Bavarian Brass entfacht Osterjubel in Speinshart

Bavarian Brass entfacht Osterjubel in Speinshart
Halleluja – der freudige Ruf in der Osternacht setzt sich in der Speinsharter Klosterkirche auch am Ostermontag fort. Der Ruf steht für den Triumph des Lebens. Musikalisch demonstriert am Emmaus-Tag Bavarian Brass diese Rückkehr des Lobpreises.
Osterkonzert in der Klosterkirche Speinshart
Bavarian Brass gehört zu Speinshart. Seit Jahrzehnten eröffnet das international bekannte Ensemble jeweils am Ostermontag das musikalische Jahresprogramm der Internationalen Begegnungsstätte. Ein wichtiger Tag für die Freunde gewaltiger Klangpracht, wie sich so oft herausstellte. Zirka 500 Besucher drängten sich in einem Raum für die Sinne, als Tobias Reiß, Landtagsvizepräsident und Vorsitzender des Speinsharter Fördervereins, einen Klangkörper begrüßte, der im Zusammenspiel von Trompeten und Fanfaren, von Orgel, Pauken und Marimbaphon musikalisch mächtig die Botschaft der Auferstehung verkündete. Es war die Stunde der „glorreichen Sechs“ mit Benjamin Sebald (organisatorische Leitung, Trompete und Flügelhorn), der Trompeter Florian Zeh, Sergey Storozhenko und Volker Hemedinger, von Christoph Günther (Schlagwerk und Pauken) und Georg Schäffner an der Speinsharter Steinmeyer-Orgel.
Bavarian Brass begeistert mit Orgel, Trompeten und Marimbaphon
Bavarian Brass glückte ein Konzertnachmittag in berauschender Harmonie. Schon das einleitende „Pastime with good company“ in der Bearbeitung des musikalischen Leiters ließ einen traumhaften Konzertnachmittag erahnen. Ein Trompeter nach dem anderen gesellte sich zum Trommler, ehe alles zusammen mit dem Orgelsound in einen Klang-Tsunami mündete. Fortan begeisterten die sechs Musizierenden mit majestätischem Orgelklang- und Trompetenschall, mächtigen Paukenschlägen und schmeichelnden Tonmalereien vom Marimbaphon. Hingerissen lauschten die „Emmaus-Besucher“ etwa den Kompositionen von Valentin Rathgeber mit dem „Concerto op. 6 in D-Dur“, Händels „Larghetto – Allegro“ für Orgel solo oder Gabriel Faurés „Pavane“ für Flügelhörner und Orgel.
Standing Ovations und Zugaben zum Abschluss
Mit dem „Highland Cathedral“ steigerte sich das Ensemble zu einem weiteren klanglichen Höhepunkt des Konzertnachmittags. Königlich strahlte die Klangfülle der Trompeter und Fanfaren, während sich die Orgel bis ins „volle Werk“ steigerte. Beifallsstürme erntete zudem Christoph Günther. Mit vier Schlägeln gleichzeitig entlockte er mit brillanter Spieltechnik mit dem Stück „Romantica“ seinem Marimbaphon warme, weiche und samtige Klänge zum Dahinschmelzen. Im Gegensatz dazu donnerten im Verlauf des Konzerts Paukenschläge von den Stufen des Hochaltars. Mit „Smoking Timps“ setzte Christoph Günther weitere rhythmische Akzente. Zur Programmvielfalt gehörten zudem das „Amen“ für Trompeten, Orgel und Schlagwerk und die Toccata in f-Moll für Orgel solo.
„Volle Kanne“ hieß es schließlich bei „Prélude in Classic Style“ und Edward Elgars majestätischen Marsch „Pomp and Circumstance“, der auch „Glanz und Gloria“ des fulminanten Konzertnachmittags wiedergab. Das begeisterte Publikum huldigte nach dem Schlussakkord dem Ensemble mit stehenden Ovationen und erklatschte sich zwei Zugaben. Viele Besucher folgten der Einladung zur anschließenden Begegnung im Kreuzgang.


