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Chorgemeinschaft St. Georg begeistert beim Speinsharttag in Speinshart

Speinshart. Beim 46. Speinsharttag erfüllte die Chorgemeinschaft St. Georg aus Pressath die volle Klosterkirche mit Werken von Mendelssohn und Rutter, Solosopran Karin Waldmann und Streichquintett sorgten für Gänsehaut.

Chorgemeinschaft St. Georg begeistert beim Speinsharttag in Speinshart

Foto: Robert Dotzauer
Foto: Robert Dotzauer

Die Chorgemeinschaft St. Georg aus Pressath zelebriert beim Speinsharttag „unerschütterliches Gottvertrauen“.

Klosterkonzert in Speinshart begeistert mit romantischer Chormusik

Mit innigem Singen öffnet der gewaltige Chor mit instrumentaler Begleitung und Maestro Richard Waldmann am Dirigentenpult ein Stück weit das Fenster zum Himmel.

Romantische Chormusik und die sogenannte gemäßigte Moderne verliehen dem 46. Speinsharttag eine besondere Ausstrahlung. Am Freitagabend glänzte in der vollbesetzten Klosterkirche die Chorgemeinschaft St. Georg aus Pressath mit instrumentaler Verstärkung unter der Gesamtleitung des charismatischen Dirigenten Richard Waldmann. Ein Hauch des Geheimnisvollen durchwehte das Gotteshaus schon beim Blick in die Programmauswahl. „Der Hirsch schreit nach frischem Wasser“, hieß es da, und der Ruf nach Gottes Güte erschallte durch den aufgeklärten Vernunftmenschen.

Klangfülle: Chorgemeinschaft St. Georg und Streicherensemble

Schon der Auftakt mit den leidenschaftlichen Laiensängerinnen und -sängern des mächtigen Chores beeindruckte. Unterstützt vom Streichquintett mit Stefanie Heinrich (Violine I), Johanna Luther (Violine II), Barbara Schorr (Viola) und Hermann Heinrich (Cello), Andre Meyer (Kontrabass) und Barbara Dötsch (Flöte) verkündete der Chor Tröstendes von einem allgütigen, liebenden Gott. Herz- und Glanzstücke waren Kompositionen des Briten John Rutter und von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Die romantische Chormusik Mendelssohns gehört zu den absoluten Meisterwerken der Epoche. Aus diesem reichen Repertoire an Vokalwerken bediente sich auch die Chorgemeinschaft. Im Psalm 42, „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott zu dir“, verschmolz die innige Psalmvertonung zu einem kunstvoll melodischen Gesamtgeflecht aus Tönen und Texten. Mendelssohn selbst hielt sein Werk für außergewöhnlich gelungen. Eine Einschätzung, die sich auch die Chorgemeinschaft, Sopran Karin Waldmann und die Streicher mit ihrem hoffnungs- und kraftvollen „Lobgesang“ auf eine Rettung durch Gott zu Herzen nahmen.

John Rutter und gemäßigte Moderne setzen emotionale Akzente

Eine dramatische Tonsprache mit einer außergewöhnlichen Intensität ging den Kompositionen von John Rutter voraus. Man muss weder christlich noch kirchgängerisch sein, um die Weite und „Wellness“ der Chorbeiträge „God be in my head“, „For the Beauty of the Earth“ und „All Things Bright and Beautiful“ in der Tonsprache des 20. Jahrhunderts zu verinnerlichen. Die Kompositionen, einschließlich des vertonten Abendgebetes „Evening Prayer“ von Ola Gjeilo, „Wache du, Herr, mit denen, die wachen oder weinen“, spiegelten im energiegeladenen Wechsel bis hin zu innig-tragenden Momenten die demutsvolle Gottesfürchtigkeit wider.

Witron Bewerbertag 18.07.
Witron Bewerbertag 18.07.

Rheinberger, Orgelkunst und stehende Ovationen

Seligkeit hier, Hoffnung dort, hieß es schließlich im Abendlied „Bleib bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneiget“ von Josef Gabriel Rheinberger. Eine berührende Motette, die der gemischte Chor mit dichter romantischer Harmonik und inniger Klangatmosphäre meisterlich löste. Als erfahrener Kirchenorganist beeindruckte Horst Plößner an der Steinmeyer-Orgel. Mit stehenden Ovationen würdigten die Besucher das fulminante Klangerlebnis. Zugaben – auch bei der anschließenden Begegnung im Innenhof der Abtei – mussten sein. Mit dem Jubiläumskonzert von SingingWitt am 24. Juli wartet schon auf die Freunde des gepflegten Chorgesangs ein weiterer musikalischer Kracher.

Vertrauen als roter Faden des Abends

Das Vertrauen auf Gott war der zentrale Gedanke beim Konzert der Chorgemeinschaft St. Georg Pressath in der Klosterkirche zum krönenden Abschluss des Speinsharttages. Solosopran Karin Waldmann zeichnete in Mendelssohns Psalm op. 42 ein Bild der Verlassenheit fern von Gott, um schließlich symbolisch den Schritt hinein in die Gemeinschaft des Glaubens zu vollziehen.

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