Wildwasser auf der Mies – Kanuten aus Weiden meistern die Schlucht

Wildwasser auf der Mies – Kanuten aus Weiden meistern die Schlucht
Zwischen Wildwasser und gelebter Freundschaft erlebten die Kanuten des Kanu Weiden e.V. wieder ein ganz besonderes Wochenende in Tschechien. Bereits seit mehr als 36 Jahren pflegen die Weidener Sportler enge Kontakte zu den Kanufreunden aus Marienbad und Tachau – eine Partnerschaft, die längst zur festen Tradition geworden ist.
Ablassen des Lucina-Stausees sorgt für ideales Wildwasser
Ende April machten sich die Weidener erneut auf den Weg an die Mies. Anlass war das Ablassen des Lucina-Stausees, wodurch der Fluss reichlich Wasser führte und ideale Bedingungen für die Wildwasserfahrer bot. Die Mies schlängelt sich vom Stausee über Tachau bis nach Pilsen und vereinigt sich später mit der Radbuza zur Berounka. Für die Kanuten bedeutete dies: vier Kilometer voller Tempo, Strömung und Nervenkitzel.
Waldschlucht und Wehre fordern Können
Besonders die Fahrt durch die enge Waldschlucht bis hinein in den Ortskern von Tachau verlangte Konzentration und Können. Drei fahrbare Wehre sowie mehrere kleinere Stufen machten die Strecke anspruchsvoll. Für manchen Teilnehmer wurde die Tour dabei auch zur echten Mutprobe. Dennoch genossen die Weidener die rasante Abfahrt sichtlich, angefeuert von ihren tschechischen Freunden, die den Austausch seit Jahrzehnten mit großem Engagement pflegen. Vor allem Jiri Capek aus Marienbad gilt seit den Anfängen als Motor dieser besonderen Freundschaft.
Zweiter Durchgang dank perfekter Organisation
Nach der ersten Abfahrt begann der logistische Wettlauf gegen die Zeit. Denn das zusätzliche Wasser floss nur bis Mittag. Also mussten Fahrzeuge am Ziel bereitstehen, Boote schnell verladen und die Sportler erneut zum Einstieg gebracht werden, um auch die zweite Fahrt noch zu schaffen. Der Einsatz lohnte sich: Auch die letzte Welle wurde genutzt.
Am frühen Nachmittag endete das erlebnisreiche Spektakel schließlich mit Handschlag, Dankesworten und vielen zufriedenen Gesichtern. „Schön war’s“, fasste Wanderwartin Katrin Bergler den gelungenen Ausflug treffend zusammen.
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