Von Rostlauben und Raritäten: Ein Herz für Oldtimer-Bulldogs
Von Rostlauben und Raritäten: Ein Herz für Oldtimer-Bulldogs
Den Züchtern kleiner Tiere haben es die motorisierten Oldtimer angetan. Traktoren aller Art, mindestens 30 Jahre alt, fanden sich zu einem Treffen der besonderen Art mit einer Parade auf dem Wiesengelände des Kleintierzuchtvereins in Tremmersdorf ein.
Oldtimer-Stelldichein
Die Worte „unverwüstlich“ und „deutsche Qualitätsware“ waren am Sonntag in aller Munde. Im Blick hatten die vielen hundert Besucher zirka 100 Traktoren, die in Reih und Glied auf dem Gelände des Kleintierzuchtvereins Tremmersdorf/Speinshart zu bestaunen waren. Es war eine einzigartige Schau ohne Glanz und Chrom, aber mit vielen Lebensspuren. Ein Oldtimer-Stelldichein mit Enthusiasten aus der gesamten nördlichen Oberpfalz bis hinein ins Fränkische. Ein faszinierendes Szenario an Rostlauben und Raritäten zwischen Dieseldampf und tuckernden Schleppern.
Leidenschaftliche Pflege
„Da stehen Tausende von PS auf der Wiese“, orakelte Cheforganisator Lukas Edl. Der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins zeigte sich inmitten der Dampf-Rösser schwer beeindruckt von „soviel Leidenschaft über die Hege und Pflege“, welche den Vehikeln zuteilwird. Bei einem Rundgang entdeckten die Besuchermassen Schlepper, die offenbar schon dem Dornröschenschlaf entrissen wurden. Bei durchwachsenem Wetter staunten die Schaulustigen zwischen Regenschauern und Sommersonne über Stahlrösser, die tatsächlich immer wieder den kritischen Bewertungen des TÜV standhalten.
Imposante Parade
Eine imposante Parade von Fendt und Schlütern, von Mercedes-Benz und MAN, Ford, Hanomag, Fahr und Güldnern, mit Baujahren ab 1952 und zwölf Pferdestärken. Auch ein Gutbrod-Kleintraktor, Baujahr 1963, schaffte es nach Tremmersdorf. In der Ausstellungshalle erinnerte die elegante Kutsche von Thomas Edl an die Vor-Ära des Bulldogs zu Zeiten mit zwei Pferdestärken.
Gut versorgt fühlten sich auch die Besucher. Für seine Spezialitäten warb Hobby-Kaffeeröster Matthias Dromann aus Wölkersdorf, für herzhafte Mahlzeiten und Kaffee und Kuchen sorgte der Verein.
„Ein rundum gelungenes Fest“
Am Imkerstand empfahl Reinhold Ziegler, Vorsitzender des Imkervereins Kirchenthumbach, reinen Bienenhonig und die angebotenen Kostproben überzeugten viele Besucher von der Qualität der guten Tropfen aus der Feinbrennerei Pühl aus Filchendorf. Vor der Halle staunte der Besucherstrom über die Holzsägekunst von Marcel Kausler aus Kastl. Kinderkarussell, Hüpfburg, Süßigkeitenstand und die exklusiven und modischen Angebote aus Filz von Beate Gillich-Rix ließen einen Kirchweihsonntag vermuten.
Wegen der schlechten Wetterprognosen musste die geplante Schlepper-Rundfahrt entfallen. Dennoch zeigten sich die Veranstalter zufrieden. „Es war ein rundum gelungenes Fest für alle Generationen“, resümierte Lukas Edl.






