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Viel Kummer auf Grafenwöhrs heiligen Berg

Grafenwöhr. Viel Kummer und Leid haben die Grafenwöhrer bei Sparziergängen und in Zeiten der Not und des Krieges auf den Annaberg zur Lourdesgrotte getragen. Jetzt gab’s Grund zur Freude: Die […]

Grafenwöhr. Viel Kummer und Leid haben die Grafenwöhrer bei Sparziergängen und in Zeiten der Not und des Krieges auf den Annaberg zur Lourdesgrotte getragen. Jetzt gab’s Grund zur Freude: Die […]
Grafenwöhr. Viel Kummer und Leid haben die Grafenwöhrer bei Sparziergängen und in Zeiten der Not und des Krieges auf den Annaberg zur Lourdesgrotte getragen. Jetzt gab’s Grund zur Freude: Die […]

Viel Kummer auf Grafenwöhrs heiligen Berg

Grafenwöhr. Viel Kummer und Leid haben die Grafenwöhrer bei Sparziergängen und in Zeiten der Not und des Krieges auf den Annaberg zur Lourdesgrotte getragen. Jetzt gab’s Grund zur Freude: Die Lourdesgrotte feiert 125-jähriges Jubiläum. 

Von Renate Gradl

Lordesgrotte Grafenwöhr 125 Jahre Jubiläum 1

“Grafenwöhrs heiliger Berg” war festlich geschmückt bei der Lourdesgrotte. Viele Kerzen, Blumen und gelb-weiße Fähnchen zierten den Ort am 125. Geburtstag der Grotte. Und auch die Sonne lachte vom Himmel. Stadtpfarrer Bernhard Müller begrüßte die Gläubigen zum Festgottesdienst, den er zusammen mit Monsignore Karl Wohlgut feierte. Dieser war auch Festprediger.

“Bei der Lourdesgrotte pflegen wir Grafenwöhrer unsere persönliche Marienfrömmigkeit, denn an dieser Stelle ist in den vergangenen Jahrzehnten viel gebetet worden. Die Grotte hat uns auch das Geschehen der Gnadenstätte Lourdes näher gebracht”, erklärte Wohlgut. Seit den Tagen der Erscheinung der Bernadette Soubirous kommen vor allem Kranke zur Gnadenstätte. Bernadette sah am Gave de Pau, einem Gebirgsfluss aus den Pyrenäen, in der Grotte von Massabielle eine “schöne Dame” im weißen Gewand und einer blauen Stola. Maria äußerte den Wunsch, dass eine Kapelle gebaut werden soll, zu der die Gläubigen in Wallfahrten pilgern können. Bernadette sollte mit den bloßen Händen nach Wasser graben. “Die Heilquelle fließt heute noch”, so der Festprediger.

In Lourdes Trost finden

Monsignore Wohlgut erinnerte an das Mädchen, das viel erleiden musste, auch als sie zwei Jahre nach den Erscheinungen Lourdes verließ, um in Nevers in ein Kloster einzutreten. Nach vielen Demütigungen und einem langen schmerzvollen Leiden an Knochen-Tbc starb Bernadette mit 35 Jahren. Die Muttergottes hatte ihr prophezeit:

Grammer Solar
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Ich werde dich in diesem Leben nicht glücklich machen, wohl aber in der Ewigkeit.”

Sie selbst habe, demütig wie sie war, gesagt: “Meine Geschichte ist ganz einfach. Die Jungfrau hat sich meiner bedient. Dann hat sie mich in die Ecke gestellt. Dort ist mein Platz, dort bin ich glücklich und dort bleibe ich.”

Wohlgut sprach auch von den wunderbaren Heilungen, die sich bereits zu Lebzeiten von Bernadette ereigneten. Da war beispielsweise der 18 Monate alte Louis-Justin aus der Nachbarschaft der Soubirous, der an den Beinen gelähmt war und Anfälle hatte. Er erfuhr seine Heilung, nachdem ihn seine Mutter minutenlang in das eiskalte Wasser der Lourdesquelle tauchte. In den Protokollen der internationalen medizinischen Vereinigung der Ärzte sind fast 7.000 unerklärte Heilungen notiert. Eine bischöfliche Kommission hat jedoch keine 100 davon kirchlicherseits als Wunder anerkannt. Es spielte keine Rolle, welcher Konfession die Kranken angehörten.

Es werde jedoch nicht jeder, der nach Lourdes pilgert, von seiner Krankheit geheilt. “Sicher gibt es Enttäuschte. Aber auch die Zahl derer, die in Lourdes Trost gefunden haben, ist groß. Im Durchschnitt kommen rund zwei Millionen Wallfahrer nach Lourdes. 1940 war es der Dichter Franz Werfel, ein Jude, der vor den Nazis geflohen war. Er bewunderte das gläubige Vertrauen der Christen in diesem Ort. Werfel schrieb ein Buch über das Wunder von Lourdes, das auch verfilmt wurde. Dadurch wurde auch die Marienfrömmigkeit gefördert.

Lourdesgrotte vereint Europa

“Aber auch unsere Lourdesgrote auf dem Annaberg ist ein Ort des Gebetes. Auch wenn nichts davon aufgezeichnet ist, dürfen wir davon ausgehen, dass die Wertschätzung dieser Andachtsstätte nicht nachgelassen hat”, so Wohlgut. Er dankte allen, die hier beten, sich um die Grotte kümmern und hier ein Zeichen ihres Glaubens setzen. In Lourdes sind es die Soldaten, die in jüngster Zeit zu tausenden aus allen Ländern Europas zusammenkommen und für den Frieden beten.

Den Festgottesdienst am Annaberg hat das Ensemble “ChorDiSono” aus Weiden unter der Leitung von Alexander Meiler und Wolfgang Dirscherl am Klavier musikalisch eindrucksvoll gestaltet. Erklungen sind Lieder über die Schöpfung, das “Halleluja” und “You raise me up”. Das “Vergelt’s Gott” des Stadtpfarrers galt ihnen sowie allen, die mit vorbereitet haben, dem Pfarrgemeinderat, dem Mesner, Stephan Wolf, Martina Brunner, Andreas Keck, Birgit Plößner, der Familie Biersack, dem Städtischen Bauhof und besonders Monsignore Karl Wohlgut.

Unter dem Segen wurden nicht nur die Gläubigen gestellt, sondern auch die neuen Stühle, auf der sie saßen. Nachdem zusammen das “Lourdes”-Lied gesungen war, konnte man sich bei Weißwürsten und Brezen am Fuß des Annabergs stärken. Eine Maiandacht am Nachmittag beendete die Feierlichkeiten an der Lourdesgrotte.

Lordesgrotte Grafenwöhr 125 Jahre Jubiläum 2