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Fördermöglichkeiten für Projekte: Bayern und Tschechien vertiefen Interreg bis 2034

Oberpfalz. Bayern und Tschechien führen ihre erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit über 2027 hinaus fort. Das Interreg-Programm soll 2028 bis 2034 weiterlaufen und Fördersicherheit für Ostbayern schaffen.

Fördermöglichkeiten für Projekte: Bayern und Tschechien vertiefen Interreg bis 2034

Das Interreg-Fördergebiet. Karte: Bayerisches Landesministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Bayern und Tschechien setzen ihre erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch in der kommenden EU-Förderperiode 2028 bis 2034 fort und entwickeln sie weiter. Mit einer gemeinsamen Erklärung haben Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt und die tschechische Vizeministerin für Regionalentwicklung Olga Nebeská in Prag dieses Ziel bekräftigt. Im Mittelpunkt steht die Fortsetzung des Interreg-Programms Bayern–Tschechien über das Jahr 2027 hinaus.

Sobald Details zur Antragsstellung feststehen, werden sie HIER zu finden sein.

Interreg-Programm Bayern–Tschechien soll über 2027 hinaus laufen

Gotthardt betonte: „Wir sind stark im Herzen Europas: Bayern und Tschechien verbindet weit mehr als eine gemeinsame Grenze. Die Interreg-Projekte fördern erfolgreich grenzübergreifendes Engagement Tag für Tag – gemeinsam, schlagkräftig und enthusiastisch für ein zukunftsorientiertes Europa. Europäische Fördermittel machen vieles möglich – unkompliziert und flächendeckend. Sie bringen Menschen zusammen, überwinden Sprachbarrieren und helfen uns, Herausforderungen – von Wirtschaft bis Rettungsdienst – gemeinsam zu lösen. Genauso funktioniert Europa: konkret, vor Ort und von Mensch zu Mensch. Die heutige Unterzeichnung sagt es klipp und klar: Unsere Erfolgsgeschichte mit Tschechien werden wir nach 2027 mutig weiterschreiben und unsere Zusammenarbeit weiter vertiefen.“

Bayern und Tschechien stellen frühzeitig die Weichen für die kommende Förderperiode und wollen nicht bis zu einer Einigung über den EU-Haushalt 2028 bis 2034 warten. Deshalb laufen bereits jetzt Vorbereitungen für das künftige Programm. Eine Bürgerbefragung und eine Vorstudie zeigen, dass viele der bisherigen Förderschwerpunkte weiterhin relevant sind. Gleichzeitig sollen neue Herausforderungen und Chancen im bayerisch-tschechischen Grenzraum berücksichtigt werden.

Beispiele aus der Förderperiode 2021 bis 2027 in Ostbayern und Böhmen

In der laufenden Förderperiode 2021 bis 2027 stehen rund 99 Millionen Euro für grenzüberschreitende Projekte zur Verfügung. Ein Beispiel ist das Projekt CTRL-F (Cross-border Technologies for Rapid Localisation of Fire): Im Landkreis Cham und im benachbarten Bezirk Pilsen wird der Einsatz von Drohnen und künstlicher Intelligenz erprobt, um Waldbrände frühzeitig zu erkennen und effektiver zu bekämpfen.

Mit dem weiteren Beispielprojekt STEAM-UP schaffen die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und die Wirtschaftskammer des Bezirks Südböhmen ein innovatives Angebot zur Förderung der beruflichen Bildung. Unter anderem erproben hierbei bayerische und tschechische Auszubildende aus verschiedenen Gewerken gemeinsam ihre Fähigkeiten an einem echten Bauprojekt, um voneinander zu lernen.

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Kleinprojekte stärken Alltag und Begegnungen im Grenzraum

Neben solchen größeren Projekten unterstützt Interreg auch zahlreiche kleinere Vorhaben, die beispielsweise Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten von Bürgern ermöglichen. Die sogenannten Kleinprojekte tragen besonders dazu bei, die Verbindungen zwischen beiden Seiten der Grenze im Alltag zu stärken. Gerade diese niederschwelligen Formate der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sollen auch in der kommenden Förderperiode erneut eine wichtige Rolle spielen: „Interreg – das ist ein Europa, das ganz alltäglich liefert.“

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