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Trachtenjugend hinterlässt sauberen Eindruck in Pressath

Pressath. Rund 250 Jugendliche und 50 Erwachsene aus 14 Trachtenvereinen zelteten eine Woche am Schulsportplatz und zeigten beim bezirksweiten Zeltlager des Oberpfälzer Gauverbands Ordnungssinn, Gemeinschaft und Kirwa-Stimmung.

Trachtenjugend hinterlässt sauberen Eindruck in Pressath

Aus Sicherheitsgründen nur gute sechs Meter lang war der Kirwabaum des Gauverbands-Trachtenjugendzeltlagers in Pressath, und um kein Loch in den Boden des Rasenplatzes bohren zu müssen, hatte man einen Aufstellungsort „außerhalb“ vorbereitet. Aufgerichtet wurde der Stamm allerdings ganz in traditioneller „Schwalben“-Technik. Foto: Bernhard Piegsa
Die Auswahl der Meditations- und Fürbitttexte und die musikalische Begleitung des Wortgottesdienstes zum Trachtenjugendzeltlager hatten die Trabitzer „Haidnaabtaler“ als Gastgeber übernommen. Zu jeder Fürbitte legten sie einen Holzscheit für ein symbolisches Lagerfeuer ab: als Sinnbild für gute Gemeinschaft beim Zeltlager und im Alltagsleben. Foto: Bernhard Piegsa
Jedes Zelt trug einen Namen: So „logierten“ die Ölbrunner an der „Hänsel & Gretel-Gasse“, die Windischeschenbacher an der „Verzauberten Wiese“, Almrausch Regensburg im Zelt der „Bruckmandl-Banditen“, die Lagerleitung „residierte“ am „Hofnarren-Platz“ und die „Sanis“ an der „Kräuterhexen-Straße“. Foto: Bernhard Piegsa
In eine Zeltstadt verwandelte sich das Pressather Schulsportfeld während der Trachtenjugend-Zeltwoche. Foto: Bernhard Piegsa

Wer gelernt hat, beim Tanzen, Singen und Trachtentragen klaren Regeln zu folgen, tut sich auch in anderen Lebenslagen leichter, Ordnung zu wahren: Das beweist die oberpfälzische Trachtenjugend seit mehr als 50 Jahren bei ihren jährlichen Sommerzeltlagern. Nächtliche Unruhe? Eine zerwühlte Rasenfläche? Hässliche Müllhalden? Wer insgeheim Derartiges befürchtet hatte, sah sich von den rund 250 Jugendlichen und 50 Erwachsenen aus 14 Trachtenvereinen zwischen Steinwald und Donau, die am Jugendzeltlager des „Oberpfälzer Gauverbands der Heimat- und Trachtenvereine“ auf dem Pressather Schulsportplatz teilnahmen, angenehm „enttäuscht“.

Ordnung und Respekt prägen das Zeltlager in Pressath

Barbara Heser hatte das auch nicht anders erwartet: „Die Jugend des Gauverbands war 2019 zu Gast in Auerbach“, erinnerte sich die Jugendleiterin des Trabitzer Trachtenvereins „D’Haidnaabtaler“, der heuer die bezirksweite Zeltwoche organisierte: „Offenbar hat sie dort einen guten Eindruck hinterlassen, sonst hätte man sie sicher 2022 kein zweites Mal willkommen geheißen.“ Zwei Jahre Planungsarbeit haben es freilich gebraucht, um ein gut organisiertes, fröhliches Zeltlager vorzubereiten, verriet Heser. Zu dessen Programm gehörte ein Gruppenwettstreit mit vier Disziplinen: einer „Lagerolympiade“ mit Wettkämpfen auf dem Zeltplatz, einer „Stadtrallye“ durch Pressath, einem Gruppenbetreuerwettbewerb und einer „Mini-Playback-Show“ mit selbst erarbeiteten Choreografien der Gruppen.

Besuchertag mit Gottesdienst, Tänzen und Kirwabaum

Der öffentliche Besuchertag am Donnerstag begann mit einem von Pfarrer Edmund Prechtl zelebrierten Wortgottesdienst, dessen Gestaltung die „Haidnaabtaler“-Jugend als Gastgeber übernommen hatte. Themen ihrer Meditations- und Fürbitttexte waren Freundschaft, Solidarität und Verantwortung im Geiste Jesu und der ersten Christen. Höhepunkte des Nachmittags bildeten zwei Kirwatänze der Jugendlichen und Erwachsenen, ein großer „Auftanz“ und die mit Schwalben „zünftig“ vollzogene Kirwabaum-Aufrichtung. Verabschiedet wurden außerdem die langjährigen Gaujugendleiter Markus Baumgärtel und Florian Lutz sowie die „Gebietsjugendleiterin Ost“ Doris Stegerer.

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