Wertvolles Ehrenamt mit jahrhundertealter Tradition: Feldgeschworene bestätigen Graml als Obmann

Wertvolles Ehrenamt mit jahrhundertealter Tradition: Feldgeschworene bestätigen Graml als Obmann
Die Feldgeschworenen der Stadt Amberg haben Erwin Graml in seinem Amt als Obmann bestätigt. Zu seinem neuen Stellvertreter wurde Manfred Rosenthal gewählt. Er tritt die Nachfolge von Hans Hierl an.
Würdigung im Rathaus
Bei einem Antrittsbesuch im Amberger Rathaus würdigten Oberbürgermeister Michael Cerny, der zuständige Referatsleiter Dr. Bernhard Mitko sowie Barbara Flierl vom städtischen Amt für Ordnung und Umwelt die wichtige Arbeit der Feldgeschworenen und dankten ihnen für ihren zuverlässigen Einsatz im Dienst der Allgemeinheit.
Die Feldgeschworenen bekleiden eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung. Ihre Mitglieder bestimmen sie traditionell selbst. Bekannt sind sie auch als Träger des sogenannten „Siebenergeheimnisses“. Um ihre Tätigkeit ranken sich bis heute Geschichten und Mythen. Unumstritten ist jedoch vor allem eines: Die Feldgeschworenen leisten eine wichtige, verantwortungsvolle und praktische Arbeit.
Tradition und Aufgaben der Feldgeschworenen
Immer dann, wenn es darum geht, Grenzlinien bei Grundstücken abzumessen und durch das Setzen von Grenzsteinen dauerhaft nachvollziehbar zu machen, werden sie hinzugezogen. Diese Aufgabe ist seit Jahrhunderten im Kern unverändert geblieben. In Amberg arbeiten die Feldgeschworenen dabei eng mit den staatlichen Vermessungsämtern sowie mit den städtischen Behörden zusammen.
Obmann Erwin Graml berichtete beim Besuch im Rathaus, dass es erfreulicherweise sogar eine Warteliste für dieses Ehrenamt gebe. Das zeigt, dass die Tätigkeit der Feldgeschworenen wieder gefragt ist. Gleichzeitig ist sie alles andere als bequem. Bei Wind und Wetter sind die Feldgeschworenen draußen im Einsatz. Mit Spaten und Erdbohrer suchen sie nach alten Grenzsteinen oder setzen neue Markierungen.
Bedeutung in digitalen Zeiten
Oberbürgermeister Michael Cerny machte deutlich, dass die Feldgeschworenen auch in Zeiten moderner Informationssysteme und digitaler Vermessungstechnik keineswegs an Bedeutung verloren haben. Im Gegenteil: Ihre Aufgabe sei heute wichtiger denn je, weil sie dazu beitrage, Grundstücksstreitigkeiten zu vermeiden oder zu lösen. „Die Feldgeschworenen verbinden gelebte Tradition mit praktischem Dienst für die Bürgerinnen und Bürger. Dafür gebührt ihnen großer Dank und hohe Anerkennung“, betonte Oberbürgermeister Michael Cerny.




