Verdi-Senioren verteidigen Daseinsvorsorge in der Oberpfalz

Verdi-Senioren verteidigen Daseinsvorsorge in der Oberpfalz
Die Monatsversammlung der ver.di-Senioren im Fachbereich Post, Telekom und Logistik hatte als Schwerpunkt der Diskussion die Daseinsvorsorge. Grund dafür sind die laufenden politischen Debatten zur Gesundheitsversorgung, Pflege und Rentenversicherung.
ver.di-Senioren diskutieren Daseinsvorsorge in Post, Telekom und Logistik
Vorsitzender der Oberpfälzer ver.di-Senioren, Manfred Haberzeth, gab dazu Einblick in die laufenden Debatten. Er stellte fest, dass in den letzten 30 Jahren bei Krisen immer wieder die gleichen Forderungen in den Raum gestellt werden: Steuersenkungen, Sozialabbau auf allen Gebieten der gesetzlichen Sicherungssysteme, Lohnsenkungen und Arbeitszeitverlängerungen. Verteilungsgerechtigkeit spielt dabei keinerlei Rolle.
Kritik an einseitigen Krisenrezepten und fragwürdigen Prognosen
Dabei werden Bilder über eine angebliche Schieflage der Generationenbelastungen und von zu wenig Leistungsbereitschaft an die Wand gemalt. Grundlage bilden fragwürdige Zukunftsprognosen und das Bild fauler Arbeitnehmer. Ignoriert wird, dass noch nie so viele Stunden geleistet wurden wie aktuell. Die Sozialleistungen sind, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, seit 30 Jahren stabil. Zudem wird bei der Berechnung der Rentenbezugsdauer einfach eine nicht mehr gültige Rechtslage zugrunde gelegt.
Gerade in Krisenzeiten kommt es auf die Verlässlichkeit der sozialen Absicherung an. Deshalb wehren sich die Gewerkschaftsmitglieder gegen eine weitere Verschiebung von Belastungen. Sichtbare Ausdrücke dafür sind die Zuzahlungen und Leistungsausschlüsse in der Krankenversicherung, die Verschiebung beim Renteneintrittsalter und die Übernahme von Leistungen ohne Beitragsgrundlage.


