Warnstreiks in Regensburg ver.di fordert Angebot

Warnstreiks in Regensburg ver.di fordert Angebot
Nachdem die öffentlichen Arbeitgeber beim Verhandlungsauftakt in der Tarifrunde für die Länderbeschäftigten Anfang Dezember kein Angebot vorgelegt hatten, erhöht ver.di den Druck auf die Arbeitgeberseite vor der zweiten Verhandlungsrunde (Donnerstag/Freitag in Potsdam) und ruft für Mittwoch, den 14. Januar 2026, auch in der Oberpfalz die Beschäftigten einiger Länderdienststellen zum Warnstreik auf. Betroffen sein werden unter anderem die Uniklinik Regensburg, die Universität Regensburg, das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz, das Landesamt für Denkmalschutz, das Wasserwirtschaftsamt Regensburg sowie die Regierung der Oberpfalz.
Druck auf Arbeitgeber vor zweiter Verhandlungsrunde
„In der zweiten Verhandlungsrunde muss ein Angebot her!“ betont Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) und verdeutlicht, dass die Länderbeschäftigten entschlossen seien, um für ihre berechtigten Lohnforderungen einzustehen. „Es ist unerträglich, dass wieder einmal die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ihren Gürtel enger schnallen sollen. Tagtäglich leisten diese Unschätzbares für Gesellschaft und Wirtschaft und haben deshalb auch eine entsprechende Lohnerhöhung verdient!“ so Gröbner weiter. Beispielhaft sei gerade jetzt im Winter deutlich, dass es ohne die Beschäftigten in den Straßenmeistereien zappenduster wäre. „Ohne Winterdienst, auch der Länderbeschäftigten, ginge bei uns gar nichts“, so Gröbner.
Der Empörung der Beamtinnen und Beamten in den Länderdienststellen verschafft Marina Mühlbauer (stellv. Geschäftsführerin ver.di Oberpfalz) Luft: „Die Kolleginnen und Kollegen sind stinksauer, dass Ministerpräsident Dr. Markus Söder bereits angekündigt hat, einen etwaigen Tarifabschluss mit sechsmonatiger Verspätung auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Deshalb rufen wir auch alle Beamtinnen und Beamten dazu auf, sich im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Freizeit an unseren Aktionen und Warnstreiks solidarisch zu beteiligen!“
Rund 300 Teilnehmende in Regensburg erwartet
„Am Mittwoch erwarten wir rund 300 Länderbeschäftigte aus den betreffenden Dienststellen und Betrieben in Regensburg“ freut sich Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner und betont: „Unser Signal an die Arbeitgeber ist deutlich. Die Beschäftigten erwarten Wertschätzung und ein deutliches Lohnplus!“
Im Rahmen der Zwischenkundgebungen, des Demozuges und der Abschlusskundgebung sind O-Ton-Aufnahmen mit den Streikenden möglich. Darüber hinaus steht der Hauptredner, Tarifkoordinator und stellv. Landesbezirksleiter ver.di Bayern, Sinan Öztürk, für Interviews zur Verfügung.
Forderungen der Gewerkschaft ver.di
ver.di fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens aber 300 Euro. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Studentische Beschäftigte sollen ein tariflich garantiertes Mindeststundenentgelt erhalten. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) soll zwölf Monate betragen.




