Revierförster Rupp tritt nach 34 Jahren den Ruhestand an

Revierförster Rupp tritt nach 34 Jahren den Ruhestand an
Nach 34 Jahren im Dienst für den Wald und seine Besitzer tritt Mathias Rupp, der langjährige Revierförster von Neustadt/Scheckenhof, in den wohlverdienten Ruhestand ein. Der gebürtige Bayreuther, der seit 1990 das Forstrevier geleitet hat, übergibt nun die Verantwortung an Sebastian Höllerer. Die offizielle Übergabe des Forstreviers, das nun den Namen „Kirchenthumbach“ trägt, fand kürzlich statt.
Ein Rückblick auf herausfordernde Anfänge
Mathias Rupp beschreibt seine Anfangsjahre als herausfordernd. “Ich war zuvor in einem Revier, in dem die Waldbesitzer oft 20 bis 40 Hektar Wald besitzen, diesen intensiver bewirtschafteten und meine Unterstützung wollten. Hier sind es eher nur 1 oder 1,5 Hektar.” Diese ersten Jahre waren geprägt von der Überzeugungsarbeit Rupps hin zu einem nachhaltigeren Waldmanagement. Er warnte früh vor den Gefahren der reinen Fichtenwirtschaft und setzte sich für den Anbau von Mischwäldern ein. „Ich bedauere es, einen so erfahrenen Kollegen und ausgezeichneten Förster zu verlieren. Mathias soll aber seinen wohlverdienten Ruhestand genießen“, erklärte der Leiter der Forstabteilung, Günter Dobler.
Langfristige Erfolge und nachhaltige Veränderungen
Die Folgen von Jahrhundertsturm Wiebke und die nachfolgende Borkenkäferplage verdeutlichten die Wichtigkeit von Rupps Bemühungen. „Jetzt sehen die Zahlen der Anträge andersrum aus als früher. 80% Laubwald, 15% andere Nadelhölzer und nur noch 5% Fichte“, zeigt sich Rupp erfreut über die Veränderungen. Seine Arbeit trug maßgeblich zur Wende hin zum Mischwald bei. Auch seine Tätigkeit als Koordinator Forstlicher Zusammenschlüsse und als Ausbilder junger Förster machten ihn zu einer angesehenen Persönlichkeit. „Bei einem Weg mussten 105 Beteiligte ohne Ausnahme ins Boot geholt werden und zustimmen. Alle zu überzeugen hat Jahre gedauert“, erinnert sich Rupp an eines der Projekte.
Der Neue an der Spitze: Sebastian Höllerer
Sebastian Höllerer, der aus Kirchenthumbach stammt, übernimmt nun das Forstrevier. Er bringt ebenfalls viel Erfahrung und Fachkenntnis mit, was Rupp besonders hervorhebt: „Er ist ein erfahrener und fähiger Kollege. Es freut mich, dass das Revier bei ihm in guten Händen liegt.“ Rupps Ratschlag an seinen Nachfolger fasst seine Philosophie gut zusammen: „Beraten statt Beförstern. Die Waldbesitzer sollen sich frei zwischen mehreren Lösungsvorschlägen entscheiden können, um sich mit dem Ergebnis identifizieren zu können.“ Höllerer sieht seiner neuen Aufgabe positiv entgegen und freut sich darauf, in seiner Heimat tätig zu sein.
Mit dem Eintritt in den Ruhestand von Mathias Rupp endet eine Ära in der Forstverwaltung der Region. Seine Nachhaltigkeitsbemühungen und sein Engagement haben langfristige Spuren hinterlassen und werden von Sebastian Höllerer fortgeführt.


