Weidener Hochzeitswochen
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Nistkästen für Vögel und gegen Schädlinge

Mitterteich. 140 Nistkästen für Vögel hängen nun rund um Mitterteich. Ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz. Die Aktion richtet sich auch gegen ein Tier, das besonders stört.

Nistkästen für Vögel und gegen Schädlinge

Stadtgärtner Willi Kilian (im grünen Arbeitsanzug) erläutert die Vorsorgemaßnahme der Stadt. Die Nützlinge sollen die Raupen vernichten, um größeren Schaden für Pflanzen und Menschen zu vermeiden. Links im Bild Bürgermeister Stefan Grillmeier mit den Jugendlichen der Lebenshilfe-Schule. Bild: Werner Männer
Baumpfleger Manfred Härtl bringt die ersten Nistkästen an, vorn die stabilen Bruthöhlen für die Vögel. Bild: Werner Männer

Stadt und Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Tirschenreuth haben 2021 und 2022 im Stadtgebiet 140 Vogelnistkästen rund um Mitterteich aufgehängt. Die Aktion, erläuterte Stadtgärtner Willi Kilian, gelte hauptsächlich dem Prozessionsspinner. Es sei eine Vorsorgemaßnahme.

Nützliche Helfer

Diese Raupe sei nicht nur für die Bäume gefährlich, sondern auch für die Menschen. Besonders die Haare der Raupe würden beim Menschen zu starken Reizungen führen. Deshalb wolle man mit dem Anbringen von Nistkästen den Nützlingen ein Quartier bieten, damit sie diesen unangenehmen Tieren auf natürliche Weise zu Leibe rücken. Vor allem die Meisen, der Kuckuck, der Wiedehopf, der Pirol und das Rohkehlchen würden diese Plage bekämpfen. Aber auch die Fledermäuse seien nützliche Helfer, so der Stadtgärtner. Letztere würden sich dann schon über den späteren Falter hermachen, während die Vögel bereits die Raupen vertilgen. Dies seien auch die einzigen Vögel, die mit den Brennhaaren der Raupe keine Probleme hätten.

Brutsaison beginnt im März

Im Moment sei dies auch der richtige Zeitpunkt – die Brutsaison beginnt im März – für das Anbringen der Kästen, so Kilian weiter. Vergangenes Jahr habe man schon 80 Nistkästen angebracht und in diesen Tagen würden nochmals weitere 60 Nistkästen angebracht. Die Kästen seien wie ein Schutzgürtel um die Stadt verteilt worden, zum Beispiel in der Waldsassener Straße, in Richtung Großbüchlberg und bei der Kläranlage.

Staunende Schüler

Baumpfleger Manfred Härtl begann dann, trotz heftigen Schneetreibens, die Bäume hochzuklettern und die Kästen sicher anzubringen. Trotz eisiger Temperaturen und Schneetreiben hatten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Berufsschule und der Mittelschule der Lebenshilfe zusammen mit Bürgermeister Stefan Grillmeier sowie einem stark vertretenen Bauhofteam für die Installation am Kriegerdenkmal eingefunden. Den staunenden Jugendlichen, die alles aufmerksam verfolgten, erläuterte er sein Vorgehen.

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