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Virtuelle Wanderung durch die Pfarrei

Waldthurn. Eine besondere Buchvorstellung erlebten die zahlreichen Besucher, darunter Gäste aus Waidhaus und Vohenstrauß, am vergangenen Freitag im stilvollen Ambiente des Lobkowitzschlosses. Der Heimatkundliche Arbeitskreis (HAK) Waldthurn präsentierte zusammen mit dem OWV Waldthurn seine neue, rund 140 Seiten starke Broschüre „Marterl – Kapellen – Denkmale“ – und verband dies auf originelle Weise mit einer virtuellen Wanderung in Text und Bild durch die gesamte Pfarrei St. Sebastian. Foto: Franz Völkl

Virtuelle Wanderung durch die Pfarrei

Unterhaltsame Buchvorstellung mit den beiden virtuellen Wanderern Steffi Daubenmerkl (links) und Andrea Götz. Foto: Franz Völkl
HAK und OWV Waldthurn stellen Broschüre Martel-Kapellen-Denkmale vor. Im Bild: OWV Vorsitzender Roman Bauer (rechts) Foto: Franz Völkl
„Gestalter“ Helmut Gollwitzer. Foto: Franz Völkl
Die beiden HAK – Vorsitzenden Josefine Schmid und Rudi Meißner. Foto: Franz Völkl
Angela Bodensteiner (links). Foto: Franz Völkl
Dr. Johannes Weig (Mitte). Foto: Franz Völkl
Emilie Stahl (Foto: Franz Völkl)
Die beiden Wanderer Steffi Daubenmerkl (links) und Andrea Götz. Foto: Franz Völkl
Hans Pausch Foto: Franz Völkl
Georg Schmidbauer. Foto: Franz Völkl
Der OWV Waldthurn mit (von links) Johanna Grünauer, Horst Pleyer und Roman Bauer. Foto: Franz Völkl
Der Waldthurner Ehrenbürger Georg Schmidbauer. Foto: Franz Völkl

Heimatkundlicher Arbeitskreis stellt neues Werk vor

Bereits bei der Begrüßung machten die beiden HAK-Vorsitzenden Josefine Schmid und Rudi Meißner deutlich, wie viel Herzblut und Detailarbeit in der neuen Broschüre steckt. Gemeinsam mit ihrem engagierten Team ist es ihnen zusammen mit den OWV Waldthurn gelungen, ein heimatkundliches Werk zu schaffen, das Geschichte, Kultur, Glaube und Geschichten in der Region eindrucksvoll vereint. Marterl seien uralte Sühnekreuze, Bildsäulen, Bildstöcke und Feldkreuze, dazu Kapellen sind Zeichen christlicher Frömmigkeit und somit wertvolles Kulturgut. Gerade die Pfarrei St. Sebastian Waldthurn, zu der auch die beiden Ortschaften Remmelberg und Schammesrieth (Gemeinde Theisseil) gehören, sei reich an solchen religiösen, aber auch anderen Denkmälern.

Unterhaltsame Vorstellung

Statt einer klassischen Buchvorstellung nahmen Steffi Daubenmerkl und Andrea Götz die Gäste humorvoll mit auf eine anschauliche Wanderschaft durch die Pfarrei. Station für Station führte die virtuelle Wanderung multimedial an der Leinwand und von dem neuen Büchlein begleitet, durch die verschiedenen Ortsteile.
Die jeweiligen Abschnitte wurden von Mitwirkenden sachkundig und voller interessanter Geschichten rund um die Marterl, Kapellen und Denkmale vorgestellt. „Viele Hände – bald ein Ende“ brachten die beiden Wanderinnen die gemeinsame Aktion von HAK und OWV humorvoll auf den Punkt.

Gelungenes Werk

Für die ansprechende Gestaltung und Erstellung der neuen Broschüre zeichnet sich Helmut Gollwitzer verantwortlich, der dem Werk ein modernes und zugleich heimatverbundenes Erscheinungsbild verliehen hat. „Ohne ihn wäre diese Werk nicht möglich gewesen“, sagte der Waldthurner Ehrenbürger Georg Schmidbauer vom Heimatkundlichen Arbeitskreis.
Untermalt wurde das Heft mit eindrucksvollen Fotografien aus der Linse von „Profifotograf“ Rainer Sollfrank, dabei hat er manches bisher weniger bekannte Objekt aufgespürt hat und lebendig werden lassen.
„Kartengestalter“ in der Broschüre war Horst Pleyer. Auch QR-Codes wurden eingebracht, dass die Inhalte auch digital weiter vertieft werden können – ein gelungener Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne.

Rathaus und Gänsbürgerladen

Zukünftig wolle man diese QR-Codes auch an den jeweiligen Objekt direkt anbringen. In der Wanderpause nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich mit weiteren Veröffentlichungen des Arbeitskreises den „Schulgeschichte(n)“, dem Mundartheft sowie den Wirtshausgeschichten einzudecken. Die Publikationen sind im Rathaus sowie im Gänsbürgerladen erhältlich.

Wanderung durch die Ortschaften

Interessante Geschichten, die sich hinter den jeweiligen Objekten verbergen, wurden durch die aufgerufenen Protagonisten erzählt. So bezeugen so manche Gewalttaten oder Gruselgeschichten damals mit Sühnekreuzen. Feld- und Dorfkreuze wurden ganz einfach von frommen Menschen errichtet. Aber auch von Kreuzen, die auf Irrlichter hinweisen, wurde erzählt. Vom Kraftort „Beern – Kreuz – Schwarzes Kreuz“ in Spielberg, von da aus man bis „In dWeiden schaun kann“ erzählten die beiden Wandersleut. OWV – Vorsitzender Roman Bauer, Horst Pleyer, Johanna Grünauer und Helmut Gollwitzer referierten eingangs für Waldthurn. Für Oberbernrieth, Ober- und Unterfahrenberg sprach Georg Schmidbauer auch vom Mangel an Häusern in Mangelsdorf. Lennesrieth wurde von Hans Pausch interessant beleuchtet, Albersrieth durch Dr. Johannes Weig vorgestellt. Emilie Stahl widmete sich Frankenrieth, Brunnhof und Ottenrieth, während Angela Bodensteiner den vielen Interessierten ihre alte Heimat Schammesrieth und Remmelberg näherbrachte. Den Schlusspunkt setzten die beiden Wanderer mit Einblicken in Spielberg, Wampenhof, Sandbachhöf, Goldbrunn und Woppenrieth.
Noch – Bürgermeister Josef Beimler sagte dem HAK und dem OWV ein herzliches Vergelts Gott für das die Verantwortung für die Heimat und der „eigentlichen Geschichte“ der Region.

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