Brunner Wirt rockt Museumshof Wunsiedel mit Tresenmann and Friends
Brunner Wirt rockt Museumshof Wunsiedel mit Tresenmann and Friends

Genau 14 Jahre nach ihrem allerersten Konzert in exakt derselben Besetzung kehrten „Tresenmann and Friends“ an ihre alte Wirkungsstätte im Wunsiedler Museumshof zurück. Angeführt von Bandleader Holger Matthias Wilhelm aus Regensburg, bestens bekannt als der Brunner Wirt Gregor aus der Kultserie „Dahoam is Dahoam“, erlebten die Besucher bei tropischen Temperaturen einen ansprechenden, unterhaltsamen Abend. Von Anfang an entwickelte sich trotz einer überschaubaren Kulisse eine großartige Stimmung. Schon beim Startsong „Ich lebe den Moment“, gefolgt von „Jetzt oder nie“, wurde klar: Dieser Abend wird von einer ganz besonderen Energie getragen. Der Oberpfälzer Schauspieler und Musiker Holger Matthias Wilhelm gab von Anfang an alles. Seine vier Musiker glänzten in erstklassiger Besetzung und taten ihr Übriges, um den Hof mit hervorragendem Sound zu füllen.
Auch Ehefrau Luisa setzte glanzvolle Akzente. Mit ihrem Solo-Song „Träume“, einem musikalischen Schatz, der zuvor 20 Jahre lang in einer Schublade verborgen lag, und der rührenden Hommage „Superheld“ an ihren Mann begeisterte sie das Publikum.
Publikumsnähe und Geschichten zwischen den Songs
Was den Abend neben der Musik so besonders machte, war die enorme Publikumsnähe der Band. Die Künstler blieben den gesamten Abend über in engem, charmantem Kontakt mit ihren Gästen.
Das Programm bot eine perfekt abgestimmte Mischung aus englischsprachigen Songs, gefühlvollen Balladen und stimmungsfrohen Liedern mit einfühlsamen, tiefgründigen Texten. Dazwischen glänzte Frontmann Holger Matthias Wilhelm als großartiger Geschichtenerzähler. So erfuhren die Zuhörer unter anderem von einem Heiratsantrag in Paris, der schließlich erst auf Kreta vollendet wurde, oder von Wilhelms bestem Freund Söhnke aus Bernhardswald.
Berührende Momente und starke Botschaften
Ein absoluter Höhepunkt war die berührende Hymne „Vaterfreuden“, die der Bandleader gemeinsam mit seiner elfjährigen Tochter Jona-Soraya im Duett vortrug. Wilhelm erzählte vom Film „Pampa“, der zwar nie erschienen ist, für ihn als Drehbuchautor und Songschreiber aber dennoch zu den besten Erfahrungen seines Lebens gehört. Besonders bewegend wurde es, als er über seine überstandene, schwere Leukämie-Erkrankung sprach. Die darauffolgende musikalische Botschaft „Heid schwimm i im Glück“ traf mitten ins Herz und rührte das Publikum zu Tränen.
Der Abschiedssong „Ich möchte nach Haus“ verdeutlichte die Sehnsucht, die er bei den langen Autofahrten zwischen dem Drehort von „Dahoam is Dahoam“ in Dachau und seiner Heimat Regensburg verspürt. Als letzte Zugabe folgte schließlich der allererste Song, den Holger Matthias Wilhelm je geschrieben hat: „Wieder dahoam“. Ein passenderer Abschluss hätte für dieses emotionale, hochklassige und fannahe Konzert kaum gewählt werden können.
Nächste Termine
Am 19. Dezember 2026 gibt es die Möglichkeit, die Band live in Nittenau (Antik-Kulturbühne) und am 6. März 2027 in Kareth-Lappersdorf im Aurelium in der Oberpfalz live zu erleben.
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