Weihern feiert grandiosen Auftakt am Kirwa-Samstag

Weihern feiert grandiosen Auftakt am Kirwa-Samstag
Gastbeitrag von: Hans Schlosser
Schon Tage zuvor wurde der prächtige Kirwabaum geschlagen und entrindet sowie gut versteckt und bewacht. Zwar wurde am Freitagabend noch versucht, den Gipfel zu stehlen, doch die Bewacher konnten die Diebe überlisten. Am Samstag läuteten die Glocken der Pfarrkirche in Weihern, um das Patrozinium der St.-Margareta-Kirche zu feiern, und zwar im Dorfheim, da die Renovierungsarbeiten der Pfarrkirche leider noch andauern.
KLJB Weihern–Stein stellt 25,90 Meter langen Kirwabaum auf
Am Dorfplatz, bei hochsommerlichen Temperaturen, nahm dann die KLJB Weihern–Stein unter dem neuen Vorstand Korbinian Schweiger das Zepter. Die genau 25,90 Meter lange Fichte wurde in Begleitung der Weiherner Kirwa-Musik, dem Duo „Johannes und Theresa Reis“, auf den Dorfplatz getragen. Unter der Leitung von Thomas Reitinger, Josef Zimmermann jun. und Leo Haider hievten die zahlreichen Kirwa-Burschen mit Schwalben, Gerüstböcken und Leitern den Baum in die betonierte Vorrichtung. Bei diesen heißen Sonnenstrahlen mussten sich die Burschen ganz schön ins Zeug legen. Lohn war der Applaus der vielen Kirchweihgäste aus nah und fern.
Nachdem der Baum fest verkeilt worden war, ging es zum gemütlichen Abend über. Ob Steaks, Oberkrainer oder Bratwürste frisch vom Grill – sie ließen sich die Kirwagäste munden; musikalisch gab weiterhin das Kirwa-Duo aus Weihern den Ton an, das von einer Station zur anderen zog, um Musikwünsche zu erfüllen.
Dank an Helfer und Losglück beim Kirwabaum
Nachdem alle Lose verkauft waren, begrüßte KLJB-Vorstand „Korbi Schweiger“ alle Gäste. Der Dank galt „schlicht und einfach“ allen, die zum Gelingen der „Weiherner Kirwa“ beigetragen haben – besonders der Feuerwehr für die Verkehrsabsicherung sowie vielen ehemaligen Weihernern, die vom Schwarzwald her extra angereist sind. Der Kirwabursche „Paul“ durfte dann das Los für den Kirwabaum ziehen, und die glückliche Gewinnerin war Patricia Gleißner aus Schönkirch.
Außerdem wurde ein alter Brauch wieder eingeführt: das Kirwaschießen. Dabei gab der Vorstand einen Treffer vor, und alle Landjugendmitglieder hatten nur einen Schuss abzugeben. Bei insgesamt 36 Teilnehmern ging Leo Haider als Sieger hervor; ihm folgten Korbinian Schweiger und Michael Schlosser. Nun wurde die große Kirwaliesl öfter gefüllt, und alle Gäste durften einen oder mehrere Schlucke daraus trinken.
Überraschung durch Eichelbachschützen und Gaukönigstitel
Nun gab es noch eine große Überraschung: Die Eichelbachschützen kamen von der Preisverleihung des abgehaltenen Gaukönigsschießens und brachten den „Schützen-Gaukönigstitel“, den Stefan Gradl gewann, mit nach Weihern. Der Schützenmeister Matthais Reis erkämpfte sich die Würde des zweiten Schützenritters. Das gab der Kirwa noch einen weiteren Höhepunkt und geht bestimmt in die Weiherner Kirwa-Geschichte ein. Eine lange Samstagskirwa bis in die frühen Morgenstunden schloss sich an. Denn schon um 8 Uhr am Sonntag musste der Tanzboden rund um den Kirwabaum aufgestellt werden.
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