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Stadt entlastet Eltern bei Mittagessen und Betreuung in Burglengenfeld

Burglengenfeld. Ab dem 1. Januar 2027 steigen die Entgelte für Mittagessen in Ganztagsklassen sowie für die Mittagsbetreuung. Die Stadt dämpft die Belastung für Eltern und trägt ein Defizit von über 250.000 Euro jährlich.

Burglengenfeld. Ab dem 1. Januar 2027 steigen die Entgelte für Mittagessen in Ganztagsklassen sowie für die Mittagsbetreuung. Die Stadt dämpft die Belastung für Eltern und trägt ein Defizit von über 250.000 Euro jährlich.
Kerstin von Brincken und Hans Deml. Foto: Michael Hitzek

Stadt entlastet Eltern bei Mittagessen und Betreuung in Burglengenfeld

„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, sagt SPD-Stadträtin Kerstin von Brincken. Die Kosten für das Mittagessen in den gebundenen Ganztagsklassen an Grund- und Mittelschule sowie für die Mittagsbetreuung an der Grundschule steigen ab dem 1. Januar 2027. Doch Bürgermeister Martin Antretter hatte sich zuvor erfolgreich dafür stark gemacht, die allgemeinen Kostensteigerungen nicht vollumfänglich an die betroffenen Eltern weiterzugeben.

Kostenanpassungen bei Verpflegung und Betreuung

Die Botschaft der Stadtverwaltung war eindeutig: „Eine Anpassung der Betreuungsentgelte ist ebenso zwingend erforderlich wie die Anpassung der Entgelte für die Mittagsverpflegung“, heißt es im Bericht, der den Mitgliedern des Stadtrats zur Entscheidung vorgelegt worden war. Als Grund dafür wurden deutlich gestiegene Kosten für Lebensmittel, Personal und den Betrieb der Einrichtungen genannt. Die letzte Anpassung der Entgelte liegt fünf Jahre zurück.

Bürgermeister Martin Antretter sagte, die Stadt sei zum wirtschaftlichen Handeln verpflichtet und könne daher die allgemeinen Kostensteigerungen nicht unbeachtet lassen. Und: „Geld, das wir zum kompletten Ausgleich des vorhandenen Defizits zuschießen müssten, stünde uns dann für andere Aufgaben nicht mehr zur Verfügung.“ Zugleich habe er als Ziel ausgegeben, die finanzielle Mehrbelastung für Eltern „in einem sozialverträglichen Rahmen zu halten“.

Die Stadt trägt weiterhin das entstehende Defizit

„Die Stadt trägt für Betreuung und Essen in Zukunft weiter ein Defizit von mehr als einer Viertelmillion Euro im Jahr“, betonte SPD-Fraktionssprecher Hans Deml. Das sei familienfreundlich, ebenso die Qualität und der Umfang der Betreuungsangebote. Verantwortungsbewusster Umgang mit Steuergeldern bedeute auch, die gesamte Bevölkerung im Blick zu haben. „Die Stadt, das sind wir alle, also auch Bürgerinnen und Bürger ohne schulpflichtige Kinder. Das gehört zu einer ganzheitlichen und fairen Betrachtung des Themas dazu“, unterstrich Deml.

Appell an Bund und Land

Bürgermeister Martin Antretter richtete im Stadtrat anhand von zwei Beispielen einen eindringlichen Appell an Bundes- und Landesregierung. Der Bundestag habe per Gesetz den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter beschlossen. Der Landtag habe per Gesetz den staatlichen Kindergartenzuschuss von 100 Euro pro Monat direkt an die Eltern abgeschafft. „Das sind Entscheidungen, die direkt auf die Kommunen durchschlagen und bei uns zu finanziellen Mehrbelastungen oder unpopulären Entscheidungen führen. Wenn wir diese Aufgaben übernehmen sollen, dann müssen uns Bund und Land auch mit den nötigen finanziellen Mitteln ausstatten.“

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