Neuer Bürgerbus für Kirchenthumbach beschlossen

Neuer Bürgerbus für Kirchenthumbach beschlossen
Die Kirchenthumbacher möchten die kommunale Initiative auf vier Rädern fortsetzen. Am Bewährten festhalten, heißt es im Marktgemeinderat. Gemeint ist das Bürger- und Vereinsmobil der Marktgemeinde. Nach elfjähriger Nutzungsdauer und einer Fahrleistung von 246.000 Kilometern wird es Zeit für einen neuen Kleinbus, finden Bürgermeister und Rat. Das Bürger- und Vereinsmobil der Marktgemeinde füllt eine Lücke, die andere klassische Verkehrsangebote nicht schließen können.
Dieses Zielbild klar vor Augen, plädierte Bürgermeister Ewald Plößner in der Ratssitzung für eine zeitnahe Neuanschaffung eines Bürger- und Vereinsmobils. Ein Fahrzeug, das wie schon bisher den örtlichen Vereinen und Organisationen wie auch Privatpersonen und als Dienstfahrzeug der Kommune zur Nutzung zur Verfügung stehen soll.
Eine Erfolgsgeschichte
Vorschläge für eine Neuanschaffung und künftige Eckpunkte ergänzender Nutzungsregelungen unterbreitete der Rathauschef in Form einer ausführlichen Präsentation. Dabei beleuchtete der Bürgermeister das Thema aus Sicht der Wirtschaftlichkeit und vieler praktischer und umweltfreundlicher Aspekte ebenso wie organisatorische Fragen. Grundlage der Neuanschaffungspläne war zudem eine gut geführte Ausleihstatistik.
Die Auflistung des gemeindeeigenen Selbstfahrermodells offenbarte bemerkenswerte Zahlen. Ewald Plößner berichtete über insgesamt 673 Ausleihen für Privat-, Vereins- und Dienstfahrten. Der Bürgermeister interpretierte das Zahlenwerk als eine wirtschaftlich tragfähige Erfolgsgeschichte. Ergänzend hat der Vereins- und Bürgerbus zu einer bescheidenen Rücklagenbildung beigetragen, die nach einer Fortsetzung ruft. Mit Blick auf die vielen Einsatzmöglichkeiten für die Vereinswelt und die privaten Nutzer sprach der Gemeindechef von vielversprechenden Perspektiven im Bereich eines relativ schwach ausgeprägten ÖPNV-Angebots. Plößner hob zudem das soziale Miteinander bei Fahrten zu Turnieren, Ausflügen und Ferienfreizeiten hervor und sagte: „Das Projekt als freiwillige Leistung der Kommune fördert den Gemeinschaftsgeist.“
40 Cent Kilometerpauschale
Der Sitzungsleiter thematisierte auch die unterschiedlichen Bedingungen beim Kauf oder beim Leasen eines „guten Gebrauchten“, erläuterte die Ergänzungen zum bestehenden Richtlinienkatalog und kam mit Blick auf die bisherige Kostenentwicklung auf eine Kilometerpauschale von 40 Cent ohne Kraftstoffkosten. Diese Unkostenpauschale gilt bereits seit 1. April 2022. Zu den Nutzungsbedingungen soll künftig allerdings ein voller Tank bei Abholung und Rückgabe des Fahrzeuges gehören. Angedacht ist eine Nutzungsdauer von höchstens einer Woche je Nutzer.
Den weiteren Detailhinweisen des Bürgermeisters folgten aus dem Gremium Abwägungsvorschläge über Kauf und Leasing. „Leasingverträge stressen“, hieß es aus der Ratsversammlung. Aus dem Gremium kamen zudem Modell- und Radstandempfehlungen, Ideen zur Mehrfachnutzung des Mobils als Personen- und Transportfahrzeug, Fragen zu Versicherungsbeiträgen, zur Pflege, zur Überwachung, zum Hinterlegen einer Kaution und der Wunsch nach bevorzugter Berücksichtigung regionaler Fahrzeughändler bei Angebotsanfragen. Rat und Bürgermeister gehen von einem Wunschpreis in Höhe von zirka 40.000 Euro und laufenden Jahreskosten von zirka 2.000 Euro aus. Ein Wunschpaket, das bei den Angebotsanfragen thematisiert werden soll, so der einstimmige Beschluss des Marktgemeinderates.
OGS-Neubau kommt gut voran
Kurz und bündig waren die Informationen des Bürgermeisters über den Fortgang der Bauarbeiten für die offene Ganztagsschule. Als nächste Gewerke kündigte Plößner für die Monate Februar und März 2026 den Trockenbau an. Ein Thema, das Marktgemeinderat Eckhard Wiltsch (SPD) um das allumfassende Bildungsprojekt einer Gesamtbetrachtung der Grund- und Mittelschule erweiterte. Wiltsch erinnerte an die überfällige Fortsetzung der Schulplanung. Die notwendige Parallelplanung lasse auf sich warten, bedauerte das Ratsmitglied.
Nach elfjähriger Einsatzzeit und einer Viertelmillion gefahrener Kilometer des Kirchenthumbacher Bürger- und Vereinsmobils, ein Kleinbus des Fahrzeugherstellers Renault, kam es in der jüngsten Ratssitzung zu einem Grundsatzbeschluss zur Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges.




