine Ehrung hat bei dieser Veranstaltung auch die Mühlenbäckerei Nahrhaft aus dem Waidhauser Ortsteil Hörlmühle als Ausbildungsbetrieb erhalten.
Die „Deutsche Meisterschaft im Handwerk“ wird jährlich in rund 150 Wettbewerbsberufen ausgetragen. Junge Handwerkerinnen und Handwerker treten dabei im gesamten Bundesgebiet an, um die Besten in ihrem Beruf zu werden. Die Ermittlung der Siegerinnen und Sieger erfolgt in drei Stufen: beginnend auf Kammer-, dann auf Landes- und final auf Bundesebene.
Werdegang und Motivation
Den Grundstein für ihren großartigen Erfolg hat Romina bereits in der Schule gelegt. Nach dem qualifizierenden Hauptschulabschluss hat sie bei der Mühlenbäckerei Nahrhaft ihre Ausbildung begonnen.
Darauf weist gleich Stefan Nahrhaft hin: „Rominas Mama Claudia Süß arbeitet bei uns ja schon seit Jahren“, erzählt der Inhaber. „Und Romina ist während der Ferienzeiten manchmal mitgefahren und hat schon einmal in die Lebensmittelbranche hineingeschnuppert.“ Damals war sie noch in der siebten und achten Klasse.
Rominas Wunsch nach dem Schulabschluss war zwar zunächst eine Ausbildung als Kinderpflegerin. „Mir hat schon immer der Umgang mit Menschen gefallen“, beschreibt sie ihre Lebenseinstellung. Nach und nach sei aber der Wunsch gereift, im Einzelhandel tätig zu werden. Und weil sie durch ihre Mutter ja bereits etwas Erfahrung gesammelt hatte, bewarb sie sich bei der Familie Nahrhaft.
Ausbildung mit starker Unterstützung
„Das bereue ich bis heute zu keiner Sekunde“, sagt die 18-Jährige mit ihrem strahlenden Lächeln. Wie gut, dass ihr mit Lisa Grötsch eine Ausbilderin nach Maß zur Seite gestanden hat. „Lisa hat mich in jeder Phase meiner Ausbildung mit Rat und Tat unterstützt“, weiß Romina ihre Kollegin zu schätzen.
Und der Chef gibt das Lob gerne zurück. „Romina ist überaus freundlich und hilfsbereit.“ Und so hat sich auch eine tiefe Freundschaft entwickelt. „Wir unternehmen auch privat ganz schön viel zusammen“, stimmen beide überein.
Breites Aufgabenspektrum im Verkauf
Wenn der Laie auf den Beruf „Bäckerei-Fachverkäuferin“ angesprochen wird, kann er sich wohl kaum vorstellen, was alles dahintersteckt. „Der Verkauf allein ist natürlich nicht alles“, betont Romina. Als Bestandteile der umfangreichen Ausbildung nennt sie neben dem Fachwissen auch die Kalkulation. „Und es gilt, beim Verkaufsgespräch mit den Kunden die richtigen Worte zu finden.“ Als sehr wichtig bezeichnet sie dabei auch Hinweise auf mögliche Allergien oder Unverträglichkeiten.
Tipps für das Verkaufsgespräch
Da kommt Stefan Nahrhaft wieder ins Gespräch, als er auf ein „No-Go“ hinweist: „Ist das alles?“ Diese Frage an Kunden ist nach den Aussagen des Chefs zwar absolut nicht negativ gemeint, „darf aber auf keinen Fall gestellt werden. Sie würde bei einer Prüfung gar nicht gut ankommen. Das habe ich bei Lehrgängen selbst gelernt.“
Als bessere Alternative bietet sich laut Lisa Grötsch an: „Haben Sie noch einen Wunsch?“ Sollte die Bäckerei neue Waren im Angebot haben, „darf gerne der Hinweis auf diese erfolgen. Und am Ende sollte der Wunsch für einen schönen Tag oder Abend auf keinen Fall fehlen.“
Abläufe im Arbeitsalltag
„Wenn der Chef in der Früh Brote, Semmeln, Kuchen und Anderes bringt, gilt es, alles einzuräumen und geschmackvoll zu präsentieren“, lässt Romina wissen. Dazu zählt sie auch das Dekorieren der Fenster. „Schließlich sollen die Kunden auch von außen her optisch angesprochen werden.“ Rücksprachen mit der Geschäftsleitung in Bezug auf Nachlieferungen gehören für sie ebenfalls dazu. „Das geht Hand in Hand und damit problemlos“, stimmen Romina und der Chef überein.
Wer im Geschäft zu einem Stück Kuchen einmal eine Tasse Kaffee trinken möchte, ist ebenfalls bestens aufgehoben. „Auch das mache ich natürlich sehr gerne“, erzählt Romina. Und am Ende des Tages gilt es noch, den Kassenabschluss zu machen.
Karrierechancen im Bäckerhandwerk
Wer denkt, dass nach dem Abschluss als Bäckerei-Fachverkäuferin eventuell Schluss sein könnte, irrt ebenfalls. „Es gibt die Möglichkeit, als Filialleiterin“, weist Romina hin. Außerdem besteht die Möglichkeit, wie ihre Ausbilderin den AdA-Schein (Ausbildung der Ausbilder) zu machen und sich zur Fachwirtin für Marketing und Verkauf sowie zur Lebensmittel-Controllerin weiterzubilden.
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