Vortrag, Konzert und Ausstellung in Sulzbach-Rosenberg gegen Antisemitismus
Vortrag, Konzert und Ausstellung in Sulzbach-Rosenberg gegen Antisemitismus

Die Zeiten, in denen sich Rechtsradikale ausschließlich mit Glatze, Springerstiefeln und Bomberjacke zeigten, sind lange vorbei. Einen Einblick in die aktuellen Symbole und Codes der extremen Rechten gab im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Szenekenner Basti Drumm auf Einladung des PunK e.V. im Jugendzentrum Hängematte in Sulzbach-Rosenberg.
Aktuelle Symbole und Codes der extremen Rechten
Der Sozialarbeiter und langjährige Organisator des Kein Bock auf Nazis-Festivals in Kusel zeigte anhand zahlreicher Bilder und Hörbeispiele die aktuellsten Erscheinungsformen der rechten Musikszene und welche Rolle Antisemitismus dabei spielt. „Neonazis tragen heute hippe Klamotten, hören Rap-Musik und sind leider vielfach in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, warnt Basti Drumm.
Zivilgesellschaft gegen Antisemitismus: Konzert setzt Zeichen
Der Normalisierung extrem rechten Denkens entgegenzutreten, sieht er als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Man könne das Problem nicht nur an staatliche Behörden auslagern, stattdessen sei die Zivilgesellschaft gefordert. „Wir alle müssen laut sein gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“, fordert Drumm. Passend dazu setzen beim anschließenden Konzert gegen jeden Antisemitismus des Konzertkollektivs Flusensieb die Bands who‘s next, Pigs might Fly und cold fury ein lautstarkes musikalisches Zeichen gegen Hass und Hetze.
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