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Uiala ist Oberpfälzer Wort des Jahres 2026

Oberpfalz. Zum zweiten Mal kürten Bezirk Oberpfalz und Radio Ramasuri ein Dialektwort. Aus mehreren hundert Vorschlägen wählte die Fachjury schließlich ihren Favoriten, der vor allem in der Mittel- und Nordoberpfalz weit verbreitet ist.

Oberpfalz. Zum zweiten Mal kürten Bezirk Oberpfalz und Radio Ramasuri ein Dialektwort. Aus mehreren hundert Vorschlägen wählte die Fachjury schließlich ihren Favoriten, der vor allem in der Mittel- und Nordoberpfalz weit verbreitet ist.
Foto: Bastian Schreiner

Uiala ist Oberpfälzer Wort des Jahres 2026

Das Oberpfälzer Wort des Jahres 2026 steht fest: Mit „uiala“ präsentierte Bezirkstagspräsident Franz Löffler am Montag einen Ausdruck des Staunens, der Überraschung oder auch des Schreckens. Es ist ein Begriff, der im Oberpfälzer Dialekt in fast jeder Gemütslage verwendet wird, so das Urteil der Fachjury.

Bedeutung des Dialekts für die Region

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr – die Aktion löste eine große Resonanz in der Bevölkerung aus – haben Radio Ramasuri und der Bezirk Oberpfalz heuer erneut dazu aufgerufen, Vorschläge für das Oberpfälzer Wort des Jahres einzureichen. „Die Sprache ist ein wichtiger Bestandteil unserer Identität“, betonte Franz Löffler. Gerade in bewegten Zeiten, in einer immer komplexer werdenden Welt, bietet der Dialekt Halt und Orientierung. Und weiter: „Der Dialekt vermittelt regionale Wurzeln, Heimatgefühl und Zugehörigkeit.“

Verbreitung und Emotionen rund um „uiala“

Auf „miechad“ folgt „uiala“. Aus mehreren hundert Vorschlägen bestimmte die Jury aus Dialektpapst Prof. Dr. Ludwig Zehetner, Mundart-Künstlerin Franziska Glaser, Entertainer Markus Lukas, Humorist Josef Piendl, Musiker Hubert Treml, Autor Martin Stangl und Online-Lexikon-Entwickler Stefan Eber schließlich das Siegerwort. „Uiala“ ist somit der Nachfolger des 2025 gekürten Dialektwortes „miechad“, das nach der Vorstellung für mächtig Furore gesorgt hat.

Laut den Experten ist „uiala“ insbesondere in der Mittel- und Nordoberpfalz weit verbreitet. Auch im Landkreis Cham, versicherte Josef Piendl: „Es drückt eine Vielzahl an Emotionen aus.“ In die gleiche Kerbe schlug Markus Lukas: „Uiala“ stehe quasi für jeden Gemütsausdruck. Martin Stangl meinte, am besten könne man es mit „Huch“ übersetzen. Und Hubert Treml kündigte an, dem Begriff wieder ein Gedicht zu widmen.

Foto: Bastian Schreiner

Ausblick und Einbindung in den Alltag

Dialekt verliert nicht an Bedeutung. Jens Stenglein, Redaktionsleiter von Radio Ramasuri, freute sich über die rege Teilnahme an der Aktion und signalisierte, dass man mit dem Bezirk auch 2027 ein Oberpfälzer Wort des Jahres suchen werde. Nun gilt es, das Dialektwort „uiala“ wieder verstärkt in den Alltagswortschatz zu integrieren. „Denn die Sprache macht uns unverwechselbar“, sagte Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Der Dialekt verändere sich zwar, verliere aber nicht an Bedeutung.

Über den Bezirk Oberpfalz

Über den Bezirk Oberpfalz. Als dritte kommunale Ebene neben den Gemeinden und Landkreisen unterstützt der Bezirk Oberpfalz mit rund 450 Mitarbeitenden Menschen mit Behinderungen sowie Pflegebedürftige und engagiert sich in der Kultur- und Heimatpflege, in der Fischerei und Teichwirtschaft und im Umwelt- und Landschaftsschutz. Die rund 4.000 Beschäftigten der „Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (medbo KU)“ sind an acht Standorten für die neurologische und psychiatrische Gesundheit der Oberpfälzerinnen und Oberpfälzer im Einsatz.

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