Ausstellung in Sulzbach-Rosenberg thematisiert häusliche Gewalt

Ausstellung in Sulzbach-Rosenberg thematisiert häusliche Gewalt
Eine Ausstellung in der Volkshochschule macht sichtbar, was im Verborgenen bleibt: Häusliche Gewalt ist kein privates Problem, sie betrifft alle. Sie zerstört Leben, Vertrauen und Sicherheit in Familien, Partnerschaften, Nachbarschaften.
Häusliche Gewalt im Fokus der Ausstellung
„Es ist kein Zufall, dass genau unsere Volkshochschule diese Ausstellung zeigt“, stellte der stellvertretende Landrat Michael Rischke laut Pressemitteilung des Landratsamtes zur Aktion im LCC fest: Volkshochschulen seien als lokale Bildungsorte niedrigschwellig, offen und vertraut – sie erreichten Menschen aller Altersgruppen, Hintergründe und sozialen Lebenslagen. Gewalt treffe viele, nicht nur Frauen. Diese seien zwar überproportional häufig von häuslicher Gewalt betroffen, doch auch Männer könnten Opfer werden – das werde meist nicht offen thematisiert.
Diese Ausstellung zeige die verschiedenen Formen häuslicher Gewalt, die oft verborgenen Folgen für Kinder und Angehörige, aber auch Hilfsangebote und Wege aus der Gewaltspirale. Ziel sei es, Verständnis zu schaffen, Stigmata zu bekämpfen und Mut zu machen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Unterstützungsangebote in Amberg-Sulzbach
Vhs-Leiterin Claudia Mai stellte die verschiedenen Einrichtungen vor, die sich an diesem „Marktplatz“ beteiligten: Die Kommunale Jugendarbeit Amberg-Sulzbach stärke die Erziehungskompetenz im Alltag mit dem „Elterntalk“. Die Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer (BPfK) seien zuständig für die Information und Unterstützung von Kriminalitätsopfern bei häuslicher Gewalt, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Misshandlung und Stalking. Das Angebot der Fachstelle für Täterarbeit richte sich an Menschen, die in einer Partnerschaft Gewalt ausübten oder in Gefahr seien, dies zu tun. Träger der Fachstelle sei die Diakonie Oberpfalz Mitte-Nord.
Die Beratungsstelle „Häusliche Gewalt gegen Männer“ biete psychosoziale Beratung und Begleitung für Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Der Sozialdienst katholischer Frauen Amberg habe verschiedene Fachbereiche, welche sich mit dem Thema Gewalt an Frauen beschäftigen; das Frauenhaus biete Betroffenen geschützte Unterkunft und Beratung. Der Notruf bietet die ambulante Beratung rund um das Thema Gewalt an. Die Interventionsstelle ergänze als niederschwellige Hilfe die Unterstützung der Betroffenen nach Polizeieinsätzen bei häuslicher Gewalt. Die Soroptimisten Amberg-Sulzbach informierten auch über ihre Tätigkeit.
Rahmenprogramm und Termine der Vhs
Die Gäste nahmen das beeindruckende Angebot vor Ort gerne an, die einzelnen Stellen verzeichneten regen Zulauf. Musikalisch umrahmte das Duo „Novemberbird“ mit Angela Thar (Gesang) und Anita Kinscher (Klavier) die Eröffnung. Die begleitende Veranstaltungsreihe setzt sich fort am 22. April um 10.30 Uhr mit einem Elterntalk zum Thema „Gesundes Aufwachsen in der Familie“. Den Abschluss des Rahmenprogramms zur Ausstellung bilden dann zwei Angebote der „Beratungsstelle Häusliche Gewalt gegen Männer“ sowie der „Männerschutzwohnung Riposo“ aus Nürnberg am 27. beziehungsweise am 29. April. Alle Veranstaltungen finden in den Räumen der vhs Amberg-Sulzbach in der Oberen Gartenstraße drei in Sulzbach-Rosenberg statt. Die Ausstellung selbst kann bis zum 4. Mai während der Öffnungszeiten besucht werden.






