Offener Mittagstisch in Eslarn soll Begegnungen und Gemeinschaft fördern

Offener Mittagstisch in Eslarn soll Begegnungen und Gemeinschaft fördern
Die Idee soll insbesondere älteren Menschen zugutekommen, aber ausdrücklich allen Interessierten offenstehen. Die ersten beiden Termine sind für Donnerstag, 5. November, und Donnerstag, 19. November 2026, im Gemeindehaus in der Schulhausstraße 1 geplant. Bei entsprechender Nachfrage soll der Mittagstisch zunächst zweimal monatlich stattfinden und später gegebenenfalls ausgeweitet werden.
Vorbereitungen mit Catering-Partner in Eslarn
Bei einem Vorbereitungsgespräch tauschten sich Quartiersmanagerin Petra Brenner und der Eslarner Catering-Unternehmer Matthias Rupprecht, der vielen unter dem Namen „Bahner“ bekannt ist, über die konkrete Umsetzung aus. Ebenfalls anwesend war Irmgard Karl, die sich gerne ehrenamtlich bei dem neuen Angebot einbringen möchte. „Wir freuen uns über weitere Helferinnen und Helfer, die sich gerne bei mir melden können“, fügte Brenner an.
Ein warmes Essen in geselliger Runde
Im Mittelpunkt des geplanten Mittagstisches stehen einfache, schmackhafte Gerichte zu sozialverträglichen Preisen. Aufwendige Menüs soll es bewusst nicht geben. Stattdessen möchten die Verantwortlichen Speisen anbieten, wie sie viele Menschen von früher kennen oder selbst zu Hause zubereiten.
Matthias Rupprecht, der sich in diesem Jahr mit seinem Catering-Unternehmen „Bahnis Schmankerl“ in Eslarn selbstständig gemacht hat, möchte mit seinem Angebot nicht nur für Genuss und Qualität sorgen, sondern sich auch sozial engagieren. Er erklärte sich bereit, für den offenen Mittagstisch kostengünstige Mahlzeiten anzubieten. Ziel ist es, die Preise so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen teilnehmen können.
„Essen in Gemeinschaft schmeckt nicht nur besser – ein solches Angebot kann insbesondere für allein lebende Menschen auch dazu beitragen, soziale Kontakte zu fördern und Einsamkeit vorzubeugen“, beschreibt Petra Brenner den Gedanken hinter dem Projekt.
Zwei Gerichte zur Auswahl
Bei jedem Mittagstisch sollen künftig zwei Gerichte zur Auswahl stehen. Die Speisekarte wird jeweils im Vorfeld bekannt gegeben und am Rathaus sowie am Gemeindehaus ausgehängt. Außerdem soll bei jedem Treffen bereits das Essensangebot für den nächsten Termin vorgestellt werden. Für den Einstieg brachte Rupprecht unter anderem Eierschopperler nach traditioneller Art ins Gespräch, die sich beispielsweise mit Apfelkompott servieren lassen. Als zweite Speise ist Paprikahendl mit Nudeln vorgesehen. Geplant sind normale Portionen, die satt machen sollen.
Auch bei den künftigen Gerichten möchten die Verantwortlichen auf traditionelle Hausmannskost setzen. Mehlspeisen, Pröselbart, Tafelspitz, gelegentlich ein Braten oder ein herzhafter Eintopf könnten ebenso auf dem Speiseplan stehen wie Apfelstrudel. Entscheidend ist, dass die Gerichte schmecken, bezahlbar bleiben und möglichst viele Geschmäcker ansprechen. Dabei sollen auch Wünsche der Gäste berücksichtigt werden. Eine Wunschliste könnte künftig dabei helfen, beliebte Gerichte in die Speiseplanung aufzunehmen. Auch eine Umfrage dazu, was die Menschen gerne essen würden, steht im Raum.
Quartiermanagement: Bedürfnisse der älteren Generation im Blick
Das Quartiermanagement umfasst mehrere zentrale Handlungsfelder, darunter die Grundversorgung, Pflege, Mobilität und gegenseitige Unterstützung. Ebenso werden Wünsche und Bedürfnisse der älteren Generation berücksichtigt. Der offene Mittagstisch ist eines der Angebote, die bereits im Konzept als mögliche Maßnahme aufgeführt wurden und nun umgesetzt werden sollen. Um sich auf die praktische Arbeit vorzubereiten, hat sich Brenner auch bei entsprechenden Schulungen und Informationsveranstaltungen über Erfahrungen mit vergleichbaren Angeboten informiert.
Ehrenamtliche Helfer willkommen
Für die Durchführung werden neben Petra Brenner und Matthias Rupprecht weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Unterstützung wird insbesondere bei der Vorbereitung, der Essensausgabe sowie bei den anschließenden Aufräumarbeiten benötigt. Alle, die sich aktiv beteiligen möchten, sind willkommen. Das gilt auch für Menschen, die nicht regelmäßig helfen können, sich aber gelegentlich einbringen möchten.
Getränke und Mitnahme
Bei den Getränken soll es ebenfalls unkompliziert zugehen: Qualitativ hochwertiges Leitungswasser wird kostenlos angeboten. Weitere vorhandene Getränke können zu moderaten Preisen erworben werden. Damit möglichst kein Essen im Abfall landet, können Gäste bei Bedarf eigene Behälter mitbringen, um übrig gebliebene Speisen mitzunehmen. Auch Rupprecht und Brenner wollen dafür geeignete Verpackungsmöglichkeiten wie Papierboxen oder Alufolie bereithalten.
Anmeldung ist erforderlich
Damit die benötigten Mengen rechtzeitig geplant und die Mahlzeiten frisch vorbereitet werden können, ist eine verbindliche Anmeldung mit Angabe des gewünschten Gerichts mindestens eine Woche vor dem jeweiligen Termin erforderlich. Die Gäste werden gebeten, am Veranstaltungstag vor 12 Uhr einzutreffen. Anmeldungen nimmt Petra Brenner telefonisch, per SMS oder WhatsApp unter der Nummer 0151 21792619, unter 09653 92070 sowie per E-Mail an pbrenner@eslarn.de entgegen.
Mit dem offenen Mittagstisch soll in Eslarn ein Ort entstehen, an dem gutes Essen, Begegnung und gegenseitige Unterstützung zusammenkommen. Das Angebot richtet sich besonders an ältere Menschen, ist aber ausdrücklich für alle offen, die alleine sind, gerne in Gesellschaft essen und neue Kontakte knüpfen möchten.
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