Pater Felix aus Eslarn stärkt Hochschulseelsorge in Berlin

Pater Felix aus Eslarn stärkt Hochschulseelsorge in Berlin
Mit dem Amtsantritt von Pater Felix Meckl OSA als Hochschulseelsorger der Katholischen Studierendengemeinde (KSG) Edith Stein in Berlin beginnt ein neuer Abschnitt kirchlicher Präsenz im akademischen Umfeld der Hauptstadt. Seit Dezember 2025 ist der Augustinerpater in der Gemeinde tätig. Anfang 2026 wurde er offiziell in sein Amt eingeführt und nennt nach rund 120 Tagen erste Erfahrungen. Der 42-Jährige übernimmt damit eine verantwortungsvolle Aufgabe an der Schnittstelle von Kirche, Hochschule und studentischer Lebenswelt.
Lebensweg und Stationen
Geboren wurde Felix Meckl 1983 in Weiden, aufgewachsen ist er in seinem nahegelegenen Heimatort Eslarn. Nach seinem theologischen Studium in Würzburg und Rom, das ihn zugleich früh mit der Internationalität des Augustinerordens in Berührung brachte, wurde er am 8. Mai 2010 in der Augustinerkirche in Würzburg von Bischof Friedhelm Hofmann zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte er in seiner Heimatpfarrei Eslarn. Seine bisherigen Stationen zeugen von einer großen pastoralen Bandbreite: Meckl war unter anderem als Seelsorger in Nürnberg tätig und wirkte im internationalen Konvent der Augustiner im italienischen San Gimignano. Erste Erfahrungen in Berlin sammelte er bereits unmittelbar nach seiner Priesterweihe als Krankenhausseelsorger in Berlin-Mitte sowie zuvor als Diakon in der Gemeinde St. Ludwig in Berlin-Wilmersdorf. Weitere Aufgaben führten ihn als Leiter eines Jugendbeleghauses nach Unterfranken und als Fachreferent für Berufungspastoral ins Erzbistum München und Freising. Zuletzt war er als Wallfahrtskurat im Augustinerkloster Maria Eich bei München tätig.
Hochschulseelsorge in Berlin
Der Wechsel nach Berlin markiert für ihn bewusst einen neuen Schwerpunkt: Weg von der traditionsgeprägten Wallfahrtsseelsorge und hin zu einer dynamischen Arbeit mit jungen Erwachsenen in einer urbanen Umgebung. Im Zentrum seiner neuen Tätigkeit steht die Begleitung von Studierenden in einer Lebensphase, die von Orientierungssuche, Leistungsdruck und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt ist. Pater Felix begegnet diesen Herausforderungen mit Offenheit und einem feinen Gespür für aktuelle Themen. Neben klassischen seelsorglichen Angeboten wie Gottesdiensten und persönlichen Gesprächen setzt er mit seinem Team gezielt auf niedrigschwellige Formate – etwa gemeinsame Abende, Gesprächsrunden oder informelle Begegnungen im Alltag der Studierenden. Besondere Aufmerksamkeit widmet er der Sichtbarkeit der KSG in einer Stadt mit über 40 Hochschulen.
Die dezentrale Struktur Berlins erfordert neue Wege der Ansprache – sowohl analog als auch digital. Hier zeigt sich seine Bereitschaft, innovative Formate zu entwickeln und neue Kooperationen einzugehen. Sein Verständnis von Kirche ist dabei klar: Sie soll ein offener Ort sein, der Orientierung bietet, Begegnung ermöglicht und Glauben im Alltag erfahrbar macht. Gerade in einer pluralen und vielfach säkular geprägten Metropole wie Berlin sieht er darin weniger eine defensive Herausforderung als vielmehr eine Chance für eine dialogbereite und lebendige Kirche. Ein besonderer Schwerpunkt liegt für ihn auf der Ansprache von Menschen, die auf der Suche sind oder bisher wenig Berührung mit Kirche hatten.
Glaubensgespräche, interkulturelle Begegnungen und internationale Vernetzung sollen das Profil der Studierendengemeinde weiter stärken. Seine eigenen internationalen Erfahrungen kommen ihm dabei zugute: Für ihn ist die weltkirchliche Perspektive kein Zusatz, sondern ein wesentlicher Bestandteil kirchlichen Lebens. Neben seiner Aufgabe in der Hochschulseelsorge übernimmt Pater Felix auch Verantwortung innerhalb seines Ordens.
Augustiner in Berlin: Kloster St. Rita
Mit dem Umzug von Pater Felix nach Berlin wollen die Augustiner, deren prominentester Pater Papst Leo XIV. ist, ihr Berliner Kloster St. Rita in Berlin-Reinickendorf als Ort augustinischer Spiritualität stärker als bisher erfahrbar machen. Pater Felix wird in der dortigen Kommunität den Dienst des Priors übernehmen.
Als Prior des Klosters St. Rita in Berlin-Reinickendorf möchte er das geistliche Leben vor Ort weiterentwickeln und die augustinische Spiritualität stärker sichtbar machen. Dabei denkt der Konvent auch über neue Formen gemeinschaftlichen Lebens und internationale Kooperationen nach. Die Einführung im Januar 2026 wurde von der Gemeinde mit großer Herzlichkeit aufgenommen und markierte den Beginn einer gemeinsamen Wegstrecke. Auch im Erzbistum Berlin wird seine Berufung als Gewinn gesehen: Seine Erfahrung, seine Zugewandtheit und seine Fähigkeit, Menschen miteinander zu verbinden, machen ihn zu einer wichtigen Stimme in der Hochschulpastoral. Mit seinem Engagement steht Pater Felix Meckl für eine Kirche, die präsent ist, ohne sich aufzudrängen – und die gerade dadurch für viele junge Menschen wieder an Bedeutung gewinnen kann.




