Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
Vereinigte Sparkassen – Sprung in die Depotwelt
Vereinigte Sparkassen – Sprung in die Depotwelt

Osternacht bringt Licht und Hoffnung in Böhmischbruck

Böhmischbruck. In der Osternacht feierten viele Gläubige eine eindrucksvolle Liturgie mit Segnung des Osterfeuers, Kerzenlicht und Wasserweihe. Chor und Orgel ließen Jubel erklingen; Licht und Hoffnung standen im Mittelpunkt.

Böhmischbruck. In der Osternacht feierten viele Gläubige eine eindrucksvolle Liturgie mit Segnung des Osterfeuers, Kerzenlicht und Wasserweihe. Chor und Orgel ließen Jubel erklingen; Licht und Hoffnung standen im Mittelpunkt.
Foto: Gabriele Buchbinder / Daniela Bock / Andreas Ogarek

Osternacht bringt Licht und Hoffnung in Böhmischbruck

Mit einer eindrucksvollen Liturgie und zahlreichen Gläubigen wurde in Böhmischbruck die Osternacht gefeiert. Nach Einbruch der Dunkelheit segnete Pfarrer Ronald Liesaus im Pfarrhof das Osterfeuer und eröffnete damit die Feierlichkeiten der wohl bedeutendsten Nacht im Kirchenjahr.

Osternacht in Böhmischbruck: Osterfeuer und Einzug in die Kirche

Im Anschluss zog er mit einer großen Schar von Ministranten in die zunächst völlig dunkle Pfarrkirche ein. Nur das Licht der Osterkerze und der Fackeln wies den Weg. Mit jedem Schritt in Richtung Altarraum wurde es heller. Nach und nach entzündeten die Besucher ihre Kerzen und tauchten das Gotteshaus in einen warmen, lebendigen Schein, ein starkes Zeichen für den Sieg des Lichts über die Dunkelheit.

Ein zentrales Element der Feier war auch die Wasserweihe, die für viele Gläubige eine besondere Bedeutung hat. In seiner Predigt stellte Pfarrer Liesaus die österliche Botschaft in den Mittelpunkt. Er erinnerte an die drei Frauen am Grab Jesu, die den weggerollten, womöglich tonnenschweren Stein und das leere Grab vorfanden. „Für Gott ist nichts unmöglich“, betonte der Geistliche. Die anfängliche Trauer und Hoffnungslosigkeit nach der Beerdigung Jesu sei der Verwirrung gewichen und münde schließlich in tiefe Freude, in die Gewissheit, dass Jesus lebt. Diese Botschaft gebe den Menschen bis heute Hoffnung und öffne sinnbildlich die Schwelle zum Himmelreich.

Foto: Gabriele Buchbinder / Daniela Bock / Andreas Ogarek
Foto: Gabriele Buchbinder / Daniela Bock / Andreas Ogarek
Foto: Gabriele Buchbinder / Daniela Bock / Andreas Ogarek

Musik und Symbolik unterstreichen die Auferstehungsfreude

Für die musikalische Gestaltung sorgte der Kirchenchor unter der Leitung von Daniela Bock, begleitet von Talina Winter an der Orgel. Mit einer anspruchsvollen Messe unterstrichen sie die Freude und den Jubel über die Auferstehung Christi. Für einen besonderen Moment sorgte während der Predigt ein Schmetterling, der durch den Altarraum und die Kirche flatterte und vielen Gottesdienstbesuchern ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Nach der Messe segnete Pfarrer Liesaus die zahlreichen Körbe mit den Ostergaben. Dabei betonte er, dass die österliche Freude nicht nur im Herzen bleiben solle: „Sie darf auch über den Magen gehen und die Gemeinschaft vom Altar in die häusliche Tischgemeinschaft tragen.“

Dank an Helferinnen und Helfer in der Pfarrei

Zum Abschluss dankte der Geistliche allen, die zum Gelingen der Osternachtsfeier beigetragen hatten, sichtbar und im Verborgenen. Besonders hob er das Engagement der Ministranten hervor, bei denen die älteren, wieder aktivierten, die jüngeren unterstützten, ebenso wie die Lektoren, das Mesner-Trio sowie die Verantwortlichen für die Reinigung, den Blumenschmuck und die Dekoration. Die Besucher quittierten dies mit langanhaltendem Applaus.

Grammer Solar
Grammer Solar

Mit den Worten, die Auferstehung sei auch das Versprechen eines neuen Anfangs, „hinter dem Horizont geht es weiter“, entließ Pfarrer Liesaus die Gläubigen in die Ostertage.

Ostermontag in Böhmischbruck: Emmaus und Zuversicht

Auch der festliche Gottesdienst am Ostermontag stand ganz im Zeichen von Hoffnung und Zuversicht. Im Mittelpunkt stand zunächst die Trauer und Verwirrung der Jünger auf dem Weg nach Emmaus, bevor schließlich die Freude über die Begegnung mit dem Auferstandenen überwog. Passend dazu wurde ein Gedanke des Theologen Karl Rahner aufgegriffen: Glauben heiße, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten.