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Bayernwerk
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Von Ehrenamt bis Maibaum aufstellen: Gemeinschaft prägt das Flosser Land

Floß. Das Flosser Land steht seit 1972 für engen Zusammenhalt und gelebtes Brauchtum. Ehemalige Gemeinden halten Vereine, Genossenschaften und Feste lebendig – vom Maibaum in Kalmreuth bis zur Feuerwehr Bergnetsreuth.

Floß. Das Flosser Land steht seit 1972 für engen Zusammenhalt und gelebtes Brauchtum. Ehemalige Gemeinden halten Vereine, Genossenschaften und Feste lebendig – vom Maibaum in Kalmreuth bis zur Feuerwehr Bergnetsreuth.
Der Maibaum in Kalmreuth. Foto: Fred Lehner

Von Ehrenamt bis Maibaum aufstellen: Gemeinschaft prägt das Flosser Land

Noch immer kann man vor der Bevölkerung des Flosser Landes, das bei der Gemeindegebietsreform 1972 auf freiwilliger Basis in den Markt Floß eingegliedert wurde, den Hut ziehen. Mehr als 150 Jahre zuvor waren die Gebiete rund um die sechs Flosser Landgemeinden Bergnetsreuth, Gailertsreuth, Gösen, Grafenreuth, Schlattein und Schönbrunn selbstständig in einer Verwaltungsgemeinschaft vereint, bis sie im Jahre 1972 durch Mehrheitsbeschluss der Bevölkerung in den Markt eingegliedert und verwaltet wurden.

Zusammenhalt und Gemeinschaft

Was seit dieser Zeit auffällt: Zusammenhalt und Gemeinschaft sind für das Flosser Land heute noch unzertrennbar verbunden. Das drückt sich auch dadurch aus, dass früher bestehende Einrichtungen, Genossenschaften und Vereine auch heute noch existieren und aufrechterhalten werden. Darauf ist man allenthalben stolz. Ein Beispiel sind die heute noch bestehenden Jagdgenossenschaften, aufgeteilt auf die sechs früheren Gemeinden.

Vereine, Genossenschaften und Ehrenamt

Auch Teile früherer Flurbereinigungsgenossenschaften bestehen noch, und niemand rüttelt am Ländlichen Burschenverein Umgebung von Floß. Stolz ist man auf die Freiwillige Feuerwehr Bergnetsreuth, die im nächsten Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern kann. Ein Aushängeschild ist die Volkstanzgruppe „Flosser Landfrauen“ unter der souveränen Leitung von Gisela Bock. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere vorbildliche Einrichtungen geschaffen: der Ortsverband des Bayerischen Bauernverbandes, die Waldbesitzervereinigung, die Anbaugenossenschaft, die Brennereigenossenschaft (aufgelöst) und die Gesangsgruppe der Flosser Landfrauen (aufgelöst). Die Gründung einer Notschlachtgemeinschaft unter Hans Gollwitzer aus Würzelbrunn ist heute noch beispielhaft.

Auch bei der „Kleinen Dorferneuerung“ sind zwei Maßnahmen zu erwähnen: die Erneuerung und Sanierung des historischen Glockenturms in Schlattein und der Neubau eines Gemeindehauses im Ortsteil Kalmreuth. Projekte, die das Flosser Land weiter aufwerten.

Kirchliche Initiativen und Kapellen

Aus kirchlicher Sicht weiß man die Idee des früheren Pfarrers Klaus Stolz, alljährlich einen „Gottesdienst auf dem Land“ abzuhalten, überaus zu schätzen. Das christlich geprägte Flosser Land erhielt im Jahre 1984 in Hardtheim durch die Eheleute Sophie und Erich Stich die „Barbara-Kapelle“, und die Eheleute Mathilde und Hermann Gollwitzer errichteten 1995 die St. Johannes Kapelle auf der Anhöhe in der Neustädter Straße.

Dorfgemeinschaften, wie sie früher üblich waren, sind noch nicht alle aufgelassen. Man trifft sich, findet zum Gespräch und zum Erfahrungsaustausch und freut sich immer noch, wenn vom „modern und fortschrittlich eingestellten Flosser Land“ zur Rede ist.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Kommunalpolitik: Markt und Land – Hand in Hand

Kommunalpolitisch hat man sich längst zu einer festen Gemeinschaft gefunden. Sie ist der Garant für den Ausspruch: „Markt und Land – Hand in Hand“, den Bürgermeister Fred Lehner zu Beginn der neuen Großgemeinde Floß im Jahre 1972 prägte. Selbst in der Zusammensetzung der politischen Parteien gehören Markt und Flosser Land fest zusammen.

Dieses Aufeinanderzugehen hat sich bis heute hervorragend bewährt. Niemand fühlt sich ausgegrenzt. Hier ein Paradebeispiel:

Maibaum-Tradition und Zusammenhalt in den Dörfern

Auch heute noch strahlen Dörfer im Flosser Land Zusammenhalt und Gemeinschaft aus, wenn der 1. Mai kommt und wenn es um die Aufstellung eines Maibaums geht. Nicht nur der Maibaum im Zentrum des Marktes, unterhalb des Wahrzeichens von Floß, dem Röhrkasten mit Adler und Fratzengesicht, strahlt als Symbol des Frühlings, des neu erwachten Lebens und der Fruchtbarkeit; auch in einer Reihe von Dörfern wie Kalmreuth, Schlattein, Gösen und Grafenreuth wird dieser Brauch als Symbol des Erwachens der Natur gefeiert. Dörfer und Bevölkerung bekennen sich zum festen und gemeinsamen Zusammenhalt, und das zeichnet dieses stolze Flosser Amt und seine Bevölkerung in hohem Maße aus. Eine Kommune kann darüber nur dankbar und froh sein, dass der Grundsatz: „In der Gemeinsamkeit liegt die Stärke“ kein Lippenbekenntnis ist, sondern Tag für Tag umgesetzt wird. Tradition und Brauchtum haben im Flosser Land einen hohen Stellenwert.

