Trachtenjugend hinterlässt sauberen Eindruck in Pressath
Trachtenjugend hinterlässt sauberen Eindruck in Pressath
Wer gelernt hat, beim Tanzen, Singen und Trachtentragen klaren Regeln zu folgen, tut sich auch in anderen Lebenslagen leichter, Ordnung zu wahren: Das beweist die oberpfälzische Trachtenjugend seit mehr als 50 Jahren bei ihren jährlichen Sommerzeltlagern. Nächtliche Unruhe? Eine zerwühlte Rasenfläche? Hässliche Müllhalden? Wer insgeheim Derartiges befürchtet hatte, sah sich von den rund 250 Jugendlichen und 50 Erwachsenen aus 14 Trachtenvereinen zwischen Steinwald und Donau, die am Jugendzeltlager des „Oberpfälzer Gauverbands der Heimat- und Trachtenvereine“ auf dem Pressather Schulsportplatz teilnahmen, angenehm „enttäuscht“.
Ordnung und Respekt prägen das Zeltlager in Pressath
Barbara Heser hatte das auch nicht anders erwartet: „Die Jugend des Gauverbands war 2019 zu Gast in Auerbach“, erinnerte sich die Jugendleiterin des Trabitzer Trachtenvereins „D’Haidnaabtaler“, der heuer die bezirksweite Zeltwoche organisierte: „Offenbar hat sie dort einen guten Eindruck hinterlassen, sonst hätte man sie sicher 2022 kein zweites Mal willkommen geheißen.“ Zwei Jahre Planungsarbeit haben es freilich gebraucht, um ein gut organisiertes, fröhliches Zeltlager vorzubereiten, verriet Heser. Zu dessen Programm gehörte ein Gruppenwettstreit mit vier Disziplinen: einer „Lagerolympiade“ mit Wettkämpfen auf dem Zeltplatz, einer „Stadtrallye“ durch Pressath, einem Gruppenbetreuerwettbewerb und einer „Mini-Playback-Show“ mit selbst erarbeiteten Choreografien der Gruppen.
Besuchertag mit Gottesdienst, Tänzen und Kirwabaum
Der öffentliche Besuchertag am Donnerstag begann mit einem von Pfarrer Edmund Prechtl zelebrierten Wortgottesdienst, dessen Gestaltung die „Haidnaabtaler“-Jugend als Gastgeber übernommen hatte. Themen ihrer Meditations- und Fürbitttexte waren Freundschaft, Solidarität und Verantwortung im Geiste Jesu und der ersten Christen. Höhepunkte des Nachmittags bildeten zwei Kirwatänze der Jugendlichen und Erwachsenen, ein großer „Auftanz“ und die mit Schwalben „zünftig“ vollzogene Kirwabaum-Aufrichtung. Verabschiedet wurden außerdem die langjährigen Gaujugendleiter Markus Baumgärtel und Florian Lutz sowie die „Gebietsjugendleiterin Ost“ Doris Stegerer.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!






