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MSR Bertelshofer
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Türkisches Jugendorchester begeistert in Speinshart

Speinshart. Mit einem mitreißenden Konzert in der vollen Klosterkirche zeigte das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra unter Cem Mansur, wie Musik Brücken zwischen Orient und Okzident schlägt und Ovationen erntete.

Speinshart. Mit einem mitreißenden Konzert in der vollen Klosterkirche zeigte das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra unter Cem Mansur, wie Musik Brücken zwischen Orient und Okzident schlägt und Ovationen erntete.
Brücken schlagen zwischen Orient und Okzident hieß der Leitgedanke des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra beim Konzert in der Klosterkirche Speinshart unter Leitung von Cem Mansur. Foto: Robert Dotzauer

Türkisches Jugendorchester begeistert in Speinshart

In Speinshart glänzen Sommer, Sonne und magische Musiken. „Die Türken kommen.“ Jahrhundertelang galten die Heerscharen des Osmanischen Reiches als die größte Bedrohung des Abendlandes. Doch vor den Toren Wiens endete 1683 ihr Siegeszug. Die Türken verloren ihren Schrecken. Nun heißt es wieder: „Die Türken kommen“. Bayreuth begleitet diesen „Angstruf“ mit einem dicken Ausrufezeichen. Der Sturmangriff auf die Festspielstadt und die Region ist musikalischer Natur. Das Festival junger Künstler sieht sich mit seinem interkulturellen Programm als Brückenbauer zwischen Orient und Okzident.

Magische Klänge in der Klosterkirche Speinshart

Dieser lebendige Raum offenbart sich am Freitagabend in Speinshart mit einer sensationellen Konzertkultur. Magische Musiken, so auch der Konzerttitel, betören das Publikum in der voll besetzten Klosterkirche. Über 70 junge Leute des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra „eroberten“ den Altarraum, um die Besucher interkultureller Befindlichkeiten zu entwöhnen. „Musik kennt keine Grenzen“, befand auch Elisabeth Fichtner für die Internationale Begegnungsstätte Kloster Speinshart. Das Orchester unter Leitung von Cem Mansur definierte diese Zielsetzung mit einer bemerkenswerten musikalischen Mischung. Das mächtige Ensemble lud dazu ein, im barocken Kleinod der Abtei alte Musik zu beleben. Mit den „Osmanen“ als Instrumentalisten: eine Einladung, die Neugier weckte.

Mächtig schon der Auftakt, als das Orchester beim Vorspiel zu Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ in die stimmungsvolle Klangwelt des Komponisten einführte. Ein emotionales Stück, dem Tiefes und Poetisches mit Kontrabass, Büsra Basoglu, beim Melodrama aus einer Fantasie aus der Oper „La Sonnambula“ (Der Schlafwandler) von Giovanni Bottesini folgten. Mit „Havanaise“ von Camille Saint-Saens ging es musikalisch in die Welt kubanischer Rhythmen, elegant, schwungvoll und melancholisch zugleich, die Nil ipek Sabi mit virtuosen Violinpassagen bereicherte.

Virtuose Soli und märchenhafte Klangwelten

Ungarisch-zigeunerische Elemente imponierten schließlich in Maurice Ravels Konzert-Rhapsodie „Tzigane“. Mit „Ma Mère l’Oye“, einem weiteren Stück aus Ravels märchenhaften Klanggemälden, zelebrierte das mächtige Ensemble stimmungsvoll den Besuch eines farbenprächtigen Feengartens. Mit viel Gefühl verwandelte das Orchester diesen exotischen Zauber in betörend süße Brückenschläge.

Wann immer von der „Weltsprache der Musik“ die Rede ist: In Speinshart bewiesen über 70 junge Türken die verbindende Kraft dieser interkulturellen Verständigung zwischen Orient und Okzident mit hinreißender Musik statt „Kampfeslärms“. Nach stehenden Ovationen des Publikums war eine Zugabe des Ensembles Pflicht. Ein magischer Abend, der sich bei der anschließenden Begegnung im Innenhof des Klosters bei Klosterbier und Klosterwein fortsetzte.

Begeisterung und Zugabe in Speinshart

Brücken schlagen zwischen Orient und Okzident hieß der Leitgedanke des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra beim Konzert in der Klosterkirche Speinshart unter Leitung von Cem Mansur.

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