SV Etzenricht beweist Nerven wie Stahlseile und setzt sich im Elfmeterschießen durch
SV Etzenricht beweist Nerven wie Stahlseile und setzt sich im Elfmeterschießen durch
Relegation zur Fußball-Landesliga
SV Etzenricht – SV Hahnbach 6:2 (2:0, 0:0) nach Elfmeterschießen
„Logisch, dass wir alles reinwerfen und probieren wollen“, sagte Spielertrainer Andy Wendl vor dem Rückspiel gegen den SV Hahnbach. Das versprochene Engagement hat sich gelohnt: Der SV Etzenricht egalisierte das 0:2 aus dem Hinspiel in der regulären Spielzeit vor 567 Zuschauern, denen das Relegations-Komplettpaket geboten wurde: Aufholjagd, Verlängerung und Elfmeterschießen. Dabei bewies die Heimelf die besseren Nerven. Deniz Bock, Christian Ermer, Noah Scheler und Lukas Neumeier verwandelten für den SVE. Für Hahnbach trafen nur Michael Hefner und Spieltrainer Bastian Freisinger.
Zweimal mit Köpfchen
Nach der 0:2-Niederlage des SVE im Hinspiel sprach vieles für den Bezirksligazweiten. Nach
Nach einer torlosen ersten Hälfte bei hochsommerlichen Temperaturen glich die Wendl-Elf den Rückstand in Halbzeit 2 aus. Das Offensivduo Mirko Griesbeck und Martin Pasieka war dabei jeweils per Kopf erfolgreich. Zuvor hatte Gästeakteur Kilian Heldmann in der 55. Minute die Vorentscheidung zugunsten Hahnbachs vergeben, als er einen Foulelfmeter verschoss. „Das war der Knackpunkt in diesem verrückten Fußballspiel. Danach haben wir einfach an uns geglaubt. Wir wussten, dass wir, sobald uns ein Tor gelingt, das Ding noch zu drehen“, sagte Andy Wendl und lobte sein Team für dessen Mut und Kampfgeist.
Hahnbachs Spielertrainer Bastian Freisinger kommentierte die gute Leistung seiner Truppe und trauerte den verpassten Großchancen in der ersten Halbzeit und gegen Ende der Begegnung. „Wir haben 120 Minuten Gas gegeben“, lobte er seine Elf.
Offensivstarker SV Wenzenbach
Im Ausblick auf die Partie gegen den starken Bezirksligazweiten aus dem Süden, den SV Wenzenbach, sagte Wendl: „Wir müssen dort so spielen, dass wir im Rückspiel vor den eigenen Fans noch gute Chancen haben.“ Beim Personal verwies der Spielertrainer darauf, dass zuletzt schon einige Akteure zum Einsatz kamen, die eigentlich eine Pause nötig gehabt hätten. „Mal sehen, wer am Mittwoch noch laufen kann“, sagte Wendl schmunzelnd.
Das Spiel am Mittwoch, 27. Mai, beginnt um 18.30 Uhr, im Regensburger Nordosten. Dass der Vizemeister der Bezirksliga Süd hervorragend besetzt ist, belegt dessen 3:1-Sieg beim hoch gehandelten mittelfränkischen SV Alsheim. Die Offensivqualität des Gegners bewiesen dessen 94 Tore in der Saison. Die kurzfristige Kündigung von Erfolgstrainer Günther Brandl kurz vor den Entscheidungsspielen hat der SVW scheinbar gut verkraftet.


