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Chiara Schultes, eine Fuchsmühlerin bei den Olympischen Spielen

Fuchsmühl. Die Eishockeyspielerin Chiara Schultes ist die erste Olympionikin aus Fuchsmühl und eine der wenigen Sportlerinnen aus der Oberpfalz, denen diese Ehre zuteil wurde.

Chiara Schultes, eine Fuchsmühlerin bei den Olympischen Spielen

Chiara Schultes im Nationaltrikot. Foto: Carsten Schultes

Als Chiara Schultes im zarten Alter von fünf Jahren in Weiden zum ersten Mal auf den Kufen stand, wird sie von Olympischen Spielen höchstens geträumt haben. 15 Jahre später ist der Traum wahr geworden. Die junge Fuchsmühlerin ist mit der Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen bei den Olympischen Spielen in Italien dabei.

Das schönste Weihnachtsgeschenk

Die Nachricht von der Berufung Chiaras in den Nationalkader kam für Experten zwar nicht überraschend, für die 20 Jahre alte Sportsoldatin war sie aber Grund genug, jubelnd einige Freudenschreie auszustoßen, wie sie erzählt. „Bundestrainer Jeff MacLeod hat mich am 23. Dezember angerufen und mitgeteilt, dass ich in Italien dabei bin. Das war natürlich das schönste Weihnachtsgeschenk überhaupt“, erinnert sie sich. Seit einigen Tagen erlebt sie den Traum von Olympia in Mailand und Cortina hautnah. „Es ist unbeschreiblich. Bei Olympischen Spielen dabei zu sein, ist für jede Sportlerin und jeden Sportler das absolut Größte.“

Wenn das deutsche Team am heutigen Donnerstag um 12.10 Uhr auf Schweden trifft, wird Chiara wohl zunächst „nur“ auf der Bank Platz nehmen. Klare Nummer 1 ist Ausnahmekeeperin Sandra Abstreiter, die in der nordamerikanischen Profiliga spielt. Auch solch ein Traum von der Fuchsmühlerin: ein Engagement in der stärksten Frauenliga der Welt. In Mailand konkurriert die für den amtierenden Deutschen Meister und Europacupsieger ECDC Memmingen spielende Chiara mit Lisa Hemmerle vom ERSC Ingolstadt um den Platz hinter Abstreiter.

60 Teile bei der Einkleidung

Schultes ist eine von neun Memminger Spielerinnen, die für Olympia nominiert wurden. Ein Erlebnis für sie sei schon das offizielle Einkleiden der Olympionikinnen gewesen. 60 Teile gab es da für jede Sportlerin: Stirnband, Mützen, Hoodies, Shirts, Jacke, Schlappen, Hausschuhe, Winterschuhe, Sportschuhe, Laufschuhe… „Der Wahnsinn“, sagt Chiara. Nach dem anschließenden Vorbereitungslehrgang im Bundesleistungszentrum in Füssen ging es am Sonntag nach Mailand. Dort ist das Frauenteam im Olympischen Dorf untergebracht, weiß Vater Carsten Schultes. Er berichtet von einem ganz eng getakteten Programm mit Training, Essen, Training, Besprechung und wieder Training. „Für Freizeit bleibt da keine Zeit. Aber wer bei den Olympischen Spielen dabei ist, wird gerne darauf verzichten.“

Ein absoluter Höhepunkt für die Olympionikinnen und Olympioniken ist natürlich immer die Eröffnungsfeier. Die große Party steigt am Freitag an einem ganz besonderen Ort: Die feierliche Zeremonie mit dem Einzug aller im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand, in dem seit vielen Jahren die beiden Mailänder Fußballklubs AC und Inter beheimatet sind. „Bei diesen Spielen soll der weltweiten Feier eine neue, inklusive Dimension verliehen werden. Im Stadion wird es nicht nur eine spektakuläre Show geben, auch die gesamte Stadt Mailand und die Olympischen Regionen werden durch parallele Veranstaltungen und symbolträchtige Momente zum Leben erweckt“, heißt es auf der Homepage der Spiele.

Eröffnungsfeier ein erster Höhepunkt

Am Freitagabend beginnt die Zeremonie in Mailand. Dezentrale Spiele führen allerdings auch zu einer dezentralen Feier, weshalb Teile der Show neben Mailand auch in Cortina d’Ampezzo, Bormio und Predazzo aufgeführt werden. An der Eröffnungsfeier werden nicht alle der insgesamt 2.900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen dabei sein können. Grund dafür: Einige Vorrundenspiele und Qualifikationsrunden werden bereits vor dem offiziellen Start ausgetragen. Dazu gehört auch das Spiel der deutschen Eishockeymädels gegen Schweden. Dennoch ist das Eishockeyteam beim Einzug der Athleten dabei.

OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

Mittendrin, statt nur dabei: Chiara Schultes, die junge, selbstbewusste und sympathische Sportlerin aus der nördlichen Oberpfalz. Diese große Ehre wird ihr als erster(m) Fuchsmühler(in) zuteil. Nochmal versüßen werden ihr und allen anderen Athletinnen und Athleten eine Riesenshow im Stadion und der Auftritt unter anderem von Andrea Bocelli, Mariah Carey und Lang Lang. Das Wichtigste aber für die ehrgeizige Sportlerin aus der Oberpfalz ist natürlich der Sport, und da hoffen sie und ihre Teamkameradinnen, möglichst weit zu kommen. Um das Viertelfinale zu erreichen, müssen die deutschen Mädels einen der ersten drei Gruppenplätze erreichen. Wenn man da eine realistische Chance aufs Weiterkommen haben will, sollte man die Gruppe gewinnen. Andernfalls trifft man bereits im Viertelfinale sicher auf einen der als nahezu unschlagbar geltenden Topfavoriten Kanada oder USA.

Die Gegner des deutschen Teams in der Vorrunde

Gruppe B

Schweden (Donnerstag)

Japan (Samstag)

Frankreich (Montag)

Italien

Die Mannschaften auf den Plätzen 1 bis 5 der Weltrangliste befinden sich in der Gruppe A, während Gastgeber Italien in Gruppe B gesetzt ist. Ergänzt werden die Gruppe B durch die drei Sieger der Qualifikationsgruppen und Nachrücker Frankreich.

Innerhalb der Gruppen spielen die Mannschaften zunächst nach dem Modus Jeder-gegen-Jeden, sodass jede Mannschaft zunächst vier Spiele bestreitet. Alle Mannschaften der höhergesetzten Gruppe A qualifizieren sich für das Viertelfinale, ebenso die drei punktbesten Mannschaften der Gruppe B.