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Workshop in Mitterteich stärkt grenzüberschreitenden Porzellantourismus

Mitterteich. Der Verein Porzellanstraße lud zum ersten Tourismusworkshop ins Museum Mitterteich; 50 Gäste suchten Ideen für grenzüberschreitenden Porzellantourismus. Studien und Praxis gaben Impulse für Zukunft und Vernetzung.

Mitterteich. Der Verein Porzellanstraße lud zum ersten Tourismusworkshop ins Museum Mitterteich; 50 Gäste suchten Ideen für grenzüberschreitenden Porzellantourismus. Studien und Praxis gaben Impulse für Zukunft und Vernetzung.
Die Referenten und Veranstalter des Tourismusworkshops: von links Franz Göhl, Tirschenreuth, Andre Zaus, 1. Vorsitzender Porzellanstraße e.V., Daniela Konschak, Mitarbeiterin im Projekt, Werner Gossel, Seniorchef der Lindner Porzellanfabrik Küps, Dr. Manuel Becher, Geschäftsführer Bayreuth Tourismus & Marketing GmbH, Wolfgang Schilling, Projektleiter. Es fehlt Ladislav Ludvik, zweiter Bürgermeister von Sadov. Foto: Foto: Wolfgang Schilling

Workshop in Mitterteich stärkt grenzüberschreitenden Porzellantourismus

Gastbeitrag von: Wolfgang Schilling

Mitterteich/Selb – Der Verein Porzellanstraße hat zu seinem ersten Tourismusworkshop eingeladen, und rund 50 Teilnehmende waren dieser Einladung gefolgt. Vertreten waren neben verschiedenen Bürgermeistern auch Touristiker sowie Porzellan- und Kulturinteressierte. Sie wollten gemeinsam Perspektiven für einen grenzüberschreitenden Porzellantourismus ausloten. Gerade auch die Vertreter aus der nordostbayerischen Porzellanregion waren gespannt, hier neue Impulse zu erhalten. Veranstaltungsort war das Museum Mitterteich, ein gutes Beispiel für die Umnutzung einer ehemaligen Porzellanfabrik.

Begrüßung und Rückblick

Bürgermeister Stefan Grillmeier aus Mitterteich begrüßte die Teilnehmenden. Andre Zaus, erster Vorsitzender des Vereins, gab einen Rückblick auf die Entstehung des Projekts „Porzellan verbindet Menschen über Grenzen“. Das Vorhaben wird vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat mit rund 392.000 Euro gefördert und umfasst verschiedene Projekte und Maßnahmen, die Projektleiter Wolfgang Schilling vorstellte. Einblicke in die touristische und kulturhistorische Situation der Region Karlovy Vary gab dann Daniela Konschak.

Marketingstudie als zentrale Orientierung

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Präsentation der Marketingstudie von Dr. Manuel Becher, Geschäftsführer der Bayreuth Tourismus & Marketing GmbH. Becher warf einen Blick auf die aktuelle Situation des Vereins, analysierte Zielgruppen und Themen und leitete daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab. Zu den wesentlichen Stärken zählte er die hohe Authentizität des Themas sowie dessen historische und kulturelle Bedeutung in der Bevölkerung. Weitere Vorteile sah Becher in grenzüberschreitenden Gemeinsamkeiten und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Lage der Geschäftsstelle in Selb wurde als zentrumsnah und gut erreichbar bewertet.

Als Schwachstelle identifizierte Becher den derzeitigen Zustand der Vereinswebseite, der im Rahmen des Projekts aber zeitnah erneuert werden soll. Für die Zukunft hob er insbesondere die Chancen eines verbesserten Internet- und Social-Media-Auftritts hervor, um vor allem Kurzurlauber besser anzusprechen. Becher wies auf die hervorragende Erreichbarkeit der Porzellanstraße und ihrer Mitglieder für rund 20 Mio. Menschen innerhalb eines Umkreises von etwa zwei Autostunden hin. Für ihn war offenkundig: „Es ist ein Grundstein gelegt, die grenzüberschreitende Ferienstraße trotz des Strukturwandels zu alter Stärke zu entwickeln.“

Workshops und Praxisbezug

In zwei Workshops vertieften Daniela Konschak und Wolfgang Schilling vom Projektteam weitere Aspekte. Der Praktiker Werner Gossel, Seniorchef der Porzellanfabrik Lindner in Küps, sowie Franz Göhl vom Förderverein Porzellan- und Kachelmuseum in Tirschenreuth stellten ihre Aktivitäten vor. Göhl kündigte für den 25. Juli das Event „Kaffee küsst Porzellan“ auf dem Marktplatz von Tirschenreuth mit Kaffee, Kuchen und historischen Porzellanen an. Ladislav Ludvik, Zweiter Bürgermeister von Sadov, präsentierte das Geocaching-Projekt seiner Gemeinde als Modell für grenzüberschreitenden Porzellantourismus.

Ausblick und Kooperation

Die Teilnehmenden sprachen sich für eine Wiederholung der Veranstaltung aus und wünschten eine stärkere Vernetzung sowie intensivere Zusammenarbeit. Andre Zaus betonte in seinem Schlusswort die Bereitschaft des Vereins, verstärkt auf gemeinsame Aktivitäten zu setzen. „Dieser Tourismusworkshop zeigt, dass die Porzellanstraße durch authentische Geschichten, kulturelles Erbe und grenzüberschreitende Kooperation weiter an Attraktivität gewinnen kann,“ verabschiedete er die Teilnehmenden mit einem positiven Ausblick.

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