Querbeet-Konzert reißt Bärnau mit – Vier Bands, volle Hütte und pure Begeisterung

Querbeet-Konzert reißt Bärnau mit – Vier Bands, volle Hütte und pure Begeisterung
Den Auftakt des Konzertmarathons machte die überregional bekannte Formation „Timeless“. Reduziert auf die beiden versierten Gitarristen Berthold Franz und Raphael Gerl sowie die ausdrucksstarke Stimme von Nadine Thomas, bewies das Trio, dass es nicht viel braucht, um handgemachte Rockmusik in Perfektion zu liefern. Mit dem Eric-Clapton-Klassiker „Layla“ als Startsong zogen sie die Zuhörer sofort in ihren Bann. Ein Ohrenschmaus war die eigene Version von „Johnny B. Goode“. Es folgten einfühlsame und kraftvolle Interpretationen von Tracy Chapman, Bryan Adams („Run to You“) und U2 („I Still Haven’t Found What I’m Looking For“), bevor die Band das Publikum mit „Stand by Me“ in die erste Pause entließ.
Folk und Weltmusik mit Rous
Einen stilistischen Kontrast, der die Vielseitigkeit des Abends unterstrich, bot im Anschluss das Duo „Rous“. Uwe Maas an der Geige und Sabine Kroll, die unter anderem an der seltenen Nyckelharpa (Schlüsselfidel) glänzte, entführten die Gäste auf eine anspruchsvolle musikalische Reise durch Bulgarien, Rumänien und Frankreich. Nach dem Auftaktstück „Die kleine Fee“ folgten unter anderem mitreißende jüdische Tanzmusik, ein virtuoser „Vierteljahrhundert-Walzer“ und das emotionale Stück „Pillar of Fire“. Das Publikum honorierte diese starke und außergewöhnliche musikalische Leistung mit immer wieder lang anhaltendem Applaus.
Höhepunkt: FranKa and the Tiny Mister
Als das absolute Highlight des Abends entpuppte sich zweifelsohne der Auftritt von FranKa and the Tiny Mister. Kathi Guggenmos, Franz Simmerl und Sepp Herrlein liefen von der ersten Sekunde an zur Hochform auf. Mit einer einzigartigen und packenden Eigeninterpretation von Pink Floyds „The Wall“ setzten sie ein musikalisches Ausrufezeichen. Sängerin Kathi faszinierte mit ihrer großartigen Stimme bei Titeln wie „Back to Black“ oder dem Rolling-Stones-Klassiker „Satisfaction“. Bei Tina Turners „Nutbush City Limits“ hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Die Band verließ zwischendurch spontan die Bühne, mischte sich mitten unter das feiernde Publikum und brachte den Saal endgültig zum Kochen; es wurde ausgiebig getanzt und geklatscht.
Golden Couch Club mit Klassikern der 60er und 70er
Last but not least übernahm der „Golden Couch Club“ die Bühne und nahm die Zuhörer mit auf eine nostalgische Reise in die 60er und 70er Jahre. Sängerin Manuela Brand, Armin Karwath an der Akustikgitarre und Stefan Köllner am Ukulele-Bass überzeugten mit einer harmonischen und spielfreudigen Performance. Ihr Set startete mit „Sweet Smile“ von den Carpenters, gefolgt von Songs wie zum Beispiel „Summer in the City“ von Joe Cocker und dem Beatles-Hit „Help“. Auch David Bowies „Major Tom“ durfte nicht fehlen. Auf Sonderwunsch des Publikums spielte das Trio den Kult-Hit „Stumblin‘ In“ von Suzi Quatro und Chris Norman, bevor sie mit dem stimmungsvollen „California Dreamin’“ von The Mamas & the Papas das reguläre Programm beendeten.
Spontane All-Star-Band beschließt den Abend
Der neue Tag war zwar schon angebrochen, doch ans Heimgehen dachten im Gasthof zur Post noch lange nicht alle. Zum krönenden Abschluss formierte sich eine spontane All-Star-Band. Musiker aus den verschiedenen Gruppen sowie die beiden Organisatoren Uli Sangl und Peter Zettelmann griffen noch einmal gemeinsam zu den Instrumenten. Nach einer mitreißenden Improvisation des Hits „The Joker“ fand dieser denkwürdige Konzertabend mit dem Reinhard Mey-Klassiker „Gute Nacht, Freunde“ seinen perfekten und emotionalen Ausklang.
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