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910 Tonnen Schokolade pro Jahr allein in Neustadt

Neustadt/WN. 38 Sattelschlepper voll mit Schokolade. Das sind 9,5 Kilo pro Kopf. Außerdem kamen die Landkreisbewohner auf stattliche 2.330 Tonnen Käse (24,5 Kilo pro Kopf) und 99.000 Hektoliter Bier (104 […]

Neustadt/WN. 38 Sattelschlepper voll mit Schokolade. Das sind 9,5 Kilo pro Kopf. Außerdem kamen die Landkreisbewohner auf stattliche 2.330 Tonnen Käse (24,5 Kilo pro Kopf) und 99.000 Hektoliter Bier (104 […]
Die Nase voll von Schokolade – mal anders: Die meisten suchen den Schoko-Kick. Schokolade schmeckt. Und an Tafeln, Pralinen, Schokoriegeln & Co. hängen auch viele Arbeitsplätze. Darauf hat die Gewerkschaft NahrungGenuss-Gaststätten hingewiesen. Bild: Julia Ernesti/NGG

910 Tonnen Schokolade pro Jahr allein in Neustadt

Neustadt/WN. 38 Sattelschlepper voll mit Schokolade. Das sind 9,5 Kilo pro Kopf. Außerdem kamen die Landkreisbewohner auf stattliche 2.330 Tonnen Käse (24,5 Kilo pro Kopf) und 99.000 Hektoliter Bier (104 Liter pro Kopf). Doch an den Lebensmittel hängen auch viele Jobs der Region. 

Schoko-Artist
Die Nase voll von Schokolade – mal anders: Die meisten suchen den Schoko-Kick. An Tafeln, Pralinen, Schokoriegeln & Co. hängen allerdings auch viele Arbeitsplätze. Bild: Julia Ernesti/NGG

Schokolade, Bier und Käse sind allerdings nur drei Beispiele, die zeigen welche Bedeutung die Lebensmittelindustrie und -handwerk haben. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten betonen deshalb, dass rund 900 Arbeitsplätze im Kreis Neustadt an dieser Branche hängen. Rainer Reißfelder von der NGG Oberpfalz erklärt weiter:

Die Branche ist aber nicht nur regional ein Schwergewicht. Ein Großteil der produzierten Lebensmittel geht dabei ins Ausland und schafft es auf die internationalen Teller.

Die neuen Food-Trends wie gluten- oder laktosefreies Essen bringen auch neue Herausforderungen. Die heimische Ernährungswirtschaft ist allerdings sehr gut aufgestellt und belegt bei Produktions- und Hygienestandards weltweit einen Spitzenplatz.

Laut NGG ist es allerdings wichtig, dass das Essen und Trinken fair produziert wird. Dazu hat die Gewerkschaft eine lebensmittelpolitische Initiative gestartet.

Gute Ernährung und gute Arbeit gehören zusammen! Hygiene unter Zeitdruck – das kann zum Beispiel nicht gut gehen,

so Reißfelder.

Negative Folgen der Preisschlachten

Mit Sorge sieht die NGG deshalb die Verramschung: “Gerade bei Getränken, Fleisch und Süßwaren erleben wir regelrechte Rabatt-Schlachten in den Supermärkten.” Die Waren werden oft unter Wert verkauft. Solche Niedrigpreise erhöhen den Druck auf die Beschäftigten und ihre Arbeitsbedingungen.

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An die Verbraucher appeliert die NGG daher, nicht nur auf den günstigen Preis zu achten. “Gute Lebensmittel sollten den Menschen beim Einkauf etwas wert sein. Gleichzeitig können sie damit die heimische Wirtschaft stärken – und beim Essen neben dem Genuss auch noch ein gutes Gewissen haben.”