Stadt Grafenwöhr: Richtfest für neues Verwaltungsgebäudes
Stadt Grafenwöhr: Richtfest für neues Verwaltungsgebäudes
Nicht alles sei bislang nach Zeitplan verlaufen, dennoch zeigte man sich in Grafenwöhr zufrieden mit dem bisherigen Bauverlauf des neuen Verwaltungsgebäudes am Marktplatz. Bereits im September vergangenen Jahres konnte der Tiefbau abgeschlossen werden – ein Bauabschnitt, der den Planern und Verantwortlichen einige Schwierigkeiten bereitet hatte. Besonders die Themen Denkmalschutz, Fassadengestaltung und Bodenschutz stellten sich als große Herausforderungen heraus.
Verzögerungen durch Denkmalschutz und Archäologie
Erst nach Abschluss der archäologischen Begleitung habe der eigentliche Bau richtig beginnen können, was den gesamten Zeitplan zusätzlich verzögerte. Bürgermeister Edgar Knobloch betonte am Dienstagmittag beim Richtfest, das neue Gebäude sei dringend nötig gewesen. In den alten Gemäuern hätten schlicht überholte Verhältnisse geherrscht, die nicht mehr zeitgemäß gewesen seien. Der Bürgermeister bekräftigte zudem, dass im Zuge der Baumaßnahme alles neu verbaut werde und künftig eine moderne Verwaltung in den historischen Mauern Platz finde.
Aktuell seien rund vier Millionen Euro verbaut worden – das sei allerdings noch nicht einmal die Hälfte der gesamten Baukosten, so Knobloch weiter. Man rechne insgesamt mit Kosten von etwa zehn Millionen Euro. Ohne die Förderung durch die Regierung wäre ein solches Vorhaben für eine Kleinstadt wie Grafenwöhr kaum zu stemmen gewesen, zeigte sich das Stadtoberhaupt dankbar. Rund 65 Prozent der Kosten für das neue Verwaltungsgebäude würden demnach von externer Seite getragen.
Richtfest als Meilenstein und Halbzeit
Zum Richtfest waren zahlreiche Gäste geladen. Neben den beteiligten Handwerkern und Architekten begrüßte der Bürgermeister auch den stellvertretenden Landrat Albert Nickl, der der Stadt in seiner Rede zu dieser gelungenen Institution gratulierte. Kaplan Naresh Manda segnete im Rahmen der Feier den Bau und wünschte den Beteiligten weiterhin unfallfreies Arbeiten.
Traditionell durfte beim Richtfest auch ein Richtspruch nicht fehlen. Michael Kohl, Zimmerer der Edelsfelder Firma Kohl trug ihn vor und dankte darin dem Bauherrn für seinen Mut, das große Bauvorhaben zu wagen und zu finanzieren. Der Spruch endete mit einem dreifachen Hoch auf die Stadt Grafenwöhr und ihre Bauherrschaft, ehe die Gläser nach altem Brauch in die Mitte geworfen wurden. Im Anschluss ließ man bei einer bayerischen Brotzeit und kühlen Getränken die vergangene Bauzeit gemeinsam Revue passieren.
Zweiter Bauabschnitt bis 2027
Mit dem Richtfest ist die Halbzeit der Baumaßnahme erreicht. Nun beginnt der zweite Bauabschnitt, der voraussichtlich bis Mitte oder Ende 2027 abgeschlossen sein soll. Bis dahin sollen die Grafenwöhrer Stadtverwaltung und die Bürgerinnen und Bürger von einem modernen, zeitgemäßen Verwaltungssitz am Marktplatz profitieren.