Was seit dieser Zeit auffällt: Zusammenhalt und Gemeinschaft sind für das Flosser Land heute noch unzertrennbar verbunden. Das drückt sich auch dadurch aus, dass früher bestehende Einrichtungen, Genossenschaften und Vereine auch heute noch existieren und aufrechterhalten werden. Darauf ist man allenthalben stolz. Ein Beispiel sind die heute noch bestehenden Jagdgenossenschaften, aufgeteilt auf die sechs früheren Gemeinden.

Vereine, Genossenschaften und Ehrenamt im Flosser Land

Auch Teile früherer Flurbereinigungsgenossenschaften bestehen noch, und niemand rüttelt am Ländlichen Burschenverein Umgebung von Floß. Stolz ist man auf die Freiwillige Feuerwehr Bergnetsreuth, die im nächsten Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern kann. Ein Aushängeschild ist die Volkstanzgruppe „Flosser Landfrauen“ unter der souveränen Leitung von Gisela Bock. Dass nach dem Zweiten Weltkrieg beispielhafte Selbsthilfeeinrichtungen geschaffen wurden, darunter der Ortsverband des Bayerischen Bauernverbandes, die Waldbesitzervereinigung Floß und Umgebung, die Anbaugenossenschaft für Qualitätskartoffeln, die leider inzwischen wieder aufgelassene Brennereigenossenschaft und die nicht mehr bestehende Gesangsgruppe der Flosser Landfrauen, sollte nicht unerwähnt bleiben. Die Gründung einer Notschlachtgemeinschaft unter Hans Gollwitzer aus Würzelbrunn ist heute noch eine beispielhafte Selbsthilfeeinrichtung.

Auch im Rahmen der „Kleinen Dorferneuerung“ sind zwei Maßnahmen zu erwähnen, nämlich die Erneuerung und Sanierung des historischen Glockenturms in Schlattein und der Neubau eines Gemeindehauses im Ortsteil Kalmreuth. Projekte, die das Flosser Land weiter aufwerten.

Kirchliche Initiativen und Kapellen

Aus kirchlicher Sicht weiß man die Idee des früheren Pfarrers Klaus Stolz, alljährlich einen „Gottesdienst auf dem Land“ abzuhalten, überaus zu schätzen. Das christlich geprägte Flosser Land erhielt im Jahre 1984 in Hardtheim durch die Eheleute Sophie und Erich Stich die „Barbara-Kapelle“, und die Eheleute Mathilde und Hermann Gollwitzer errichteten 1995 die St. Johannes Kapelle auf der Anhöhe in der Neustädter Straße.

Dorfgemeinschaften, wie sie früher üblich waren, sind noch nicht alle aufgelassen. Man trifft sich, findet zum Gespräch und zum Erfahrungsaustausch und freut sich immer noch, wenn vom „modern und fortschrittlich eingestellten Flosser Land“ zur Rede ist.

Kommunalpolitik: Markt und Land – Hand in Hand

Kommunalpolitisch hat man sich längst zu einer festen Gemeinschaft gefunden. Sie ist der Garant für den Ausspruch: „Markt und Land – Hand in Hand“, den Bürgermeister Fred Lehner zu Beginn der neuen Großgemeinde Floß im Jahre 1972 prägte. Selbst in der Zusammensetzung der politischen Parteien gehören Markt und Flosser Land fest zusammen.

Dieses Aufeinanderzugehen hat sich bis heute hervorragend bewährt. Niemand fühlt sich ausgegrenzt. Hier ein Paradebeispiel:

Maibaum-Tradition und Zusammenhalt in den Dörfern

Auch heute noch strahlen Dörfer im Flosser Land Zusammenhalt und Gemeinschaft aus, wenn der 1. Mai kommt und wenn es um die Aufstellung eines Maibaums geht. Nicht nur der Maibaum im Zentrum des Marktes, unterhalb des Wahrzeichens von Floß, dem Röhrkasten mit Adler und Fratzengesicht, strahlt als Symbol des Frühlings, des neu erwachten Lebens und der Fruchtbarkeit; auch in einer Reihe von Dörfern wie Kalmreuth, Schlattein, Gösen und Grafenreuth wird dieser Brauch als Symbol des Erwachens der Natur gefeiert. Dörfer und Bevölkerung bekennen sich zum festen und gemeinsamen Zusammenhalt, und das zeichnet dieses stolze Flosser Amt und seine Bevölkerung in hohem Maße aus. Eine Kommune kann darüber nur dankbar und froh sein, dass der Grundsatz: „In der Gemeinsamkeit liegt die Stärke“ kein Lippenbekenntnis ist, sondern Tag für Tag umgesetzt wird. Tradition und Brauchtum haben im Flosser Land einen hohen Stellenwert.