Senioren aus Vohenstrauß erleben Kloster Speinshart
Senioren aus Vohenstrauß erleben Kloster Speinshart
„Senioren 60+“ erleben eindrucksvollen Ausflug nach Speinshart. Ein rundum gelungener Ausflug führte die „Senioren 60+“ aus der Pfarreiengemeinschaft Vohenstrauß-Tännesberg kürzlich in das beeindruckende Kloster Speinshart. Das engagierte Team um Organisatorin Kuni Hanauer hatte eine Fahrt vorbereitet, die bei allen Beteiligten großen Anklang fand. Im vollbesetzten Bus mit rund 60 Teilnehmern ging es durch die aufblühende und farbenfrohe Frühlingslandschaft der Oberpfalz.
Festlicher Gottesdienst im Kloster Speinshart
In der prächtigen Klosterkirche feierten die Teilnehmer einen festlichen Gottesdienst, zelebriert von Dekan Alexander Hösl. In seiner Predigt nahm er Bezug auf den Gedenktag der heiligen Katharina von Siena und würdigte deren tiefen Glauben und ihre besondere Lebensweise. Hösl betonte, dass das Leben, gerade im Alter, nicht nur aus großen Ereignissen bestehe, sondern aus vielen kleinen Momenten, die wie Mosaiksteine das eigene Leben prägen und stärken.
Er machte deutlich, dass Gott im Alltag stets gegenwärtig sei. „Er ist nicht weit weg, sondern jederzeit da! Wer sich darauf einlasse, könne dies auch spüren.“ Besonders im Alter denke man oft an die schönen Stunden zurück, an Feste, Begegnungen und gemeinsames Lachen. Solche Ausflüge seien deshalb weit mehr als nur Unternehmungen: Sie seien Begegnung, Austausch und ein wertvolles Geschenk. Auch das Evangelium zeige, dass Gott mitten im Leben trage. Man müsse nicht alles verstehen, sondern dürfe vertrauen und mit offenem Herzen dankbar seinen Weg gehen.
Als Lektoren wirkten Johann Ertl, Michaela Wolfinger und Gabriele Buchbinder mit; als Kommunionhelferin war Martha Simaczek im Einsatz.
Kirchenführung mit historischen Einblicken
Im Anschluss an den Gottesdienst begeisterte der Heimatschriftsteller Eckhard Bodner, Neffe des langjährigen Expositus Georg Bodner aus Etzgersrieth, die Gruppe mit einer lebhaften und informativen Kirchenführung. Bereits am Eingangsportal erklärte er das Wappengemälde des Klosters und verwies darauf, dass die ursprüngliche Gründungsurkunde nicht mehr vorhanden ist. Mit großer Sachkenntnis führte er durch die lebhafte Geschichte des Prämonstratenserklosters und der Pfarrkirche, streifte die Epochen von Barock und Rokoko und nannte bedeutende Baumeister und Künstler wie Wolfgang Dientzenhofer sowie die Brüder Carlo Domenico und Bartholomeo Lucchese aus dem Tessin. Auch die architektonischen Besonderheiten wie die zurückgesetzten Türme, der Grundriss sowie Details im Altarraum und das kunstvoll gestaltete Chorgestühl, Stuhlwangen und die Purucker-Orgel wurden anschaulich erläutert. So fesselnd waren seine Ausführungen, dass Organisatorin Hanauer schließlich schmunzelnd um eine kleine Kürzung bitten musste, schließlich wartete bereits die Brotzeit im benachbarten Klostergasthof.
Eine interessante Ergänzung lieferte Michaela Wolfinger mit einem Hinweis auf das Kloster Tepl. Dort sorgten einst beheizte Ziegel unter dem Chorgestühl für warme Füße der Geistlichen, eine Einrichtung, die es in Speinshart nicht gibt. Bodner zog zudem Parallelen zur Wieskirche und lenkte den Blick auf die anmutige Rosenkranzmadonna, die fein und dennoch präsent im Kirchenschiff wirkt.
Gemütlicher Ausklang im Klostergasthof
Den geselligen Abschluss fand die Gruppe bei einer deftigen Brotzeit mit Klosterbier in der Klosterwirtschaft, wo lebhafter Austausch und spürbare Gemeinschaft den Tag abrundeten. Auf der Heimfahrt durch die Frühlingslandschaft war man sich einig, dass dieser Ausflug in bester Erinnerung bleibt. Der herzliche Applaus galt am Ende besonders Organisatorin Kuni Hanauer, die bereits Vorfreude auf die nächste gemeinsame Fahrt weckte.


















