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OTH Amberg-Weiden
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Technologietransfer im Fokus des Innovationsforums

Kemnath. Beim Innovationsforum der Technischen Hochschule Deggendorf in Kemnath stand nicht die Technologie, sondern der Transfer im Fokus. Rund 40 Gäste diskutierten, wie Ideen schneller vom Labor ins Unternehmen kommen.

Technologietransfer im Fokus des Innovationsforums

Warum beim Innovationsforum in Kemnath nicht die Technologie, sondern der Transfer im Mittelpunkt stand. Foto: Stefan Riedel
Warum beim Innovationsforum in Kemnath nicht die Technologie, sondern der Transfer im Mittelpunkt stand. Foto: Stefan Riedel
Warum beim Innovationsforum in Kemnath nicht die Technologie, sondern der Transfer im Mittelpunkt stand. Foto: Stefan Riedel
Warum beim Innovationsforum in Kemnath nicht die Technologie, sondern der Transfer im Mittelpunkt stand. Foto: Stefan Riedel

Zahlreiche Unternehmen kennen das Problem: Gute Ideen sind vorhanden. Neue Technologien auch. Trotzdem schaffen es viele Entwicklungen nie bis zum Kunden. Sie bleiben in Projekten hängen, passen nicht ins bestehende Geschäft oder verschwinden irgendwann in der Schublade. Genau darüber diskutierten rund 40 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik am Donnerstag, dem 28. Mai, beim Innovationsforum am Campus Kemnath der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) – darunter auch THD-Vizepräsidentin Prof. Dr. Veronika Fetzer, Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach von der OTH Amberg-Weiden und der Kemnather Bürgermeister Roman Schäffler.

Transfergedanke prägt den Abend

Bereits zu Beginn formulierte Kemnaths Bürgermeister den Leitgedanken des Abends: „Das Spannende beim Technologietransferzentrum ist das zweite T – der Transfer. Entscheidend ist nicht, was im Labor entsteht, sondern was daraus in den Unternehmen wird.“

Wie dringend diese Aufgabe geworden ist, zeigte Prof. Dr. Thomas Meenken von der THD. Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz verlaufe aktuell in einer Geschwindigkeit, die viele Unternehmen vor neue Herausforderungen stelle. „Wir befinden uns nicht mehr in einem linearen Fortschritt, sondern in einem permanenten Quantensprung“, so der Experte für Technology of Scale. Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Wer Innovation nur beobachtet, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren.

Bauunternehmung MARKGRAF investiert in Digitalisierung

Wie dieser Wandel in der Praxis aussehen kann, zeigte die Firma Bauunternehmung MARKGRAF aus Kemnath. Trotz der herausfordernden Situation in der Baubranche investiert das Unternehmen konsequent in digitale Lösungen und neue Technologien. „Unsere wirtschaftliche Stabilität zeigt sich nicht in Worten, sondern in konkreten Investitionen an unseren Standorten“, erklärte Dr. Stefan König, Leiter IT-Anwendungen und Digitalisierung. Dabei gehe es nicht nur um die Optimierung bestehender Prozesse. Vielmehr verfolgt das Unternehmen das Ziel, neue digitale Lösungen zu entwickeln und damit Bauprozesse moderner und effizienter zu gestalten.

Ein Ansatz dafür und für die Erschließung zusätzlicher Geschäftsfelder ist das neue Spin-out-Programm der TH Deggendorf, das im Rahmen des Forums vorgestellt wurde. Die Grundidee: Viele Unternehmen verfügen bereits über innovative Technologien, Ideen oder Entwicklungen. Häufig passen diese jedoch nicht in das bestehende Kerngeschäft und bleiben deshalb ungenutzt. Das Programm soll dabei helfen, solche Potenziale sichtbar zu machen und daraus eigenständige Produkte, Geschäftsmodelle oder sogar neue Unternehmen entstehen zu lassen.

Menschen im Mittelpunkt der digitalen Transformation

Zum Abschluss rückte Dr. Alois Kastner-Maresch, CEO der LivingLogic AG aus Bayreuth, den Menschen in den Mittelpunkt der Diskussion. Denn bei aller technologischen Dynamik werde der entscheidende Wettbewerbsvorteil künftig nicht allein in der Technologie liegen. „Es geht darum, die Menschen in diesem Prozess nicht zu verlieren“, betonte der Unternehmer. Wer Technologie implementiert, ohne die emotionalen Widerstände und die Überforderung ernst zu nehmen, baut auf sandigem Grund.

Grammer Solar
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Das Innovationsforum machte damit deutlich, welche Rolle der Campus Kemnath künftig einnehmen will: als Ort für den regelmäßigen Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und regionalem Unternehmertum. Oder anders formuliert: Das erste „T“ steht für Technologie. Das zweite entscheidet darüber, ob daraus Zukunft entsteht.

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