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Sanierung an der OTH in Weiden bleibt im Kostenrahmen

Weiden. Der Haushaltsausschuss des Landtags stärkt die OTH Amberg-Weiden: Für Brandschutz und Sanierung wurde ein dritter Nachtrag bewilligt. Die 730.000 € Mehrkosten werden ausgeglichen, Gesamtkosten bleiben 8.990.000 €.

Weiden. Der Haushaltsausschuss des Landtags stärkt die OTH Amberg-Weiden: Für Brandschutz und Sanierung wurde ein dritter Nachtrag bewilligt. Die 730.000 € Mehrkosten werden ausgeglichen, Gesamtkosten bleiben 8.990.000 €.
Foto: Sonja Wiesel/ OTH Amberg-Weiden

Sanierung an der OTH in Weiden bleibt im Kostenrahmen

FREIE WÄHLER-Landtagsabgeordneter Bernhard Heinisch begrüßt die Entscheidung des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen des Bayerischen Landtags, den dritten Nachtrag für die baulichen Brandschutz- und energetischen Sanierungsmaßnahmen an den Bestandsgebäuden BA I und BA II der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden am Hochschulstandort Weiden zu bewilligen.

Haushaltsausschuss genehmigt dritten Nachtrag für OTH Amberg-Weiden

Im Zuge der laufenden Generalsanierung haben sich durch baulich bedingte Massen- und Ausführungsänderungen bei der Erneuerung der Brandmeldeanlage und der Teilerneuerung des Leitungsnetzes nun Mehrkosten in Höhe von rund 730.000 € ergeben. Die veranschlagten Mehrkosten können jedoch durch Einsparungen, die Inanspruchnahme bereits genehmigter Risikokosten und die Reduzierung genehmigter Indexkosten vollständig kompensiert werden. Demzufolge bleibt es bei den bisher genehmigten Gesamtkosten des Bauvorhabens in Höhe von 8.990.000 €.

Die zusätzlichen Kosten wurden insbesondere durch bislang nicht erkennbare Mängel an der bestehenden Brandmeldeanlage erforderlich. Während der Erneuerung der Brandmeldezentrale und der Leitungsanlagen wurden erhebliche Defizite an der vorhandenen Infrastruktur festgestellt. Diese konnten erst nach dem Öffnen der Decken sowie im Rahmen einer eingehenden Untersuchung durch einen unabhängigen Sachverständigen festgestellt werden. Ebenso machten aktuelle brandschutzrechtliche Anforderungen den vollständigen Austausch der Brandmeldezentralen erforderlich.

Bauarbeiten im Plan – Abschluss 2028

Die Bauarbeiten laufen derzeit planmäßig und werden teilweise während des laufenden Hochschulbetriebs durchgeführt. Die Planungs- und Bauleistungen sind bereits weit fortgeschritten, die erforderlichen Leistungen sind zu circa 70 Prozent beauftragt. Nach aktuellem Stand soll die Gesamtmaßnahme im Jahr 2028 abgeschlossen werden.

„Die OTH Amberg-Weiden ist ein unverzichtbarer Bildungs-, Forschungs- und Innovationsmotor für die nördliche Oberpfalz. Mit jeder Investition in den Hochschulstandort stärken wir nicht nur hervorragende Studien- und Arbeitsbedingungen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Wirtschaft. Deshalb ist jeder Euro, den der Freistaat hier investiert, eine Investition in die Zukunft unserer gesamten Region“, betont MdL Bernhard Heinisch.

Dank an Beteiligte und vorausschauende Planung

Heinisch weiter: „Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Beteiligten – dem Staatlichen Bauamt, den Planern, den Fachingenieuren sowie den ausführenden Unternehmen. Die jetzt erforderlichen Anpassungen zeigen, wie wichtig eine vorausschauende Projektplanung ist. Dass bereits im Vorfeld ausreichende Risikopuffer eingeplant wurden und gleichzeitig durch äußerst wirtschaftliche Ausschreibungsergebnisse zusätzliche Einsparungen erzielt werden konnten, ist ein Beleg für das verantwortungsvolle und professionelle Projektmanagement. So konnten sämtliche Mehrkosten vollständig innerhalb des bestehenden Kostenrahmens aufgefangen werden.“

Witron Bewerbertag 18.07.
Witron Bewerbertag 18.07.

Änderungen im Nachtrag im Überblick

Die Änderungen im aktuellen Nachtrag Nummer drei lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

Baulich bedingte Massen- und Ausführungsänderungen

Erneuerung der Brandmeldeanlage (819.000 €): Der vorgefundene bauliche Standard der Brandmeldeanlage ist nicht mehr mit den Anforderungen der aktuellen Vorschriften in Einklang zu bringen. Die Wirksamkeit der Leitungsanlage im Brandfall kann weder bestätigt noch bei einer Prüfung vor Inbetriebnahme bescheinigt werden. Die unzureichende Bestandsdokumentation durch den damaligen Bauträger hat erhebliche Mängel an der Leitungsanlage in den Bestandsgebäuden BA I und BA II verdeckt. Diese Mängel traten erst beim Öffnen der Decken und durch eine anschließende Untersuchung eines unabhängigen Sachverständigen zutage. Eine Prüfung des Bestandsnetzes zu Beginn beziehungsweise während der Planungsphase war wegen des laufenden Hochschulbetriebs nicht möglich. Aufgrund der festgestellten gravierenden Schäden muss die Leitungsanlage erneuert werden. Zwischenzeitlich hat der Hersteller die Brandmeldezentralen abgekündigt, sodass ein kompletter Austausch der Zentralen auf dem Campus erforderlich ist.

Planungskosten Brandmeldeanlage (220.000 €): Um den Betrieb der OTH nicht zu gefährden, müssen die geplanten Maßnahmen an der Brandmeldeanlage erweitert werden. Für die Umplanung der Brandmeldeanlage mitsamt des Leitungsnetzes fallen zusätzliche Planungskosten in den Fachbereichen Elektrotechnik und Hochbau an.

Anteiliger Ansatz auf Risikoabruf (–198.974 €): Soweit noch ein verbleibendes Volumen an bereits genehmigten und noch nicht in Anspruch genommenen Risikokosten vorhanden ist, können die Mehrkosten hieraus gespeist werden.

Einsparungen (–110 000 €): Aufgrund von niedrigen Submissionsergebnissen konnten Einsparungen im Projekt erzielt werden.

Nicht in Anspruch genommener Indexkostenansatz: In der bisher genehmigten Projektplanung waren Indexkosten in Höhe von 854.950 € genehmigt. Aufgrund des aktuellen Baufortschritts wurde eine Neubewertung der Erforderlichkeit von Indexkosten vorgenommen. Die Wahrscheinlichkeit indexbedingter Mehrkosten wurde insbesondere aufgrund des fortgeschrittenen Vergabestands sowie der aktuellen konjunkturellen Lage als niedrig bewertet. Der Ansatz für indexbedingte Mehrkosten wurde daher in Höhe des vorliegenden Nachtrags um 730.026 € reduziert. Es verbleiben insoweit bereits genehmigte Indexkosten in Höhe von 124.924 €.

Kosten des Nachtrags: 0 €
Bisher festgesetzte Gesamtkosten: 8.990.000 €
Neue Gesamtkosten: 8.990.000 €

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