Vermessung der Vils bei Ensdorf startet

Vermessung der Vils bei Ensdorf startet
Das Wasserwirtschaftsamt Weiden wird in den kommenden Wochen Vermessungsarbeiten an der Vils im Bereich der Gemeinde Ensdorf, Landkreis Amberg-Sulzbach, durchführen lassen. Die Behörde hat hierfür die galileo-ip Ingenieure GmbH aus Altenstadt an der Waldnaab beauftragt. Die Vermessungsarbeiten beginnen am 7. September 2026 und dauern voraussichtlich zwei Wochen.
Zutritt zu angrenzenden Grundstücken erbeten
Das Wasserwirtschaftsamt Weiden bittet die Eigentümerinnen und Eigentümer der an die Vils angrenzenden Grundstücke, den Mitarbeitenden der galileo-ip Ingenieure GmbH den Zutritt zu den Flächen im Rahmen der notwendigen Vermessungsarbeiten nicht zu verwehren.
Hydraulisches Modell als Grundlage für den ökologischen Ausbau
Die Vermessung wird für die Planung eines ökologischen Ausbaus der Vils im Bereich der Wasserkraftanlage Leidersdorf benötigt. Auf Grundlage der Vermessungsdaten wird ein sogenanntes zweidimensionales hydraulisches Modell erstellt. Hydraulische Modellierung bedeutet die digitale Nachbildung des physikalischen Wasserflusses im Gewässer und über Land in mehreren Richtungen. Mit dem hydraulischen Modell können die Auswirkungen der Planung auf den Abfluss der Vils vorhergesagt werden.
Das Wasserwirtschaftsamt Weiden verfolgt mit dem ökologischen Ausbau der Vils bei Leidersdorf das Ziel, die Vils ökologisch aufzuwerten und ihre Eignung als Lebensraum für Fische und andere wassergebundene Lebewesen zu verbessern. Die Behörde leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung eines guten ökologischen Zustands der Vils (Note zwei von fünf) nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Der aktuelle ökologische Zustand der Vils im Bereich zwischen der Einmündung Rosenbach nördlich von Amberg bis zur Einmündung Lauterach bei Schmidmühlen wird als „unbefriedigend“ (Note vier) eingestuft. Ausschlaggebend hierfür ist die Bewertung der in der Flusssohle vorkommenden Kleinlebewesen (es handelt sich dabei besonders um Insekten und ihre Larven, zum Beispiel Libellen oder Eintagsfliegen, Schnecken und Muscheln). Diese kleinen Tierchen sind wichtige Glieder in der Nahrungskette und eignen sich außerdem hervorragend als Bioindikatoren, das heißt, sie spiegeln in besonderem Maße den ökologischen Zustand des Flusses wider.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!


