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ARV Oberpfalz
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Knapp 400 Motorräder, Mopeds und Roller am Fahrenberg

Fahrenberg. So wie jedes Jahr im August war ein Brummen rund um und auf dem Heiligen Berg der Oberpfalz, dem Fahrenberg, zu vernehmen. Ein freudiges Ereignis stand an, Motorradgottesdienst der MF Moonrider am Fahrenberger Freialtar.
Alljährlich erinnern die Motorradfreunde in dieser Messe an die an einer heimtückischen Krankheit verstorbenen „Spezln“ Marco Bergmann aus Waldthurn, Rainer Stahl aus Albersrieth, den Waldthurner Christian Müller, den alle nur „Brecher“ nannten und an den kürzlich verstorbenen „Zecky“ – Herbert Glatter aus Waldthurn. Den 125-Beluga-Roller des im Mai 2026 verstorbenen Zecky hatte dessen Sohn Bernd zur Bikermesse auf den Heiligen Berg gefahren. Foto: Franz Völkl

Knapp 400 Motorräder, Mopeds und Roller am Fahrenberg

Pfarrer Albert Hölzl bei der Segnung der Biker und Zweiräder. Foto: Franz Völkl
Im Vordergrund der 125-Beluga-Roller des verstorbenen Moonriders „Zecky“ – Herbert Glatter aus Waldthurn. Foto: Franz Völkl
Claudia Glatter spricht die Lesung. Foto: Franz Völkl
Moonrider – Boss „Luky“ . Foto: Franz Völkl
Motorradgottesdienst am Freialtar Fahrenberg 2026 MF Moonrider. Foto: Franz Völkl

Knapp 400 Motorradfahrer, Roller- oder gar Quadfahrer kamen aus Waldmünchen, Schwandorf, Regensburg, Cham oder einfach aus der näheren Region.
Motorradclub-Chef Marcus „Luky“ Lukas begrüßte die Biker und war von der großen Anzahl richtig beeindruckt. Er erinnerte an seine vier verstorbenen Kumpels, wobei diese auch in diesem Jahr für das Wetter beim Motorradgottesdienst zuständig gewesen seien – und sie es an diesem Sonntag wieder besonders gut gemacht hätten. Eine besondere Rolle kommt dabei in jedem Jahr dem Tiefenbacher Pfarrer Albert Hölzl zu, der zusammen mit dem Waldthurner Pfarrer Norbert Götz die große Bikermesse zelebrierte. „Herr Pfarrer: Feuer frei“, meinte Moonrider-Boss „Luky“ zu Beginn der Bikermesse.

Beeindruckende Bikermesse – kein Hokus-Pokus gegen Unfälle

„Der dreieinige Gott umgibt uns wie eine Schutzausrüstung“, meinte Pfarrer Hölzl. Hier am Freialtar passt der Lederkombi zum Weihwasser sowie Motorenlärm zum stillen Gebet ideal zusammen. „Wollen wir miteinander unterwegs sein. Das Leben ist keine gerade Straße, es gibt viele unübersichtliche Kurven im Leben.“ Motorradfahren sei eine Reise mit allen Sinnen. Man spürt den Wind, die Sonne und den Regen. Zwischen der Straße und dem Biker ist nur die Schutzkleidung. So mancher Biker fährt allerdings schneller als sein Schutzengel, rief Hölzl zur Vernunft auf. Gott sei unser Navigationssystem fürs Leben. Die Solidarität der Biker untereinander sei gelebtes Evangelium. Die Segnung der Maschinen und Fahrer sei kein magischer Hokus-Pokus gegen Unfälle. Der Segen ist das Versprechen Gottes: „Ich bin bei dir“ – auf der Geraden des Glücks und in den engen, unübersichtlichen Kurven deines Lebens.
Mäx Braun aus Kohlberg am E-Piano, die Sängerin Alexandra Adam aus Weiherhammer und die Sängerin und Gitarristin Carola Riehl umrahmten die Bikermesse musikalisch, wobei sie die Biker und die restlichen Kirchenbesucher beeindruckten. Sie erhielten von den zahlreichen Besuchern und Bikern am Schluss viel Beifall für ihre erfrischende, musikalische Begleitung der Messe.
Claudia Glatter, Marie Müller und Jakob Voit sprachen die Lesung bzw. Fürbitten.
Viel erfrischendes Weihwasser versprühte der Tiefenbacher Seelsorger nach dem Gottesdienst beim Segnen der Motorräder.

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