Weiden und Issy-les-Moulineaux feiern 70-jährige Städtepartnerschaft
Weiden und Issy-les-Moulineaux feiern 70-jährige Städtepartnerschaft
“Wir sind heute zusammengekommen, um unsere Städtepartnerschaften, unsere Freundschaften, und vor allem ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern”, begrüßte Oberbürgermeister Jens Meyer im Gustav-von-Schlör-Saal die Delegationen aus den Partnerstädten und Partnerschaften. Obwohl erst vor 62 Jahren die Partnerschaftsurkunden unterschrieben worden seien, würden erste Kontakte zwischen den damaligen beiden Bürgermeistern Hans Schelter und Bonaventure Leca seit nunmehr sieben Jahrzehnten Bestand haben, unterstrich er.
Jugendgruppen im Austausch
Beide Rathauschefs hätten sich beim Kongress der „Internationalen Bürgermeisterunion“ in Braunschweig im September 1954 kennengelernt und auf Anhieb gegenseitig sympathisch gefunden. Dies habe dann die Idee von einer direkten Begegnung von Mensch zu Mensch beflügelt. Bereits 1955 hätten sich eine deutsche und französische Jugendgruppe auf den Weg ins unbekannte Nachbarland gemacht. Nachfolgende Generationen hätten den Austausch dann vertieft. Durchs Programm führten die neue Kulturamtsleiterin Sabine Guhl und Rechtsdezernent Andreas Holz.
Multinationale Gruppe von Freunden
“Hoch und lang lebe unsere Städtepartnerschaft”, sagte Stadträtin Caroline Millan aus Issy in der Max-Reger-Halle. Von einer Stärkung des Geistes der Nachkriegsversöhnung sprach Maceratas Bürgermeister Sandro Paracaroli, das Gemeindeoberhaupt von Weiden am See, Heinrich Hareter, von der länderübergreifenden Partnerschaft. Und die Bürgermeisterin von Annaberg-Buchholz, Anke Hanzlik, sprach vom wertvollen Beitrag für ein friedliches Europa. Bürgermeister Martin Hurajčík aus Marienbad dankte für die Zusammenarbeit und Colonel Kevin Poole von der U.S. Army Garrison Bavaria betonte die Großartigkeit, Teil dieser multinationalen Gruppe von Freunden sein zu dürfen.
Europahymne
OB Meyer zeichnete Ulrike Maronnie und Petra Vorsatz mit dem Preis der Stadt Weiden für Verdienste um die Städtepartnerschaft und Europa aus. Dann wurden zwischen Weiden und Issy Geschenke ausgetauscht. Nach der deutschen und französischen Nationalhymne und der Europahymne, gespielt vom NOpf-Brass, trugen sich die Gäste ins Goldene Buch der Stadt ein.
Ausstellung über Städtepartnerschaft beendet
Mit einer Finissage und großer Resonanz beendete Stadtarchivar Sebastian Schott am Samstagnachmittag die Bilderausstellung über die 70-jährige Partnerschaft zwischen Weiden und Issy-les-Moulineaux im Kulturzentrum Hans Bauer. Einen Monat lang konnten sich die Bürger hier über die Geschichte der beiden Städte informieren. Gezeigt wurden neben alten und neuen Fotografien auch Erinnerungsstücke, wie auf Hochglanz polierte Pokale, welche die vielen sportlichen Wettbewerbe zwischen den beiden Partnerstädten dokumentierten.
Viele Gäste aus Frankreich
“Es war von vorneherein klar, dass der Höhepunkt der Ausstellung der Tag sein würde, an dem die Gäste aus Issy auch anwesend sein würden”, sagte Schott. “Maßgeblich war für mich, mit dieser Ausstellung zu zeigen, dass Issy nicht nur die älteste, sondern auch die am breitesten aufgestellte unter allen Städtepartnerschaften Weidens ist.”







