Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
Zoigltermine
Zoigltermine

OB Cerny verleiht Grüne Hausnummer an drei Projekte in Amberg

Amberg. Die Stadt verlieh die Grüne Hausnummer 2026 an drei vorbildliche Projekte: eine sanierte Wohnimmobilie und zwei Nichtwohngebäude. OB Michael Cerny ehrte die Preisträger bei einer Feierstunde im Baureferat.

Amberg. Die Stadt verlieh die Grüne Hausnummer 2026 an drei vorbildliche Projekte: eine sanierte Wohnimmobilie und zwei Nichtwohngebäude. OB Michael Cerny ehrte die Preisträger bei einer Feierstunde im Baureferat.
Foto: Simon Hauck, Stadt Amberg

OB Cerny verleiht Grüne Hausnummer an drei Projekte in Amberg

Die Stadt Amberg hat im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung erneut die „Grüne Hausnummer“ an besonders energieeffiziente und nachhaltige Gebäude verliehen. In diesem Jahr wurden insgesamt drei Projekte ausgezeichnet – ein umfassend saniertes privates Wohngebäude sowie zwei moderne Nichtwohngebäude.

Zu Beginn der Veranstaltung richtete Oberbürgermeister Michael Cerny ein Grußwort an die anwesenden Preisträger sowie deren Begleitung. Im Anschluss führte er in die generelle Bedeutung und Zielsetzung der „Grünen Hausnummer“ ein, bevor die ausgezeichneten Gebäude durch Jan Schmidt, als zuständigen städtischen Koordinator für Nachhaltigkeitsbelange, im Detail vorgestellt wurden. Die anschließende feierliche Übergabe der Hausnummern übernahm Oberbürgermeister Cerny wiederum persönlich. Als zusätzliche Anerkennung erhielten die Prämierten von den anwesenden Vertretern des LBV: Futtersäulen für Vögel.

Familie Billner – Energetische Sanierung mit Weitblick

Die Familie Billner sanierte ein Wohnhaus aus dem Jahr 1958 umfassend und erreichte den Standard eines Effizienzhauses 55. Besonders hervorzuheben ist die hochwertige Dämmung der Gebäudehülle mit 18 cm starker Zelluloseeinblasdämmung sowie die zusätzliche Dämmung von Dachflächen und Kellerdecke. Das Gebäude wird über eine Wärmepumpe beheizt und zusätzlich durch eine Solaranlage ergänzt. Auch bei der bewussten Auswahl von Fenstern, Türen und weiteren Bauelementen wurde konsequent auf nachhaltige Materialien geachtet, so das Votum der Jury.

Ein innovatives Regenwassermanagement mittels Zisterne sowie eine dauerhafte Blumenwiese im Vorgarten tragen zusätzlich zum Umwelt- und Artenschutz bei. Der Energieausweis belegt die hohe Effizienz mit einem Primärenergiebedarf von 37,7 kWh/m²a und einem Endenergiebedarf von 14,5 kWh/m²a.

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Amberg mbH – Nachhaltiger Neubau in der Regensburger Straße

Das prämierte Gebäude der Wirtschaftsförderung Amberg in der Regensburger Straße 11 und 13 überzeugte die Jury durch eine besonders energieeffiziente Bauweise mit einem Primärenergiebedarf von 77,9 kWh/m²a (Energieklasse A). Photovoltaikanlagen auf dem Dach, ein begrüntes Vordach sowie der Anschluss an das Nahwärmenetz unterstreichen den nachhaltigen Ansatz auf besondere Weise. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für zusätzliche Energieeinsparung. Des Weiteren wurde auch im Außenbereich auf Umweltverträglichkeit geachtet: Wasserdurchlässige Pflastersteine reduzieren die Versiegelung, ergänzt durch Grünflächen und fünf gepflanzte heimische Obstbäume.

Neubau der Dreifaltigkeits-Grundschule Amberg für den Offenen Ganztag mit Mensa – Nachhaltigkeit und Umweltbildung vereint

Der Neubau der Dreifaltigkeits-Grundschule Amberg für den Offenen Ganztag mit Mensa wurde ebenfalls an ein Wärmenetz angeschlossen und verfügt über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Großzügige Grünflächen sorgen für eine geringe Flächenversiegelung. Dieses ästhetische Gebäude sticht Schülern wie Gästen durch eine naturnahe Gestaltung (unter anderem mit Bäumen und Nisthilfen für Vögel) ins Auge. Darüber hinaus spielt Umweltbildung eine zentrale Rolle im Schulalltag: Projekte zu Themen wie Energie, Wasser und Abfallvermeidung sind fest im Unterricht verankert. Ein „grünes Klassenzimmer“ sowie geplante Hochbeete fördern auf diese Weise zusätzlich das Bewusstsein für Natur und Nachhaltigkeit.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Hintergrund: „Grüne Hausnummer“ der Stadt Amberg

Die „Grüne Hausnummer“ wird von der Stadt Amberg bereits seit mehreren Jahren an vorbildliche Wohn- und Nichtwohngebäude vergeben, die sich durch besondere Energieeffizienz, nachhaltige Bauweise, umweltfreundliche Materialien und verantwortungsvollen Ressourceneinsatz besonders auszeichnen.

Mit den diesjährigen Auszeichnungen erhöht sich die Gesamtzahl auf nunmehr 19 Wohngebäude und neun Nichtwohngebäude (NWG) in Amberg, die diese besondere Anerkennung bereits tragen dürfen.

Gemeinsames Engagement für eine nachhaltige Zukunft

Abschließend bedankte sich Oberbürgermeister Michael Cerny im Namen der Stadt Amberg bei allen Beteiligten und Preisträgern für ihr persönliches Engagement in puncto Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. „Diese drei prämierten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie nachhaltiges Bauen und Sanieren in der Praxis auf hervorragende Art umgesetzt werden kann. Auf diese Weise leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz vor Ort. Ich gratuliere Ihnen persönlich sehr herzlich zu dieser Auszeichnung und wünsche mir zugleich, dass Sie damit zukünftig auch noch viele weitere Bauträger positiv inspirieren“, so OB Cerny.